Kurzbewerbung

Formlose Bewerbung: Die fünf wichtigsten Tipps für Anschreiben und Lebenslauf

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Eine formlose Bewerbung ist kürzer, aber mindestens genauso wichtig wie eine klassische Bewerbung. Worauf Sie achten sollten.

Ist in einer Stellenanzeige eine formlose Bewerbung gefordert, handelt es sich um eine Kurzbewerbung. Diese besteht in der Regel nur aus dem Anschreiben und dem Lebenslauf, die im Bestfall jeweils nur eine Seite füllen sollten. Trotz des geringeren Umfangs sollten Sie eine formlose Bewerbung ernst nehmen. Unternehmen verlangen von den Job-Kandidaten mindestens genauso viel Einsatz wie bei einer klassischen Bewerbung.

Das müssen Sie bei einer formlosen Bewerbung beachten

Wie das Portal Karriereakademie informiert, stammt die Idee der Kurzbewerbung aus Bewerbungsprozessen in großen Unternehmen, die einst sehr formell ablaufen mussten. Bei der formlosen Bewerbung hingegen ging es darum, sich „ohne Formular“ zu bewerben: ohne ein vordefiniertes und seitenlanges Antragsformular. Heute ist der Wunsch nach formlosen Bewerbungen vor allem darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen sehr viele Bewerbungen erwartet und Personaler sich einen möglichst schnellen Überblick über die Kandidaten verschaffen wollen.

Personaler wollen sich nicht lange durch dicke Bewerbungsmappen wühlen, sondern gleich das Wesentliche finden. Dazu dienen formlose Bewerbungen.

Die schlankeren Bewerbungen sind ein Mittel, um auf Unternehmensseite Zeit zu sparen und eine zügige Vorauswahl zu treffen. Von den restlichen Kandidaten werden dann detailliertere Bewerbungen erwartet oder es geht direkt zum persönlichen Vorstellungsgespräch. Wenn Sie sich formlos bewerben, sollten Sie also mit viel Konkurrenz rechnen. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich in Anschreiben und Lebenslauf auf das Wesentliche konzentrieren und den Personaler trotz wenig Platz von sich überzeugen. Dazu sollten Sie einige grundlegenden Bewerbungstipps beachten:

1. Kommen Sie schnell zum Punkt

Das Hauptaugenmerk einer formlosen Bewerbung liegt auf deren Kürze. Wenn Sie Pech haben, wird Ihre Bewerbung von vornherein aussortiert, wenn sie zu lang ist, warnt das Jobportal Indeed. Sie sollten versuchen, sowohl das Anschreiben als auch den Lebenslauf auf eine Seite zu beschränken. Um dennoch einen guten Eindruck zu hinterlassen, sollten Sie sich um passende und aussagekräftige Formulierungen bemühen. Füllwörter, langatmige Umschreibungen oder nichtssagende Floskeln sollen Sie dagegen vermeiden.

2. Schneiden Sie die Bewerbung auf die Stelle zu

Auch wenn die Bewerbung kürzer ausfällt, sollte sie alle essenziellen Themen beinhalten. Dazu zählen laut Indeed Ihre Fähigkeiten, Qualifikationen, besonderen Erfolge und Argumente, warum Sie die beste Wahl für den Job sind. Wenn Sie bereits länger im Berufsleben sind, können Sie sicher zu jedem Punkt einiges aufzählen.

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Versuchen Sie, sich dennoch auf die relevantesten Informationen zu beschränken. Dazu sollten Sie die Stellenausschreibung sehr genau lesen und herausarbeiten, welche Ihrer Fähigkeiten am besten zum Jobprofil passen. So können Sie sowohl das Anschreiben als auch den Lebenslauf genau auf die Stelle zuschneiden.

3. Betonen Sie Ihre Motivation

Ihre Motivation, sich für den ausgeschriebenen Job zu bewerben, ist mit der wichtigste Punkt Ihrer Bewerbung. Das Portal Karrierebibel rät, dabei die folgenden beiden Fragen zu beantworten: Warum wollen Sie diesen Job? Warum möchten Sie für dieses Unternehmen arbeiten? Daran können Sie direkt Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten anschließen. Wiederholen Sie nicht das, was schon im Lebenslauf steht. Es geht um den Mehrwert, den Sie bieten und was Sie für diesen Arbeitgeber einzigartig und nützlich macht, betont Karrierebibel.

4. Gestalten Sie die Unterlagen übersichtlich

Den reduzierten Platz sollen Sie nicht dadurch kompensieren, dass Sie beispielsweise eine kleinere Schriftart nutzen, um mehr Informationen unterzubringen. Sonst wirken die Dokumente schnell unübersichtlich und werden möglicherweise schnell aussortiert. Indeed empfiehlt, mit starken Schlagwörtern und Aufzählungen zu arbeiten, um die wichtigsten Punkte prägnant und knapp im Dokument unterzubringen.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Vorsicht bei unbekannten Anrufen: Betrüger geben sich in Frankfurt wieder als Polizisten aus.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

5. Unterschätzen Sie die Bewerbung nicht

„Formlos“ sollte niemals mit schlampig oder zu lässig gleichgesetzt werden, warnt Karrierebibel. Es handelt sich schließlich um eine ernsthafte Bewerbung für einen Job, den sie wirklich wollen. Eine Kurzbewerbung sollten Sie genauso professionell und sorgfältig erstellen wie jede andere Bewerbung, betont auch Indeed. Sie haben bei der kurzen Bewerbung die Chance, dem Personaler zu zeigen, dass Sie sich auch mit wenigen Sätzen ausdrücken und verkaufen können.

Nutzen Sie diese Chance und informieren Sie sich im Vorfeld über sämtliche wichtigen Details des Jobs. Stellen Sie sicher, dass Sie die korrekte Form für Ihre Bewerbung wählen und die Unterlagen an den richtigen Ansprechpartner richten. Karrierebibel rät dazu, im Zweifelsfall direkt beim Unternehmen nachzufragen.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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