VonWolfgang Fischerschließen
Noch in diesem Monat beginnen die Abbrucharbeiten. OB Richard Arnold erwartet starke Belebung für den Platz.
Schwäbisch Gmünd
Noch in diesem Monat beginnen die Abbrucharbeiten, um das frühere Woha-Gebäude am Marktplatz wieder in den Anblick zurückzuverwandeln, den es vor gut 100 Jahren hatte. Architekt Thomas Sonnentag geht davon aus, dass die Arbeiten für diesen ersten Teil 15 bis 18 Monate dauern werden.
Bei einem Pressegespräch am Montag begrüßte Oberbürgermeister Richard Arnold die Bereitschaft der Eigentümer, viel Geld in dieses Projekt zu investieren, von dem er sich eine deutliche Belebung des Marktplatzes erwartet.
Bis zur Schließung 2008 war in diesem Gebäude sowie durch einen Zwischenbau verbunden in den Häusern Kornhausstraße 1 und Radgässle 6 das Kaufhaus Woha untergebracht. Dieser Zwischenbau, in dem früher der Woha-Seiteneingang war, wird abgerissen, erläuterte Sonnentag. So entsteht eine neue Gasse. Zum Marktplatz hin bleibt der Baukörper des früheren Nobelhotels „Gmünder Hof“ stehen und wird saniert. Der Eingang zum Erdgeschoss, in dem die Brauerei Dinkelacker eine Brauereigaststätte einrichtet, soll vom Marktplatz her kommen, erläutert der Architekt. In der durch den Abbruch entstehenden Gasse soll ein separater Eingang für die oberen Stockwerke entstehen. Im ersten Stock wird ein etwa 100 Quadratmeter großer Saal entstehen, der auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Ansonsten sollen in den oberen Geschossen Praxen und Büros entstehen, konkrete Nutzungen sind noch nicht bekannt.
Möglichst naturgetreu soll die Fassade zum Marktplatz hin wieder gestaltet werden. Vor den bodentiefen Fenstern des Saals sind französische Balkone vorgesehen. Sogar die Original-Buchstaben, mit denen das Hotel an der Fassade für sich geworben hatte, wurden im Gebäude wieder gefunden und sollen wieder angebracht werden.
Markus Herrmann, Leiter der Stadtmarketing GmbH, meint, dass diese Ostseite des Marktplatzes wegen der stärkeren Sonneneinstrahlung dort für gastronomische Zwecke von Vorteil sei.
Gerhard Hackner, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, informiert, dass das Land für dieses Vorhaben die Städtebauförderung für die Innenstadt um 1,6 Millionen aufgestockt habe. Trotzdem, so Wirtschaftsförderer Alexander Groll, bleibe noch ein stolzer Kostenanteil beim Eigentümer.
Die weiteren Schritte
Im ersten Schritt ist nur die Sanierung des früheren Hotelgebäudes enthalten. Sanierungsfähig wäre auch das Haus Kornhausstraße 1, das Gebäude am Radgässle eher nicht. Wann diese weiteren Schritte realisiert werden, sei noch offen. Geprüft werde derzeit auch noch, was mit dem Gebäude des früheren Mode-Woha an der Rinderbachergasse geschehen soll.
Wenn der Zwischenbau abgerissen ist, soll die Andienung der Baustelle großteils über einen dort anschließenden Hof geschehen, sagte Thomas Sonnentag. So könne der Marktplatz von Bauverkehr entlastet werden.
