Bierkonsum

Auch Traditionsbetriebe betroffen – Brauereien-Sterben im Südwesten hält an

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Die Zahl der Brauereien in Deutschland sinkt und der Rückgang trifft auch den Südwesten Deutschlands. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kämpfen Brauereien mit Herausforderungen.

Die Zahl der Brauereien in Deutschland sinkt. Besonders im Südwesten, in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, zeigt sich dieser Trend. Während die Zahl der Brauereien bundesweit in den letzten fünf Jahren auf 1.459 gesunken ist, sind auch die beiden südwestlichen Bundesländer von diesem Rückgang betroffen. In Baden-Württemberg gab es 2024 noch 203 Braustätten, während in Rheinland-Pfalz in 75 Betrieben Bier gebraut wurde.

Die Zahl der Braustätten in Deutschland nimmt ab – auch Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind davon betroffen und verzeichnen Rückgänge. (Symbolbild)

Rückgang der Brauereien in Baden-Württemberg: Trend zum alkoholfreien Bier setzt sich for

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Brauereien von 214 im Jahr 2022 auf 203 gesunken. Trotz des Rückgangs ist die Abnahme hier weniger dramatisch als in anderen Bundesländern. Dennoch bleibt zu verzeichnen, dass der Rückgang sowohl neue als auch alte Familienbetriebe betrifft.

Der Trend geht zum alkoholfreien Bier, jede Brauerei im Südwesten braut im Durchschnitt mehr als zehn Biersorten, wie SÜDWEST24 berichtet. Im Südwesten sind nicht nur Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg betroffen, auch diese Traditions-Brauerei aus dem Saarland musste 2024 nach 322 Jahren Insolvenz anmelden.

BH, Fahrrad, Fliegenklatsche – 13 weltberühmte Erfindungen aus Baden-Württemberg

Der 81-jährige Carl Benz 1925 auf seinem 1886 entwickelten Motorwagen.
Beginnen wir mit einem Klassiker: Geburtsort des Automobils ist bekanntermaßen die Quadratestadt Mannheim. Im Jahr 1886 meldet Carl Benz (1844-1929) hier seinen „Motorwagen Nummer 1“, den ersten praxistauglichen Kraftwagen mit Verbrennungsmotor weltweit, zum Patent an. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1925 sehen wir den damals 81-jährigen Benz auf seinem ersten Auto sitzend, das übrigens…  © gemeinfrei
Ein Nachbau von Carl Benz‘ „Patent-Motorwagen Nummer 1“ im Technikmuseum Sinsheim.
…ein Dreirad war (hier ein Nachbau im Technikmuseum Sinsheim). Mit seiner epochalen Erfindung kommt Benz Gottlieb Daimler nur knapp zuvor, der wenig später gemeinsam mit Wilhelm Maybach in Stuttgart (bekanntlich auch Baden-Württemberg) das erste vierrädrige Auto mit Ottomotor entwickelt. So weit, so vertraut. Unsere nächste Erfindung aber bringen Sie mit Sicherheit nicht mit Baden-Württemberg in Verbindung. Noch nicht. Wir wechseln das Feld, im wahrsten Sinne, und starten mit… © Eagle2308/Pond5 Images/IMAGO
Schiedsrichter Rudolf Kreitlein zeigt ein Foto aus dem Viertelfinalspiel England gegen Argentinien während der Fußball-Weltmeisterschaft 1966.
…einem Bild im Bild. Dieser sympathische ältere Herr hier präsentiert uns, nun ja, ein Foto. Besagtes Foto ist zum Zeitpunkt der Aufnahme (das war 2006) stolze 40 Jahre alt und zeigt ihn in seiner aktiven Zeit als Fußballschiedsrichter. Genauer gesagt schreiben wir den 23. Juli 1966 und befinden uns im Londoner Wembley-Stadion. Der Mann heißt Rudolf Kreitlein (1919-2012), ist zwar gebürtiger Franke, aber in Stuttgart beheimatet. © Herbert Rudel/Sportfoto Rudel/IMAGO
Schiedsrichter Rudolf Kreitlein zeigt ein Foto aus dem Viertelfinalspiel England gegen Argentinien während der Fußball-Weltmeisterschaft 1966.
Gehen wir mal näher ran: Kreitlein nimmt 1966 als deutscher Schiedsrichter an der Fußball-Weltmeisterschaft teil und pfeift unter anderem das Viertelfinalspiel zwischen Gastgeber England und Argentinien. Unser Foto zeigt den Moment, in dem er den argentinischen Kapitän Antonio Rattín vom Platz stellt. Nur: Weil Kreitlein kein Spanisch spricht und Rattín kein Deutsch, gestaltet sich die Kommunikation schwierig. Die heute gebräuchlichen Karten für einen Feldverweis gibt es seinerzeit im Fußball noch nicht… © Herbert Rudel/Sportfoto Rudel/IMAGO
Gelbe und Rote Karte in Nahaufnahme
…und an dieser Stelle sind wir bei Kreitleins wegweisender Idee angekommen. Nach dem Spiel unterbreitet er dem Fußballweltverband FIFA seinen Vorschlag von Gelben und Roten Karten als Mittel der internationalen – und eindeutigen – Verständigung. Der Rest ist Geschichte. Übrigens genauso wie der weitere WM-Verlauf: England sollte das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden, das Finale erreichen und sich dort gegen Deutschland mit dem legendären „Wembley-Tor“ zum Weltmeister krönen. Tatsächlich war Rudolf Kreitlein ursprünglich sogar als Final-Schiedsrichter vorgesehen, blieb wegen der Beteiligung der deutschen Auswahl schlussendlich aber außen vor. Stattdessen pfiff der Schweizer Gottfried Dienst – und erlangte mit dem gegebenen Tor, das bekanntlich keines war, fragwürdigen Ruhm. © Peter Hartenfelser/IMAGO
Eine junge Frau in Unterwäsche.
Hoppla, da ist uns jetzt was dazwischengerutscht, peinlich… Nein, Spaß beiseite, das hat hier schon alles seine Richtigkeit. Richten Sie Ihr Augenmerk auf die (wenigen) Kleidungsstücke, die die junge Dame auf dem Foto trägt. Dürfte nicht allzu schwerfallen. Eines davon nämlich ist – Sie ahnen es – eine im wahrsten Sinne waschechte baden-württembergische Erfindung. Wir schreiben das Jahr 1912, als sich der Stuttgarter Textilunternehmer Sigmund Lindauer den ersten… © nightunter/Pond5 Images/IMAGO
Ein beigefarbener Büstenhalter aus den 1920er Jahren liegt ausgebreitet auf hellem Untergrund.
…seriell gefertigten BH patentieren lässt. Die große Besonderheit an „Hautana“, so der Name der über viele Jahre produzierten Linie, ist der einfach zu handhabende Rückenverschluss. Seinerzeit eine echte Neuerung, war Frau bis dahin doch hauptsächlich eher aufwändig zu knüpfende Korsagen gewohnt – die Lindauer übrigens auch vertrieb. Um der Wahrheit noch die Ehre zu geben: Auf unserem Foto ist kein originaler „Hautana“ zu sehen, aber ein ähnliches, nur wenige Jahre jüngeres französisches Modell. © Artokoloro/IMAGO
Dario Fontanella 2019 beim Zubereiten von Spaghetti-Eis in seinem Eiscafé „Intermezzo“ in Mannheim.
Nein, wir befinden uns nicht in Schwaben, der Mann ist kein Koch und er presst auch keine Spätzle. Mal davon abgesehen, dass im Schwäbischen vermutlich geteert und gefedert würde, wer Spätzle presst, statt sie zu schaben, entstand dieses Bild im badischen Mannheim. Wir sehen Dario Fontanella (*1952) bei der Arbeit in seiner Eisdiele, wo er im Jahr 1969… © Thomas Lohnes/epd/IMAGO
Dario Fontanella präsentiert 2019 einen Teller mit Spaghetti-Eis in seinem Eiscafé „Intermezzo“ in Mannheim
…das Spaghetti-Eis erfand. Die Idee kommt dem gebürtigen Mannheimer in Italien, der Heimat seines Vaters, wo er im Skiurlaub die Nachspeise „Mont Blanc“ probiert. Dafür wird Esskastanienpüree durch eine Kartoffelpresse gedrückt und mit Puderzucker überzogen. Das testet der damals gerade 17-Jährige kurzerhand während der Osterferien in der Eisdiele seines Vaters in der Quadratestadt – nur eben mit Vanilleeis und Erdbeersauce. © Thomas Lohnes/epd/IMAGO
Jungfernflug des Luftschiffs LZ1, des Prototyps des Zeppelins, über dem Bodensee bei Friedrichshafen am 2. Juli 1900.
Aus historischer Sicht eine sehr besondere Aufnahme: Wir beobachten den Jungfernflug des Luftschiffs „LZ 1“ am 2. Juli des Jahres 1900 über dem Bodensee bei Friedrichshafen. „LZ 1“ war der Prototyp der sogenannten „Starrluftschiffe“ – und ja, die waren so sperrig, wie ihr Name klingt. Und sie waren benannt nach ihrem Erfinder. Die Abkürzung „LZ“ nämlich steht für…  © Bridgeman Images/IMAGO
Schwarz-weiß-Aufnahme von Ferdinand Graf von Zeppelin (1838-1917) an einem Schreibtisch sitzend.
…„Luftschiff Zeppelin“. Der Name des in Konstanz geborenen Ferdinand Graf von Zeppelin (1838-1917) steht heute synonym für Luftschiffe. Dem „LZ 1“ sollten noch viele weitere folgen, das erfolgreichste, das „LZ 127 Graf Zeppelin“, ermöglicht ab 1928 die ersten transatlantischen Passagierflüge – noch bevor das mit Flugzeugen möglich war. Unser Foto zeigt Zeppelin in gehobenerem Alter großväterlich-milde von seinem Erfinder-Schreibtische aufblickend. © GRANGER Historical Picture Archive/IMAGO
Zeichnung der ersten Fliegenklatsche aus der Offenlegungsschrift CH 324403A des Deutschen Patent- und Markenamtes.
Zugegeben, die Abbildung sieht auf den ersten Blick ein bisschen verwirrend aus. Auf den zweiten wird aber schnell klar, was hier dargestellt ist. Richtig, eine einfache Fliegenklatsche. Kennt jeder, ist simpel – aber überaus praktisch. Und auch sie stammt aus Baden-Württemberg: Ihr Erfinder ist der Stuttgarter Unternehmer Erich Schumm (1907-1979). Das „Schumm Plastic-Werk“ stellt in den 1950er- und 1960er-Jahren Kunststoffprodukte für Haus und Garten her. Und heraus ragt die Erfindung der Fliegenklatsche im Jahr 1953. Das Bild zeigt übrigens die Original-Zeichnung der allerallerallerersten Fliegenklatsche, wie sie in den Akten des Deutschen Patent- und Markenamts hinterlegt ist. © Gemeinfrei nach § 5 Abs. 1 UrhG
Erfinder und Unternehmer Artur Fischer.
Hier ein echter Macher, ein Schwarzwälder Unikum – und Held aller Heimwerker, könnte man sicher sagen. Und seine bekannteste Erfindung ist im Bild sogar schon ganz dezent „versteckt“. Sehen Sie's? Schauen wir mal genauer hin: © Uli Deck/dpa
Erfinder und Unternehmer Artur Fischer hält eine Hand voll von ihm entwickelter Fischer-Dübel.
1958 bringt Artur Fischer (1919-2016) den nach ihm benannten Fischer-Dübel auf den Markt. Der gebürtige Tumlinger (das liegt im Landkreis Freudenstadt) gehört zu den vielleicht produktivsten Erfindern seiner Zeit. Neben dem Dübel ist auch das beliebte Baukastensystem fischertechnik sein Werk. Und ein Blitzlichtgerät für Fotoapparate. Und ein Getränkehalter. Und ein rutschsicherer Eierbecher. Über 1.000 Patente und sogenannte Gebrauchsmusteranmeldungen tragen allein in Deutschland seinen Namen. Im Jahr 2014 wird Fischer, wie wir finden völlig zurecht, mit dem Europäischen Erfinderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Schwer zu toppen, aber weiter im Text, jetzt kommt was für Filmliebhaber: © Uli Deck/dpa
Carl Laemmle am Set des 1923 in Hollywood entstandenen Films „Der Glöckner von Notre Dame“
Der besseren Übersicht halber haben wir diese vier Herren eigens für Sie, liebe Leser, der Größe nach sortiert…*hüstel* Die Aufnahme führt uns ans Set des 1923 in Los Angeles entstandenen Films „Der Glöckner von Notre Dame“. Das hat jetzt noch nicht direkt etwas mit Baden-Württemberg zu tun, der Zusammenhang wird aber deutlich, wenn wir Sie mit dem zweiten Herrn von rechts bekanntmachen. Dem zweitkleinsten also. Oder drittgrößten. Wie auch immer, gestatten, Carl Laemmle. Nie gehört? Laemmle (1867-1939) stammt aus Laupheim im oberschwäbischen Landkreis Biberach. Im zarten Alter von 17 Jahren wandert er in die USA aus, gründet dort die… © Everett Collection/IMAGO
Der Hollywood-Schriftzug in den Hollywood Hills in Los Angeles.
…Universal Film Manufacturing Company (heute die berühmten Universal Pictures) und wird so quasi zum Urvater Hollywoods und der US-Filmindustrie. Okay, streng genommen vielleicht keine „Erfindung“ im eigentlichen Sinne, aber auf alle Fälle ein interessanter Fun Fact für die nächste Gartenparty. Und Filme sind immer ein schönes Gesprächsthema. Apropos schön… © Barbara Munker/dpa
Seifenblasen
…wunderschön anzusehen, oder? Und hätten Sie gewusst, dass ein Baden-Württemberger der Welt die Seifenblasen brachte? Kein Scherz! © Arne Dedert/dpa
Pustefix feiert 2023 sein 75. Jubiläum
Zumindest die aus der Dose: Eigentlich stellt Rolf Hein in den 1950er-Jahren in einer kleinen Ortschaft nahe Tübingen Waschmittel her. Beim Tüfteln an der Rezeptur bilden sich statt des erhofften Schaums kleine schillernde Bläschen. Unter dem Namen „Pustefix“ verkauft Hein die Flüssigkeit, zusammen mit einer zum Oval gebogenen, zylindrische Sprungfeder als Blasring. Bis heute ein Spaß für Jung und Alt. Genießen Sie die Kindheitserinnerungen noch einen Moment, jetzt wird’s deutlich klobiger, denn… © Julian Rettig/dpa
Besucher betrachten im Badischen Landesmuseum Karlsruhe eine Draisine.
…so ein kleines bisschen unhandlich waren sie ja schon, die ersten Fahrräder (hier ein Exemplar aus dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe). War halt noch nix mit leichtem Carbonrahmen und E-Motor-Unterstützung. Eigentlich war da noch nicht mal was mit „in die Pedale treten“. Die ersten Fahrräder nämlich waren klassische Laufräder, sogenannte Draisinen. Benannt nach ihrem Entwickler,… © Uli Deck/dpa
Zeichnung eines Mannes auf einer Draisine.
…dem Karlsruher Karl Friedrich Freiherr von Drais von Sauerbronn (1785-1851), der seine Draisine 1817 erstmals vorstellte und im darauffolgenden Jahr zum Patent anmeldete. Joa, und so wie auf dieser Illustration sah das dann aus. Auch auffällig: Offensichtlich trug man zum Fahrradfahren damals Zylinder statt Helm. Zumindest die Herren der Schöpfung. Überhaupt sind Frauen in unserer Aufstellung bisher deutlich unterrepräsentiert, weshalb wir Sie jetzt mit dieser Dame bekanntmachen möchten,… © dpa
Apollonia Margarete Steiff (1847-1909)
…die auf den wunderschönen Vornamen Apollonia Margarete hörte. Ihren Nachnamen verraten wir an dieser Stelle mal noch nicht, vielleicht kommen Sie selbst drauf, wenn wir einen kleinen Hinweis zum Unternehmen geben, das eben diesen Namen trägt. Eines der ersten und bis heute bekanntesten Produkte, das sie ab dem Jahr 1903 herstellte, trug die Bezeichnung „55 PB“. Klingt ein bisschen steif, zugegeben, hat aber einen logischen Hintergrund: Die „55“ steht hier für die Größe in Zentimetern, das „P“ für Plüsch und das „B“ für beweglich. Klein, plüschig, mit beweglichen Armen und Beinen… Na, kommen Sie drauf? © gemeinfrei
Steiff-Teddybär mit Knopf im Ohr
Richtig, gesucht ist natürlich der Teddybär mit dem berühmten Knopf im Ohr. 1879 begann Margarete Steiff (1847-1909) in ihrer Heimat Giengen an der Brenz mit ersten Näharbeiten – los ging‘s mit Nadelkissen in Elefantenform, den „Elefäntle“. Der Teddy kam 1903 ins Sortiment und war eine Idee ihres Neffen Richard. „Teddy“ hieß er zu Beginn übrigens noch gar nicht, der Legende nach soll der Name über Umwege auf den damaligen US-Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt zurückgehen. Ihr Markenzeichen, den bekannten Knopf im Ohr, tragen Steiff-Tiere übrigens seit 1904. © Stefan Puchner/dpa
Ein Mitarbeiter der Firma Kärcher aus Winnenden (Baden-Württemberg) säubert mit einem Hochdruckreiniger die Nase eines der in Stein gemeißelten amerikanischen Präsidentenporträts am Mount Rushmore im US- Bundesstaat South Dakota.
So, Sprachwissenschaftler vor, wer weiß, was ein Deonym ist? Okay, kleines Beispiel: Der Mann hier auf dem Foto ist gerade dabei, eine Statue mit einem Hochdruckreiniger zu bearbeiten. Wenn Sie‘s genau wissen möchten, es handelt sich übrigens – kein Witz – um die Nase eines der in Stein gemeißelten amerikanischen Präsidentenporträts am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota. Aber zurück zur Eingangsfrage. Deonyme sind Wörter, die sich aus Namen ableiten. Und mit einem ebensolchen könnte man auch die Tätigkeit auf dem Foto beschreiben: Der Mann, er… © DB Kaercher/dpa
Zentrale der Alfred Kaercher SE und Co KG in Winnenden, Baden Wuerttemberg
…“kärchert“. Alfred Kärcher (1901-1959) nämlich ist es, der im Jahr 1950 den ersten Heißwasser-Hochdruckreiniger entwickelt. Der Name ist bis heute Programm und in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Man kärchert. Die Unternehmenszentrale befindet sich bis heute in Kärchers Geburtsort Winnenden, rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. Und wo wir gerade bei Wasser sind,… © Manfred Segerer/IMAGO
Eine Frau schüttet weißes Brausepulver in ein Wasserglas.
…kleine Erfrischung gefällig? Nein, es geht nicht um Aspirin, das stammt auch gar nicht aus Baden-Württemberg. Wir wollten hier nur mal symbolisch farbloses Brausepulver abbilden, um nicht gleich zu viel zu verraten. Die Erfindung, auf die wir eigentlich hinaus wollen, funktioniert aber genau so, ist nur deutlich bunter und schmeckt auch besser. Sie haben schon einen Verdacht, oder? © Pond5 Images/IMAGO
Ahoj-Brause
Sie liegen völlig richtig! Was sonst als die berühmte Ahoj-Brause könnte gemeint sein? Ab 1925 vertreiben Theodor Beltle und sein Schwager Robert Friedel von Stuttgart-Bad Canstatt aus das vor allem bei Kindern beliebte „Brauselimonaden-Pulver“, das es zunächst nur in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Orange gibt – und auch nur gepresst in Tablettenform. Das heutige Pulver aus dem Tütchen kommt 1930 auf den Markt – ab hier dann auch in anderen Geschmacksrichtungen wie Waldmeister oder Himbeere – und trägt seitdem das bekannte „Ahoj-Brause“-Label. Das seinerzeit gegründete Unternehmen „Frigeo“ gehört heute übrigens zum nordrhein-westfälischen Süßwarenhersteller „Katjes“. © Ronald Bonß/dpa

Herausforderungen für Brauereien in Rheinland-Pfalz: Rückgang und Anpassung an neue Trends

In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Brauereien auf 75 gesunken, was jedoch immer noch doppelt so viele wie 1995 sind. Der Craftbier-Boom der letzten Jahrzehnte hat viele kleinere Brauereien hervorgebracht. Dennoch mussten auch hier Traditionshäuser wie die Brauerei Bischoff in Winnweiler oder die Koblenzer Brauerei schließen. Der Rückgang des Bierkonsums und die Herausforderungen durch die Corona- und Energiepreiskrise belasten die Branche.

Brauereien in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stehen vor großen Herausforderungen. Die Corona- und Energiepreiskrise, Konsumzurückhaltung und die Notwendigkeit, bis 2045 klimaneutral zu werden, setzen den Betrieben zu. Christian Weber vom Deutschen Brauer-Bund betont die Schwierigkeiten bei Existenzgründungen und die Rolle der Energiekosten.

Zukunft der Brauereien im Südwesten: Investitionen in erneuerbare Energien und neue Technologien

Viele Brauereien müssen in neue Technologien investieren, um auf erneuerbare Energien umzustellen, was erhebliche finanzielle Mittel erfordert. Die Energiekosten machen bei modernen Großbrauereien 10 bis 15 Prozent der Herstellungskosten aus, bei kleineren Betrieben sogar bis zu 20 Prozent. Diese Kosten sind ein entscheidender Faktor für die Zukunft der Brauereien im Südwesten.

Die Zukunft der Brauereien in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hängt von der Fähigkeit ab, sich an die neuen Herausforderungen anzupassen. Der Trend zu alkoholfreiem Bier und die Notwendigkeit, klimaneutral zu werden, bieten Chancen, erfordern jedoch auch erhebliche Investitionen. Die Branche muss innovative Wege finden, um die Kosten zu senken und gleichzeitig die Produktion aufrechtzuerhalten. (alm)

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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