Beleuchtung zur Weihnacht bleibt

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Stadt Gmünd hält an Weihnachtsbaum, Konturenbeleuchtung und Weihnachtsmarkt fest.
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Stadt Gmünd hält an Weihnachtsbaum, Konturenbeleuchtung und Weihnachtsmarkt fest. OB: kein Symbolsparen.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt Gmünd hält an der Weihnachtsbeleuchtung fest. Dies sagte Oberbürgermeister Richard Arnold am Dienstag auf GT-Anfrage. Am Montag hatte die Deutsche Umwelthilfe Städte und Gemeinden aufgefordert, auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. Die Konturenbeleuchtung in der Innenstadt und auch die Lichter des Weihnachtsbaumes seien auf LED umgestellt und damit inzwischen weitaus sparsamer, sagte der OB. Er nannte Zahlen: Die Konturenbeleuchtung koste 5684 Euro brutto, die Beleuchtung des Baumes 2110 Euro brutto. Beim Energiesparen müsse man überlegen, wie man spare. Drei Grad bei der Wassertemperatur im Hallenbad einzusparen und Gebäude auf maximal 19 Grad zu beheizen, bringe bedeutend mehr als der Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung. Diese solle auch aus anderen Gründen bleiben, sagte Arnold. „Es geht um die Attraktivität der Stadt“, sagte der Oberbürgermeister. Er denkt dabei an den Einzelhandel und die Gastronomie. Diese hätten drei schwierige Jahre gehabt. Auch das Frühjahr sei nicht verlaufen wie erhofft. Ja, es sei sinnvoll, Energie zu sparen, sagte der OB. Allerdings „mit gesundem Menschenverstand und Augenmaß“ und nicht um der Symbolik willen. So wenig wie Schwäbisch Gmünd verzichten die Städte Aalen und Ellwangen auf Weihnachtsbeleuchtung. Aalen hat eine Liste mit Energiesparmaßnahmen erstellt, die Weihnachtsbeleuchtung gehört nicht dazu. Ellwangen setzt auf ein Stück Normalität in diesen Zeiten.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte auch vorgeschlagen, dass es in jeder Stadt oder Gemeinde nur ein beleuchteten Weihnachtsbaum geben soll. Darüber werde die Stadtverwaltung sich mit den Ortsvorstehern abstimmen, sagte der Oberbürgermeister. Bislang habe jeder der elf Gmünder Stadtteile einen eigenen Weihnachtsbaum gehabt.

Sicher ist für Arnold, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden wird. Darüber habe er am Dienstag auch mit dem früheren Schorndorfer und jetzigen Esslinger Oberbürgermeister Matthias Klopfer gesprochen. Auch Esslingen halte an seinem - weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten - mittelalterlichen Weihnachtsmarkt fest. Der Weihnachtsmarkt steigere die Attraktivität und bringe die Menschen in die Stadt, sagte Arnold. Es werde Beleuchtung geben, aber eben weniger, fasste der OB zusammen. Michael Länge

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