Der Reiterumzug zum Kalten Markt 2024: Saukalt und ziemlich kurz

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Die Kaltblutfreunde aus Dettenroden waren wieder mit dem Gespann der Rotochsenbrauerei unterwegs.
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Der festliche Reiterumzug hat in diesem Jahr spürbar unter der Bauernblockade gelitten - einige Gruppen hatten ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Ellwangen. Es hätte schlimmer kommen können. Am Ende war der Reiterumzug aber das, was er jedes Jahr beim Kalten Markt in Ellwangen ist: ein unumstrittener Höhepunkt dieser besonderen Festtage.

Nichtsdestoweniger litt der Umzug in diesem Jahr, wie zuvor auch schon die Pferdeprämierung, deutlich unter den Verkehrsblockaden der Bauern. 256 Teilnehmer hatten sich ursprünglich für das Reiterspektakel durch die Ellwanger Innenstadt angemeldet. Es kamen deutlich weniger. Einige Gruppen konnten nur in dezimierter Mannschaftsstärke antreten; drei Gruppen hatten ihre Teilnahme gleich ganz abgesagt - um dem Stress auf der Straße zu entgehen.

30-Minuten-Schau

Und so warb Andreas Ilg, der den Reiterumzug auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Ulrich Ostermann fachkundig moderierte, gleich zu Beginn vor allem um Verständnis. Aufgrund der „besonderen Rahmenbedingungen“ könne es sein, dass das Event in diesem Jahr von der einen oder andere liebgewonnenen Routinen abweiche, warnte Ilg vor. Seine Befürchtung sollte nicht bewahrheiten.

Lediglich die Kürze des Umzugs fiel auf. Nach gerade einmal 30 Minuten war das wunderschöne Rösserschaulaufen in der Innenstadt auch schon wieder vorbei. Aber diese 30 Minuten hatten es zumindest in sich. Dem Publikum, das auch in diesem Jahr - Bauernproteste hin oder her - in erstaunlich großer Zahl den Weg in die Innenstadt gefunden hatte, konnte sich am Montag über viele Stammgäste beim Reiterumzug freuen. Darunter zum Beispiel der Musikverein Dalkingen, der zum 48. Mal beim Ellwanger Reiterumzug an den Start ging. Auch die imposanten Schwedenreiter der Kinderzeche Dinkelsbühl flanierten wieder hoch zu Ross und fröhlich winkend durch die Stadt - obwohl sie am Vormittag noch in Ellenberg im Verkehr festgesteckt hatten.

Der Reiterumzug zum Kalten Markt 2024: Saukalt und ziemlich kurz

Der Umzug ist auch ein Schaulaufen für die Siegerstuten.
Der Umzug ist auch ein Schaulaufen für die Siegerstuten. © Oliver Giers
Auch ein Stammgast beim Umzug: die Bauernkapelle Halheim.
Auch ein Stammgast beim Umzug: die Bauernkapelle Halheim. © Oliver Giers
Bürgergarden aus den Nachbarstädten entsandten Delegationen.
Bürgergarden aus den Nachbarstädten entsandten Delegationen. © Oliver Giers
Kurzer Boxenstopp am Fuchseck.
Kurzer Boxenstopp am Fuchseck. © Oliver Giers
Das eine oder andere Pferd zeigte sich beim Umzug beeindruckt von der Zuschauermenge: Dann war reiterliches Können gefragt.
Das eine oder andere Pferd zeigte sich beim Umzug beeindruckt von der Zuschauermenge: Dann war reiterliches Können gefragt. © Oliver Giers
Das Siegergespann 2024.
Das Siegergespann 2024. © Oliver Giers
Shettys sorgten beim Umzug wieder für die „Oh!“- und „Ah!“-Momente.
Shettys sorgten beim Umzug wieder für die „Oh!“- und „Ah!“-Momente. © Oliver Giers
Astrid von Velsen-Zerweck, Leiterin des Haupt- und Landgestüt Marbach, bei der Siegerehrung.
Astrid von Velsen-Zerweck, Leiterin des Haupt- und Landgestüt Marbach, bei der Siegerehrung. © Oliver Giers
Die Fraktion der Islandpferde-Reiter war auch beim diesjährigen Umzug stark vertreten.
Die Fraktion der Islandpferde-Reiter war auch beim diesjährigen Umzug stark vertreten. © Oliver Giers
Sie waren zum zweiten Mal in Ellwangen dabei: die Vertreter des Vereins Friedensglocke e.V. aus Brandenburg mit ihrer Kutsche.
Sie waren zum zweiten Mal in Ellwangen dabei: die Vertreter des Vereins Friedensglocke e.V. aus Brandenburg mit ihrer Kutsche. © Oliver Giers
Sie fehlen nie: Die Ellwanger Bürgergarde eröffnete am Montag standesgemäß und pünktlich um 14 Uhr den festlichen Reiterumzug. Alle
Sie fehlen nie: Die Ellwanger Bürgergarde eröffnete am Montag standesgemäß und pünktlich um 14 Uhr den festlichen Reiterumzug. Alle © Oliver Giers
Die Kaltblutfreunde aus Dettenroden waren wieder mit dem Gespann der Rotochsenbrauerei unterwegs.
Die Kaltblutfreunde aus Dettenroden waren wieder mit dem Gespann der Rotochsenbrauerei unterwegs. © Oliver Giers

„Au revoir, Addio und Ade... 's war schee"

Daneben gab es - wie gewohnt - ganz viel zu sehen, was die Herzen von Pferdeliebhabern höher schlagen lässt. Friesen, Haflinger, Württemberger, viele Isländer und natürlich lustige Mini-Shettys, die bei diesem Umzug einfach nicht fehlen dürfen. Beeindruckend auch die Gespanne, die vorbeizogen, darunter immerhin noch ein Sechsspänner. Und so wurde es am Ende dann doch wieder ein schöner, gelungener Umzug. Das fand auch Moderator Andreas Ilg, der seine bekannte Abschiedsformel deshalb auch nur ganz leicht abwandeln musste. „Au revoir, Addio und Ade... 's war schee - wenn auch etwas kurz.“ 

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