Welterbestätten in Baden-Württemberg

Diese sieben UNESCO-Welterbestätten befinden sich in Baden-Württemberg

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Die UNESCO setzt sich für den Erhalt und die Anerkennung von kulturellen Stätten auf der Welt ein. BW24 zeigt die sieben UNESCO-Welterbestätten, die in Baden-Württemberg liegen.

Stuttgart - Regelmäßig nimmt die UNESCO Kulturstätten in die Liste des Welterbes auf, die anhand bestimmter Kriterien ausgewählt werden. Deutschland ist aktuell mit 52 Natur- und Kulturerbestätten auf der Liste vertreten, sieben davon befinden sich in Baden-Württemberg. BW24 listet sie auf.

Zisterzienserkloster Maulbronn

Das Zisterzienserkloster Maulbronn ist seit 20 Jahren ein UNESCO-Welkulturerbe.

Das Zisterzienserkloster in Maulbronn wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Im 12. Jahrhundert errichtet, gilt das Kloster als die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen. Ausschlaggebend für die Wahl zur Weltkulturerbestätte waren unter anderem die Authentizität des Klosters sowie dessen Lage und Erhaltung.

Klosterinsel Reichenau

Die Klosterinsel Reichenau war ein wichtiges Kultur- und Glaubenszentrum in Europa.

Der Heilige Pirmin gründete 724 auf der Insel das Kloster, das sich zu einem der wichtigsten kulturellen und religiösen Zentren in Europa entwickelte. Die Klosterinsel Reichenau umfasst drei romanische Kirchen und wurde im Jahr 2000 zur UNESCO-Welterbestätte gekürt. Die Bauten präsentieren eine Mischung aus karolingischer, ottonischer und salischer Architektur.

Obergermanisch-Raetischer Limes

Der Limes bildete zur Zeit des Römischen Reichs die militärische Grenze.

Der 550 Kilometer lange Obergermanisch-Raetische Limes gehört zu den größten archäologischen Denkmälern in Europa. Einst eine militärische Grenze, verläuft der Limes zwischen Rheinbrohl und Neustadt an der Donau durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg.

Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen

Prähistorische Pfahlbauten gewähren Einblicke in das Leben der früheren Bauern.

Auf den Spuren früherer Siedlungen: Die prähistorischen Pfahlbauten sind Relikte aus der Jungstein- und Bronzezeit und seit 2011 Welterbe. Ihre beeindruckende Erhaltung in den Seen und Mooren rund um die Alpen gewährt Besuchern Einblicke in den Alltag und in die Arbeit der damaligen Bauern.

Le Corbusier-Häuser

Welterbe direkt in Stuttgart: Le Corbusier-Häuser.

Direkt in Stuttgart gibt es ebenfalls eine Weltkulturerbestätte: In der Weißenhofsiedlung befinden sich die beiden Häuser des Architekten Le Corbusier, die 1927 im Rahmen der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ entworfen wurden. Bis heute als umstritten gesehen, gilt Le Corbusier als Pionier der Architekturgeschichte. Seine beiden Häuser stellen Prototypen zum standardisierten Wohnungsbau dar.

Höhlen und Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb

Die Höhlenkunst im Achtal und Lonetal auf der Schwäbischen Alb wurde 2017 UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Höhlen auf der Schwäbischen Alb wurden 2017 in die Welterbeliste aufgenommen. In den Tälern von Ach und Lone sind die weltweit bislang ältesten mobilen Kunstobjekte sowie die frühesten Musikinstrumente entdeckt worden. Gefundene Figürchen, die eiszeitliche Tiere wie Mammuts und Höhlenlöwen sowie Mensch-Tier-Mischwesen darstellen, sind aus Mammutelfenbein geschnitzt.

Great Spas of Europe – Baden-Baden

Baden-Baden ist eines von elf „Great Spas of Europe“.

2021 hat die UNESCO die Stadt Baden-Baden in die Gruppe der „Great Spas of Europe“ aufgenommen. Die Gruppe widmet sich der Bedeutung der europäischen Kurtradition, die bis in die Antike reicht. Als eine von elf bedeutsamen Kurstädten in Europa zeichnet sich Baden-Baden zudem durch ihre historische Altstadt aus.

Rubriklistenbild: © IMAGO/imageBROKER/Val Thoermer

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