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Chronologisch oder anti-chronologisch – mit welchen Extras Sie Ihren Lebenslauf von anderen abheben können. Was Sie unbedingt beachten sollten.
Die Jobsuche stagniert gerade und auf Ihre Bewerbungen bekommen Sie nicht die erhoffte Rückmeldung? Dann sollten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf Herz und Nieren prüfen. Beispielsweise sollte Ihre Bewerbung immer an jemanden adressiert sein, die unpersönliche Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ gilt es zu vermeiden. Auch Ihren Lebenslauf sollten Sie updaten und so gestalten, dass dieser sich von der Masse abhebt.
Was gilt es bei dem Lebenslauf zu beachten?
Das Wichtigste ist, dass es keine Universallösung für Lebensläufe gibt, die passend für alle Jobs ist. Sie sollten immer Ihre Zielbranche im Auge behalten – bewerben Sie sich bei einem konservativen Unternehmen, sieht die Gestaltung des Lebenslaufs anders aus, als bei einem Start-up, informiert Karrierebibel. Ein weiterer Faktor sind Sie als Person – passt die Darstellungsweise zu Ihnen? Mit folgenden Eigenschaften, erhöhen Sie die Chancen, dass Ihr Lebenslauf dem Personaler im Gedächtnis bleibt:
- Struktur und Prägnanz: Mehr ist mehr – das ist nicht immer die richtige Devise. Strukturieren Sie Ihren Lebenslauf und priorisieren Sie Ihre Qualifikationen und beruflichen Stationen. Maximal sollte der Lebenslauf zwei DIN A4 Seiten lang sein. Die wichtigsten Informationen sollten Sie so platzieren, dass diese sofort ins Auge fallen.
- Layout und Design: Lesefreundlichkeit ist das A und O – Bleiwüsten sollten Sie tunlichst vermeiden. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stationen schnell erfasst werden können. Hilfreich sind dabei eine gut lesbare Schriftart, pointierte farbliche Hervorhebungen oder Icons, die den Text auflockern, informiert das Karriereportal Stepstone. Beispielsweise Ihre eigenen Fähigkeiten können Sie anhand einer Skala einschätzen. Darstellen können Sie das beispielsweise mit einer Sterne-Vergabe. Wobei fünf Sterne das Expertenlevel ist und Grundkenntnisse einen Stern bekommen, informiert das Portal Job-guru.de.
- Kompetenz: Schauen Sie sich die Stellenanzeige an und achten Sie dabei auch auf die digitalen Anforderungen, die genannt werden. Haben Sie das Können, sollten Sie diese Qualifikation im Lebenslauf nennen.
- Schlüsselwörter: Wenn Sie schon dabei sind, den Lebenslauf mit der Stellenanzeige abzugleichen, achten Sie auf weitere Schlüsselwörter, die genannt werden. Diese sollten Sie wohldosiert im Lebenslauf verwenden. Oft scannen Unternehmen mit einem Tracking-Programm den Lebenslauf – da kann es passieren, dass Sie aussortiert werden.
Die Dosis macht das Gift – überladen Sie Ihren Lebenslauf nicht mit farbigen Elementen oder Grafiken, sondern setzen Sie die Elemente mit Bedacht ein, sodass Sie den Inhalt in Szene setzen. Durchgesetzt hat sich in der letzten Zeit der anti-chronologische Aufbau – dabei geben Sie die neuesten Stationen Ihrer Laufbahn an.
So geht es nicht im Lebenslauf: Fehler, die Sie vermeiden sollten
Folgende Fehler sollten Sie in Ihrem Lebenslauf vermeiden:
- Rechtschreib- und Grammatikfehler: Wie in der gesamten Bewerbung auch, fallen Sie mit dieser Art von Fehlern negativ auf.
- Unterschiedliche Schriftarten und Formatierungen: Eine klare Struktur fehlt, Informationen können dadurch leichter untergehen. Erleichtern Sie die Arbeit für die Personalverantwortlichen.
- Unvollständige Daten oder falsche Reihenfolge: Achten Sie bei allen Daten darauf, dass Sie keine Buchstaben oder Zahlendreher darin haben – kontrollieren sollen Sie auch Ihren Namen, Ihre Anschrift und weitere Kontaktdaten, informiert Indeed.de. Sollten Sie eine Vorlage verwenden, denken Sie unbedingt daran, die Platzhalter auszutauschen.
- Falsche Zeitangaben: Achten Sie darauf, dass Sie genaue Zeitangaben im Lebenslauf angeben. Eine Arbeitslosigkeit können Sie beispielsweise mit einer Phase der Umorientierung benennen. Vielleicht haben Sie die Zeit für Weiterbildungen genutzt, das sollten Sie thematisieren.
- Keine Individualisierung: Richten Sie Ihren Lebenslauf auf relevante Elemente der ausgeschriebenen Stelle aus. Diesen Teil können Sie dann etwas ausführlicher gestalten, als andere Stationen, die nicht zu der neuen Stelle passen.
- Uneindeutiger Dateiname oder falsches Dateiformat: Orientieren Sie sich nach den Anforderungen des Unternehmens und achten Sie darauf, dass Sie den Lebenslauf im richtigen Dateiformat abspeichern. Die Datei sollten Sie aussagekräftig benennen. Darin sollte Ihr Name, Lebenslauf und wenn möglich die Berufsbezeichnung vorkommen.
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