Unbewusste Manipulation?

Drei Psycho-Tricks vom Chef: Wie Sie manipuliert werden können

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Mit bestimmten Verhaltensweisen kann jeder Mensch andere beeinflussen. Besonders Führungskräfte setzen dies gezielt ein. Auf welche Psycho-Tricks Sie achten sollten.

Neben dem Gehalt und den Kollegen ist für viele auch der Chef ein wichtiger Faktor, der beeinflussen kann, ob man gerne oder ungern seiner Arbeit nachgeht. Ob Sie einen schlechten Chef haben, erkennen Sie an zehn Anzeichen. Können Sie sich als Arbeitnehmer in Ihrem Job nicht mehr entfalten, kann es sein, dass Sie den Job wechseln – oft ist die Führungskraft dabei das Zünglein an der Waage. Welche Indizien dafür sprechen, dass Sie von Ihrem Chef manipuliert werden.

Was bedeutet eigentliche Manipulation?

Mit bestimmten Verhaltensweisen können Chefs ihre Mitarbeiter manipulieren. (Symbolbild)

Den Begriff Manipulation kann man auf verschiedene Weise beleuchten, einerseits kann man Menschen beeinflussen, sich mehr zuzutrauen, andererseits aber auch eigensinnig manipulieren. „Manipulation heißt erst mal nur, dass wir jemanden dazu veranlassen, etwas zu tun, was er oder sie sonst nicht ohne Weiteres tun möchte“, sagt Rainer Sachse, emeritierter Professor für klinische Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum und Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie, gegenüber Zeit.de. Im beruflichen Kontext habe sich die Art der Manipulation verändert – früher sei diese laut gewesen, heute gehe man subtiler dabei vor, heißt es in dem Artikel.

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Manipulation durch den Chef – auf diese Psycho-Tricks sollten Sie achten

  1. Einschüchterung: Die Erfolge und die gute Arbeit, die Arbeitnehmer leisten, sieht der Chef nicht, stattdessen werden die Mitarbeiter kleingehalten. Auch die Androhung einer Kündigung kann vorkommen, informiert das Portal Arbeits-abc.de. Die Vorgesetzten versuchen so, die Arbeitnehmer zu mehr Leistung zu motivieren. Stattdessen wäre Lob und Anerkennung für viele Mitarbeiter besser. Sollten Ihre Erfolge heruntergespielt werden, sollten Sie Ihrem Chef offen widersprechen und Ihren Erfolg mit einem Beispiel benennen.
  2. Entzug der Anerkennung: Einige Chefs haben ihre Lieblinge, ohne die der Laden scheinbar nicht läuft. Wichtige Aufgaben gehen über den Schreibtisch des einen Arbeitnehmers und die nächste Beförderung steht vermutlich der Person zu. Das können sich einige Chefs zunutze machen, informiert das Portal Sicherheitsingenieur.nrw. Dem Angestellten können sie nämlich unliebsame Aufgaben aufhalsen und dieser wird sie vermutlich erledigen, aus Angst in der Gunst des Vorgesetzten wieder zu fallen. Sollte Ihnen das als Arbeitnehmer vermehrt auffallen, müssen Sie für sich einstehen, lernen Sie nein zu sagen.
  3. Harmoniebedürfnis: Das menschliche Gehirn hat ein Bedürfnis nach Harmonie und kommt mit Widersprüchen nicht wirklich klar. Ein Beispiel: Man tut einem Menschen einen Gefallen, weil man ihn mag. Aber gleichzeitig denkt das Gehirn, dass wenn man einem Menschen einen Gefallen tut, man diesen auch mögen muss. Das kann eine Spirale begünstigen, in der der Arbeitnehmer immer mehr Aufgaben übernimmt. Sollte dies einseitig bleiben und keinen Vorteil für den Arbeitnehmer bedeuten, sollten man auch hier lernen, Grenzen zu setzen.

Sollten Sie als Arbeitnehmer auf manipulatives Verhalten vom Chef aufmerksam werden, müssen Sie dieses kritisch hinterfragen. In den jeweiligen Situationen sollten Sie allerdings ruhig bleiben und das Gespräch suchen, empfiehlt das Portal Rexx-Systems.com. Bleiben Sie sachlich und senden Sie Ich-Botschaften, dann hat es Ihr Gegenüber schwerer, mit der Manipulation fortzufahren.

Rubriklistenbild: © FotoBuehl/Imago

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