Umstellung auf die Sommerzeit: Wie Sie Müdigkeit im Job vorbeugen
VonAnne Hund
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Wenn die Uhren eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt werden, fällt das Aufstehen in den Tagen danach oft besonders schwer.
Draußen wird es langsam wieder wärmer, und die Natur blüht auf. Manche fühlen sich im Frühjahr allerdings müde und abgeschlagen, worunter auch die Arbeit leiden kann. Das kann gerade auch der Zeitumstellung geschuldet sein, die in diesem Jahr in der Nacht vom 30. auf den 31. März stattfindet. Dabei werden die Uhren um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. Das fühlt sich für viele Beschäftigte so an, als würde ihnen eine Stunde ihres wertvollen Schlafes geraubt.
Zeitumstellung kann Biorhythmus aus der Balance bringen
„Eine Frühjahrsmüdigkeit gibt es so nicht“, sagte Prof. Helmut Schatz, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wohl aber könne es infolge der Zeitumstellung – ähnlich einem Jetlag – zu einer erhöhten Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen, die aber nur wenige Tage anhalten sollte. „Im Zusammenhang mit der Zeitumstellung ändert sich die Ausschüttung des Melatonins im Körper“, schildert der Experte in dem Bericht. Also das Hormon, welches den Schlaf-Wach-Rhythmus entscheidend steuert.
Die Zeitumstellung kann den Biorhythmus aus der Balance bringen. Eine gesunde Lebensweise kann helfen. Schatz empfiehlt, wie es in dem Bericht der dpa unter anderem heißt, „ganz natürliche Lifestyle-Maßnahmen“, also Sport treiben, Spazierengehen oder Zeit in der Natur verbringen.
Zudem kann es vor der Zeitumstellung helfen, Tag für Tag eine Viertelstunde früher ins Bett zu gehen – sowie auch den Wecker ein wenig früher zu stellen. „So kann man sich langsam anpassen an die neue Zeit“, so die Schlafmedizinerin Prof. Kneginja Richter einem früheren Bericht der dpa zufolge.
Ein weiterer Tipp der Schlafmedizinerin lautet demnach: „Licht, Licht, Licht. Denn je mehr Licht wir tagsüber bekommen, desto mehr Energie verspüren wir und desto leichter können wir Probleme wie die Zeitumstellung bewältigen.“ Wer die Möglichkeit hat, kann am Feierabend bei Tageslicht noch eine Runde an der frischen Luft drehen.
Ein Schläfchen in der Mittagspause mag nach der Zeitumstellung besonders verlockend sein. Der Mittagsschlaf sollte jedoch nicht länger als 30 Minuten dauern, wie es heißt. Sonst ist man womöglich am Abend nicht müde genug, um rechtzeitig einschlafen zu können. Sinnvoll können vor dem Einschlafen zum Beispiel Entspannungsübungen sein. Zudem sollte man grelles Licht beim Einschlafen oder auch, wenn man nachts wach wird, vermeiden.
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