Bewerbung

Vorstellungsgespräch: Wie sollte man auf die Frage nach den eigenen Schwächen antworten?

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Über eigene Defizite zu reden, mag wohl niemand gern – erst recht nicht, wenn man danach in einem Bewerbungsgespräch gefragt wird. Gute Vorbereitung ist umso wichtiger.

Im Vorstellungsgespräch werden Bewerber oft nach ihrer Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen gefragt. Gerade bei den Schwächen fällt die Antwort vielen Kandidaten nicht leicht. Umso wichtiger ist es, dass man sich in Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch überlegt, was konkret man auf eine solche Frage antworten würde. Was kann in solchen Situationen helfen?

Wie können Bewerber auf die Frage nach den eigenen Schwächen antworten?

  • Stichwort Authentizität: Man sollte ehrlich über eigene Schwächen sprechen, heißt es in einem Beitrag auf Stepstone.de zum Thema – jedoch ohne sich dabei selbst abzuwerten, wie dort zugleich erklärt wird.
  • Man sollte dabei solche Schwächen wählen, die für die Position, für die man sich bewirbt, „keine kritische Rolle“ spielen, berichtet das Jobportal. Schwächen, die direkt mit den Kernkompetenzen des Jobs zusammenhängen, sollte man „lieber nicht erwähnen“ – und stattdessen noch einmal darüber nachdenken, ob die Stelle wirklich für einen geeignet sei.
  • Authentizität bedeute auch, dass man keine Schwächen nennen sollte, die eigentlich nicht auf einen zutreffen.
  • Standardantworten sollte man dem Jobportal zufolge vermeiden: Es gebe einige Antworten, die Personaler „schon tausend Mal gehört“ hätten und die „unauthentisch klingen“, heißt es unter anderem in dem Beitrag.
  • Auch Lösungsansätze sind gefragt; so kann man nach der Beschreibung einer Schwäche (idealerweise anhand von konkreten Beispielen) verdeutlichen, wie man daran arbeitet beziehungsweise, wie man sich an der Stelle bereits weiterentwickelt hat oder in Zukunft gerne weiterentwickeln würde und eine positive Entwicklung schildern.
  • Entsprechende Stärken können zudem ausgleichend wirken, so ein weiterer Tipp von Job-Experten, auch hier lässt sich entsprechend argumentieren.
Bewerber werden oft nach ihren Schwächen und Stärken gefragt. (Symbolbild)

Frage nach den Schwächen: dreiteilige Antwort-Formel

Bewährt hat sich bei der Frage nach den Schwächen dem Jobportal Karrierebibel.de zufolge folgende dreiteilige Formel:

  • Situation schildern: „Deshalb neige ich zu…“ (Schwäche)
  • Gegenmaßnahme nennen: „Aus diesem Grund habe ich…“ (Aktion)
  • Positive Entwicklung zeigen: „Das hat dazu geführt, dass ich…“ (Veränderung)

„Wo sehen Sie Raum für persönliches Wachstum?“

Manchmal fragen Personaler auch nicht direkt nach den Schwächen, sondern nutzen andere Formulierungen, wie Karrierebibel.de zudem berichtet. Solche Fragen könnten zum Beispiel lauten: „Welche Eigenschaft würden Sie an sich ändern?“, so das Jobportal. Oder etwa: „Wo sehen Sie Raum für persönliches Wachstum?“

Rubriklistenbild: © picture alliance / Silas Stein/  dpa

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