Viele leiden unter Druck und stressigen Situationen am Arbeitsplatz. Wie kann man Stress vorbeugen und den Alltag ein wenig leichter gestalten?
Deadlines, wachsende Digitalisierung und lange Arbeitswege: Arbeitnehmer werden in der heutigen Arbeitswelt mit vielen Veränderungen konfrontiert. Ein gesunder Umgang mit stressigen Phasen ist daher umso wichtiger.
Dauerhafter Stress kann nicht nur die Psyche belasten. Treten Anspannung und Unruhe in stressigen Phasen über längere Zeit auf, kann sich dies auch auf den Körper auswirken. Schlechter Schlaf, Angst vor der Arbeit und Überforderung sind deutliche Zeichen, dass ein Arbeitnehmer mehr Stress hat, als ihm guttut, wie der Facharzt und Direktor der Privatklinik Eschweiler für Psychotherapie Andreas Hagemann im Interview mit der Zeit erklärt.
Weniger Stress im Job: Wie kann es gelingen?
Wer sich gestresst gefühlt, sollte zunächst herausfinden, welche Faktoren zu diesem Gefühl beitragen. Neben Zeitdruck kann auch die Arbeitsweise der Kollegen, eine zu geringe Bezahlung oder Leistungsdruck eine Rolle spielen. Auch wenn es vielen Arbeitnehmern nur schwerfällt, sollten sie bei zu viel Druck zunächst das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen. Bei zu starker Belastung können eine neue Aufgabenverteilung gefunden und der betroffene Kollege entlastet werden.
Um sich die Arbeit angenehmer zu gestalten, sollte man, soweit möglich, auch seinen Alltag entsprechend anpassen. Ein paar Vorkehrungen können dabei helfen, Überforderung zu vermeiden und helfen auch in stressigen Zeiten:
Richtig erholen: Regelmäßige Pausen helfen, die eigenen Ressourcen wieder aufzuladen. Ruhezeiten nach der Arbeit sind laut dem Online-Magazin Utopia.de wichtig, um Überbelastung zu vermeiden. Auch der Ausgleich in der Freizeit ist wichtig, dazu zählt unter anderem, dass man sich ausreichend Zeit für Freunde nimmt oder einem Hobby nachgeht.
Ressourcen stärken: Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga oder Atemübungen helfen, Stress zu lösen. Zum Stressabbau besonders gut geeignet sind laut der Krankenkasse AOK zudem Ausdauersportarten wie das Joggen, das Schwimmen oder das Radfahren.
Das eigene Zeitmanagement verbessern: Aufgaben und die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen, kann ebenfalls dabei helfen, Stress zu vermeiden. Viele Arbeitnehmer setzen sich am Arbeitsplatz unrealistische Ziele, was wiederum zu erhöhtem Druck führt. Um diesen zu reduzieren, hilft es auch, Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen oder um Hilfe zu bitten.
Digitalen Stress versuchen zu mindern: In Zeiten von E-Mails, Video-Chats und Smartphones ist es manchmal gar nicht so einfach, sich auf eine bestimmte Aufgabe zu fokussieren. Räumen Sie sich für einzelne Aufgaben jedoch die Zeit ein, die Sie dafür wirklich benötigen. Lässt man sich dagegen ständig ablenken, kann auch das zu führen, dass man sich überfordert fühlt.