Das Bundesland Baden-Württemberg bietet viele qualifizierte Arbeitsplätze, hat eine niedrige Arbeitslosenquote und Unternehmen, die hohen Umsatz generieren.
Stuttgart – Baden-Württemberg gehört zu den stärksten Standorten der Wirtschaft in Deutschland und Europa. Das Bundesland im Südwesten der Republik bietet vielen Unternehmensformen ideale Bedingungen, um Arbeitsplätze mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen. Internationale Großkonzerne fühlen sich hier ebenso heimisch wie Familienunternehmen und innovative Start-ups. Auch haben hier zahlreiche sogenannte Hidden Champions ihren Sitz. Dabei handelt es sich um außerhalb ihrer Branche recht unbekannte Unternehmen, die in ihrem Segment allerdings zur Weltspitze gehören.
Wirtschaft in Baden-Württemberg: Die zehn größten Unternehmen im Bundesland
Die Wirtschaft in Baden-Württemberg ist stark. Die Top Ten der größten Unternehmen mit den meisten Mitarbeitern sehen wie folgt aus:
| Platz | Unternehmen | Arbeitsplätze (weltweit) | Umsatz in Mrd. Euro | Stand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Schwarz-Gruppe (u. a. Lidl, Kaufland) | 575.000 | 172,2 (prognostiziert) | 2023 |
| 2 | Robert Bosch GmbH | 429.400 | 91,6 | 2023 |
| 3 | ZF Friedrichshafen AG | 168.738 | 46,6 | 2023 |
| 4 | Mercedes-Benz Group AG | 166.000 | 153,2 | 2023 |
| 5 | SAP SE | 107.602 | 31,2 | 2023 |
| 6 | Daimler Truck AG | 104.416 | 55,9 | 2023 |
| 7 | Würth-Gruppe | 87.047 | 20.38 | 2023 |
| 8 | dm-Drogerie markt GmbH + Co. KG | 79.745 | 15,9 | 2023 |
| 9 | Mahle GmbH | 72.500 | 12,8 | 2023 |
| 10 | Freudenberg KG | 52.241 | 11,9 | 2023 |
Wirtschaft in Baden-Württemberg: Globale Konzerne und viele Familienunternehmen
Neben den global agierenden Großkonzernen sind auch die zahlreichen Familienunternehmen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg charakteristisch. Dazu zählen mit der Schwarz-Gruppe, Bosch, Würth, Mahle und der Freudenberg Gruppe auch Konzerne, die zu den größten des Bundeslandes zählen. Zudem haben in Baden-Württemberg aber auch kleinere familiengeführte Unternehmen ihren Sitz, die regional oder sogar global bekannt sind. Dazu zählen beispielsweise der Technologiekonzern Carl Zeiss AG aus Oberkochen, der Automobilzulieferer Eberspächer aus Esslingen, der Motorsägen-Weltmarktführer Stihl aus Waiblingen oder auch der Reinigungsgerätehersteller Kärcher aus Winnenden oder auch der Technologiekonzern Voith aus Heidenheim an der Brenz.
Die zehn größten Unternehmen aus Baden-Württemberg




Weitere wichtige Unternehmen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg sind der Modekonzern Hugo Boss aus Metzingen, der Waffenhersteller Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar.
Baden-Württemberg: Von der landwirtschaftlich geprägten Region zur Industriehochburg
In Baden-Württemberg haben viele bekannte Unternehmen und einige international führende Mittelständler ihren Sitz. Die erfolgreiche Wirtschaft hat in diesem Bundesland eine lange Geschichte. Dabei startete die Region spät in die Industrialisierung. Baden-Württemberg war lange eine arme, landwirtschaftlich geprägte Region. Die Industrie kam hier nur langsam in Schwung. Die Verantwortlichen und die Bevölkerung lehnten große Fabriken ab, dazu fehlte es an Energieträgern wie Kohle.
Doch bereits damals zeigten sich die Bewohner der Gegend als Tüftler und hielten den durch das damalige Erbrecht mit jeder Generation kleineren Feldern, der wachsenden Bevölkerung und dem Hunger Erfindungsgeist entgegen. Als Antrieb für große Maschinen diente im 19. Jahrhundert Wasserkraft und die Einwohner schmuggelten Maschinen zur Textilherstellung ins Land. Später lieferten Dampfmaschinen und Elektrizität die nötige Energie.
Heute gehört Baden-Württemberg zu den am stärksten industrialisierten Regionen Deutschlands und Europas und die Wirtschaft ist stark aufgestellt. Entsprechend hoch fallen die Umsätze der Unternehmen aus und hoch qualifiziert sind die Arbeitsplätze. In den Regionen Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen überschreitet das BIP pro Kopf den Durchschnitt der EU um 25 Prozent, damit haben diese Regierungsbezirke mit die höchste Wirtschaftskraft Europas.
Wirtschaft in Baden-Württemberg: Immer noch ein Land der Tüftler
Die starke Wirtschaft in Baden-Württemberg liegt auch in der großen Innovationskraft der Region begründet. Ganze 4,9 Prozent des BIP fließen in Forschung und Entwicklung, mehr investiert keine Gegend Europas in den Fortschritt. Im Verhältnis zur Einwohnerdichte werden in diesem Bundesland die meisten Patente angemeldet. In Kombination mit hervorragenden Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen (z. B. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Stuttgart) ist zu erwarten, dass die Wirtschaft in Baden-Württemberg weiter wächst und gedeiht.
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