VonMarco Blanco Uclesschließen
Gehaltsverhandlungen erfordern eine gehörige Portion Mut und Geschick. Eine gute Vorbereitung spielt dabei eine große Rolle.
Sie haben gerade ein großes Projekt erfolgreich abgeschlossen oder haben nach einer gewissen Zeit im Unternehmen das Gefühl, dass Ihre Arbeit mit einem besseren Gehalt belohnt werden sollte? Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen sollten, um die Situation zu besprechen und Ihre Wünsche zu äußern. Klingt einfach, erfordert jedoch gewisse Überwindungskraft sowie eine gute Vorbereitung. Mit fünf einfachen Tricks erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine bessere Bezahlung.
1. Richtigen Zeitpunkt wählen
Das Unternehmen befindet sich in einer wirtschaftlichen Schieflage, die Stimmung im Büro ist unterdurchschnittlich? Kein guter Zeitpunkt, um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Auch Ihre persönliche Situation spielt dabei natürlich eine Rolle. Eine Unterhaltung über Ihren Lohn bietet sich laut Focus.de beispielsweise an, wenn Sie in letzter Zeit tatkräftig an einem Projekt mitgewirkt haben, welches erfolgreich abgeschlossen wurde.
2. Gute Vorbereitung ist entscheidend
Unvorbereitet in eine Gehaltsverhandlung zu gehen, wirkt wenig professionell und ist selten von Erfolg gekrönt. Neben den branchenüblichen Gehaltsstrukturen sollten Sie sich auch präzise Argumente im Vorfeld zurechtlegen, wieso Sie eine Lohnerhöhung verdient haben. Wichtig dabei: Tragen Sie Ihre Beweggründe selbstbewusst vor, ohne dabei überheblich zu werden. Wenn Sie Ihre Leistungen aus der Vergangenheit vortragen, sollten Sie diese auch immer mit konkreten Beispielen belegen können.
3. Realistische Forderungen stellen
Auch wenn Sie sich keinesfalls unter Wert verkaufen sollen: Stellen Sie unter keinen Umständen völlig unrealistische Forderungen, die weit über die durchschnittlichen Gehälter in Ihrer Branche hinausgehen. Informieren Sie sich im Vorfeld ausgiebig über realistische Gehaltsforderungen in Ihrem Beruf und Ihrer Position im Unternehmen. Stepstone empfiehlt: „Setzen Sie einen etwas höheren Betrag – drei bis fünf Prozent über dem eigentlichen Gehaltswunsch – an. Ihre Führungskraft wird wahrscheinlich ohnehin versuchen, den von Ihnen genannten Betrag zu drücken.“ Allerdings sollten Sie auch dabei im Rahmen bleiben.
4. Auf Gegenargumente vorbereiten
In den seltensten Fällen wird Ihr Vorgesetzter einer Lohnerhöhung sofort zustimmen. Stattdessen wird Ihr Chef Gegenargumente auf den Tisch legen, auf die Sie vorbereitet sein sollten. Das Argument, dass die Kassen des Unternehmens leer seien, können Sie leicht mit einem vorherigen Blick in die Unternehmensbilanz, die bei den meisten Firmen öffentlich einsehbar ist, entkräften. Ein weiteres Beispiel: Fragt Sie Ihr Chef, warum ausgerechnet Sie eine Lohnerhöhung verdient hätten, müssen Sie ihm Ihre zuvor gesammelten Leistungen für das Unternehmen präsentieren.
5. Offen sein für Alternativ-Angebote
Lehnt Ihr Vorgesetzter den Gehaltswunsch ab, werden Sie zunächst einmal enttäuscht sein, was nur allzu verständlich ist. Allerdings müssen Sie auch in einer solchen Situation zwingend respektvoll bleiben und Emotionen vermeiden. Häufig gibt es neben der direkten Gehaltserhöhung noch andere Möglichkeiten, erklärt Stepstone: „Wenn eine direkte Gehaltserhöhung nicht möglich ist, erwägen Sie alternative Formen der Vergütung, wie Boni, Zusatzleistungen oder mehr Urlaubstage.“ Häufig kann man sich letztendlich zumindest darauf verständigen, da das Unternehmen nicht riskieren möchte, Sie zu verlieren.
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