VonAnne Hundschließen
Immer mehr Beschäftigte in Deutschland arbeiten in Teilzeit. Wie viele Stunden beträgt die wöchentliche Arbeitszeit im Schnitt?
Angesichts des steigenden Bedarfs an Fachkräften wird immer wieder über die Ausweitung der Arbeitszeit diskutiert. In den vergangenen Jahren packten zwar mehr Menschen mit an, doch die Arbeitszeit in Vollzeitjobs ging zurück. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) anlässlich jüngst vorgestellter Zahlen vonseiten des Statistischen Bundesamtes.
Eine Stunde weniger Arbeitszeit bei Vollzeitjobs
Nach Erkenntnissen aus dem jüngsten Mikrozensus arbeiteten dem Bericht zufolge Menschen in einem Vollzeitjob im vergangenen Jahr 39,8 Stunden pro Woche – und damit eine knappe Stunde weniger als im Vergleichsjahr 2011 (damals fielen im Schnitt noch 40,7 Stunden an).
Beschäftigte in Teilzeit arbeiten länger
Wie das Statistische Bundesamt auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus weiter mitteilte, hat die geleistete Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten hingegen zugenommen, wie es in der Mitteilung heißt: Sie arbeiteten im Jahr 2023 durchschnittlich 21,2 Wochenstunden und damit drei Stunden mehr als 2011 (mit damals 18,2 Stunden). Wegen dieser gegenläufigen Entwicklung habe sich die von allen abhängig Beschäftigten im Schnitt geleistete Wochenarbeitszeit im selben Zeitraum wenig verändert: Sie ging von 34,6 Stunden im Jahr 2011 auf 34,1 Stunden im Jahr 2023 zurück, so die Statistiker.
In dem beobachteten Zeitraum ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten mit einer Zunahme um 30,1 Prozent deutlich schneller gestiegen als die der Vollzeit-Jobber (+8,7 Prozent), wie dpa anlässlich der vorgestellten Zahlen des Statistischen Bundesamts darüber hinaus berichtete. Die Teilzeitquote wuchs demzufolge so auf 30,9 Prozent.
Hälfte der erwerbstätigen Frauen arbeitet in Vollzeit
Während bei den Männern nur ein kleiner Teil einem Teilzeitjob nachgeht, waren Teilzeit und Vollzeit bei den erwerbstätigen Frauen mit jeweils gut 9,4 Millionen Menschen fast gleichmäßig verteilt, heißt es weiter im Bericht der dpa.
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