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2019 hatteStraßdorf Hussenhofen den Vortritt gelassen. Doch jetzt soll auch Straßdorfs Ortsdurchfahrt saniert werden. Für 3,2 Millionen Euro. Was noch alles mit erledigt wird.
Schwäbisch Gmünd-Straßdorf
Endlich steht die Sanierung der Ortsdurchfahrt auf der Tagesordnung!“, eröffnete Werner Nußbaum die Ortschaftsratssitzung in Straßdorf. Im Jahr 2019 hatte Straßdorf im Rahmen der Remstalgartenschau Hussenhofen den Vorrang gegeben und die eigene Sanierung verschoben.
„Es wird Behinderungen geben“, erläuterte der Leiter des Tiefbauamts Jürgen Musch. Man hege die Hoffnung, alles am Stück durchführen zu können. Die Untersuchungen zum Umfang der Arbeiten zeigten, dass vier Zentimeter der Tragschicht entfernt werden müssen. Die Kosten für das Gesamtprojekt sind mit 3,2 Millionen Euro veranschlagt. Ein erster Teil steht im Haushalt 2023, im neuen Haushalt werden die restlichen Mittel beantragt.
Die Sanierung der Bushaltestellen schlägt mit 1,1 Millionen Euro zu Buche. Dafür gibt es eine 50-Prozent-Förderung des Landes. Der Rest kommt aus Mitteln des Haushaltes. Die Sanierung der L 1159 nach Rechberg sei laut Auskunft des Landes auf Eis gelegt, da keine Mittel vorhanden seien, berichtete Musch.
Uwe Straub von der VTG, die die Sanierung der Ortsdurchfahrt durchführt, erläuterte das Vorhaben. „Die Sanierung von Straße und Bushaltestellen umfassen 1,9 Kilometer und 18 500 Quadratmeter, in fünf Bauabschnitte aufgeteilt.“
Am Beispiel der Forststraße erklärte Straub die Veränderungen an den Querungsfeldern. Sie erhalten taktile Elemente, die das Queren für seh- und gehbehinderte Bürgerinnen und Bürger vereinfachen. Zusätzlich werden Rad-Bereiche markiert. Das bedeutet eine Verbreiterung der Grüninsel auf 2,50 Meter. Die Fahrbahnbreite von 3,75 Metern wird aber überall eingehalten. „Das sorgt gleichzeitig für eine Verlangsamung des Verkehrs“, lobte Nußbaum den Nebeneffekt.
Die Busbuchten werden ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht, Bushaltehäuschen und Fahrradabstellplatz werden am Kapellenweg gebaut. Alle Kanaldeckel werden überprüft, gegebenenfalls erneuert, um mit der neuen Straßendecke die Geräusche um zwei bis drei Dezibel zu verringern. Die Versorger prüfen derzeit ihre Leitungen, damit mögliche Reparaturen und Erneuerungen gleichzeitig vorgenommen werden können. Die Frage, ob die Kanalgröße für ein wachsendes Straßdorf berücksichtigt ist, wurde positiv beantwortet. Wenn die Versorger ihren Teil dazu beitragen, könnten sich die Kosten für die Stadt verringern.
Ortsvorsteher Werner Nußbaum wies darauf hin, dass zwei Millionen Euro im Haushalt nachzufinanzieren seien, denn nur die Kosten für die Bushaltestellen werden vom Land bezuschusst. Ein Zeitpunkt wurde noch nicht besprochen. Im nächsten Schritt geht das Thema in den Gemeinderat.
Welche Feste in Straßdorf anstehen: Am Sonntag, 25. Juni, ist ab 10.30 Uhr auf dem Pfarrer-Hieber-Platz ein Kirchenfest. Am Samstag, 1. Juli, ist die Einweihung des Spielplatzes Käppelesäcker ab 14.30 Uhr durch Bürgermeister Christian Baron. Bis 18 Uhr gibt es Spiel- und Mitmachaktionen, Bewirtung, Musik, Informationen und „eiskalte Überraschungen“.