Tabus in der Bewerbung: 6 Patzer, die Personalverantwortliche nicht verzeihen
VonSabrina Reisinger
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Eine überzeugende Bewerbung öffnet die Tür zum Vorstellungsgespräch. Diese sechs Stolpersteine sollten Sie jedoch unbedingt umgehen.
Der erste Eindruck zählt – auch bei der Bewerbung. Um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten, sollten die Unterlagen so überzeugend wie möglich sein. Doch das ist gar nicht so einfach. Bewerber müssen eine Vielzahl an Details beachten, um einen positiven Gesamteindruck zu hinterlassen. Schon kleine Fehler können dafür sorgen, dass die Bewerbung aussortiert wird. Das wäre natürlich sehr schade, da der Prozess sehr zeitaufwändig ist.
Fehler bei der Bewerbung: 1. Fehlende Individualisierung
Viele Bewerber verwenden eine Standardvorlage für ihre Bewerbung, ohne den Text auf das jeweilige Unternehmen oder die ausgeschriebene Position zuzuschneiden. Personaler merken jedoch sofort, wenn das Anschreiben nur aus einem faden Mustertext besteht. Also: Lieber etwas mehr Zeit investieren und die Bewerbung entsprechend anpassen. Ansonsten entsteht der Eindruck, dass Ihnen die Stelle gar nicht so wichtig ist.
Das Job-Portal Karriere Mittelhessen rät davon ab, abgedroschene Phrasen wie „Ich bin teamfähig, belastbar und zuverlässig“ zu verwenden. Besser ist es, die genannten Charakterstärken mit konkreten Beispielen zu stützen. Allerdings auch nur, wenn sie für den Job relevant sind.
2. Kein Anschreiben
Inzwischen akzeptieren immer mehr Firmen Bewerbungen ohne Anschreiben. Das heißt aber nicht, dass diese irrelevant geworden sind. Laut Stefan Gerth, Geschäftsführer des Unternehmens „Die Bewerbungsschreiber“, spricht es sehr für Bewerber, wenn sie den Extra-Aufwand aufbringen. „Das zeigt, dass man sich Mühe gegeben hat und bereit ist, mehr zu leisten als andere Bewerber“, erklärt er im Interview mit Die Welt.
Schließlich schläft die Konkurrenz nicht: Personaler erhalten auf jede Stellenanzeige eine Vielzahl an Bewerbungen. „Sobald auch nur ein Mitbewerber besser ist, bekommt man den Job nicht“, warnt Gerth. Ein aussagekräftiges Anschreiben könne den entscheidenden Ausschlag geben.
3. Authentizität fehlt
Mit dem Anschreiben und Lebenslauf können Bewerber selbst bestimmen, wie sie sich gegenüber dem Unternehmen darstellen. „Bei einer Bewerbung machen Sie im Grunde nichts anderes, als sich selbst als Bestbesetzung für eine freie Stelle zu vermarkten“, heißt es auf Karrierebibel.de. Allerdings gibt es einen schmalen Grat zwischen Selbstvermarktung und Überheblichkeit.
Bewerber dürfen – und sollten – selbstbewusst über ihre Leistungen und Qualifikationen sprechen. Wer zwei Seiten lang nur Lobeshymnen über sich selbst singt, wird aber kaum bei Personalern punkten können. Tatsächlich schätzen es Recruiter, wenn Bewerber authentisch bleiben. Übertreibungen müssen also nicht sein. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre wahren Stärken und verbinden Sie diese mit den Anforderungen des Betriebs.
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Selbst die beste Bewerbung wirkt unprofessionell, wenn sie voller Tippfehler steckt. Deshalb: Unbedingt nochmal drüberlesen und von Freunden oder Familienmitgliedern gegenlesen lassen. Vermeiden Sie Schachtelsätze und nutzen Sie verständliche und prägnante Formulierungen. Eine saubere Grammatik und korrekte Interpunktion sollten selbstverständlich sein. Beliebte Fehler sind außerdem eine falsche Groß- und Kleinschreibung und Buchstabendreher (z.B. „Untrenehmen“ statt „Unternehmen“).
In einer Online-Befragung des Stellenportals Meinestadt.de gaben 54 Prozent der Personaler an, dass man mit Rechtschreibfehlern die Chancen auf einen Job verspielt. Es komme aber auch auf die Anzahl der Fehler und die jeweilige Stelle an.
5. Unvollständige Unterlagen
Wenn ein oder mehrere Anhänge fehlen, dann wird die Bewerbung oft sofort aussortiert. Personaler werden Bewerbern kaum hinterherrennen und sie darum bitten, die Unterlagen erneut zu senden. Wer wichtige Dokumente vergisst, wirkt alles andere als zuverlässig. Deshalb besser alles nochmal doppelt und dreifach checken, bevor Sie die Bewerbung abschicken. Achten Sie darauf, dass auch wirklich alle angeforderten Unterlagen aus der Stellenanzeige dabei sind.
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6. Übermäßiger Einsatz von KI
Mittlerweile ist Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde. Auch zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen werden die Tools gerne genutzt. Allerdings besteht das Risiko, dass Anschreiben und Lebenslauf dadurch viel zu generisch bleiben. Personaler können schnell erkennen, ob sich Bewerber wirklich mit der Firma und der Stelle beschäftigt haben oder nur eine ChatGPT-Vorlage benutzen. Grundsätzlich ist es in Ordnung, KI-Tools als Hilfsmittel zurate zu ziehen. Allerdings sollten sie sparsam verwendet werden.