Freiburg im Breisgau blickt auf eine etwa tausend Jahre alte Geschichte zurück. Die Stadt im Südwesten Baden-Württembergs hat sich ab der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Standort für Forschung, Medizin und Nachhaltigkeit entwickelt.
- Freiburg im Breisgau wurde bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
- Das Universitätsklinikum gilt als der größte Arbeitgeber der Region.
- Seit 2008 setzt sich die Stadt als „Green City“ für zahlreiche Nachhaltigkeitsprojekte ein.
Freiburg im Breisgau - Aufgrund ihres verkehrsgünstigen Standorts hat sich die baden-württembergische Stadt Freiburg im Breisgau zu einem wichtigen Standort für Wissenschaft und Forschung entwickelt. Das Stadtgebiet weist einige Superlative auf. Freiburg ist nicht nur eine der wärmsten Städte in Deutschland, sondern gilt auch als größte Weinbaustadt in der Bundesrepublik. Kulturell stehen jährlich einige Highlights auf dem Programm.
Freiburg im Breisgau: Geografie und Lage
Freiburg liegt im Südwesten von Baden-Württemberg zwischen dem Schwarzwald und Oberrheingraben. Die Stadt ist ihrer Gemarkungsgrenze nach gerade mal drei Kilometer von Frankreich entfernt und liegt etwa 42 Kilometer nördlich von der Schweiz. Sie ist bekannt für ihr relativ mildes Klima und ist mit einer mittleren Durchschnittstemperatur von 11,4 Grad Celsius sogar eine der wärmsten Großstädte Deutschlands.
Auch Natur- und Umweltschutz wird in Freiburg großgeschrieben. Knapp vier Prozent des Stadtgebiets stehen unter Naturschutz. Seit 2008 vermarktet sich Freiburg deswegen auch als „Green City“ und hat hierfür zahlreiche Projekte zu den Themen Nachhaltigkeit, Wald- und Grünflächen, Abfall und Kreislaufwirtschaft sowie Innovationsprojekte für Energie und Klimaschutz ins Leben gerufen.
Freiburg im Breisgau: Geschichte und Stadtentwicklung
Die Stadtgeschichte lässt sich etwa um tausend Jahre zurückverfolgen. In einem Dokument aus dem Jahr 1008 wurden erstmals Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Freiburgs erwähnt. Um das Jahr 1091 baute Herzog Bertold II. auf dem Schlossberg das Castrum de Friburch (die heute Ruine Leopoldsburg). 1120 erhielt die Siedlung am Fuße des Bergs das Markt- und Stadtrecht. Um 1200 wurde schließlich mit dem Bau des Münsters begonnen. Der Wohlstand der Freiburger Bürger rührte vor allem von den Silberminen im Schwarzwald her.
Im Zeitalter der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges wurde Freiburg häufig zum Schauplatz zahlreicher Kriege und wurde mehrfach besetzt. Ab dem 17. Jahrhundert kam es immer wieder zu Übergriffen von französischer Seite. Im Wiener Kongress wurde im Jahr 1815 Freiburg dem Großherzogtum Baden zugesprochen. Mit der Reichsgründung von 1871 erlebte die Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und erhielt durch rege Bebauung im Stile des Historismus ein neues Gesicht.
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Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt durch einen Bombenangriff stark in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich das Freiburger Münster ragte unversehrt aus den Ruinen hervor. 1946 wurde Freiburg die Landeshauptstadt des neu gegründeten Bundeslandes Baden, das fünf Jahre später in Baden-Württemberg eingegliedert wurde.
Freiburg im Breisgau: Wichtiger Wirtschaftsstandort
Aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage, Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelte sich Freiburg zu einer beliebten Stadt für Kongresse, Messen und Tagungen. Inzwischen belegt sie Platz vier der größten Städte in Baden-Württemberg. Neben dem Dienstleistungssektor ist das Universitätsklinikum der größte Arbeitgeber der Stadt. Aber auch branchennahe Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Bio-, Informations- und Medientechnologie sowie Solartechnik haben hier ihren Standort.
Auch der Weinbau gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region. Freiburg gilt mit 650 Hektar Rebfläche sogar als die größte Weinbaustadt Deutschlands. Neben mehreren Weinbaugemeinden im Westen wird auch im Innenstadtgebiet, wie beispielsweise am Freiburger Schlossberg, Wein angebaut.
Freiburg im Breisgau: Kultur und Sehenswürdigkeiten
Einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren ist der Tourismus. An der Badischen Weinstraße gelegen und mit ihrer Nähe zum Schwarzwald zählt die Stadt Freiburg im Breisgau zu den beliebtesten Reisezielen in Südwestdeutschland. In den Sommermonaten wird daher auch kulturell mit einer Vielzahl an Festivals ordentlich aufgetrumpft. Freiburg weist ein reges Musikleben auf, das alles abdeckt über Klassik, Jazz und Rock. Unter anderem gelten das Freiburger Barockorchester oder auch das Balthasar-Neumann-Ensemble als herausragende Export-Schlager der Klassikwelt. Aber auch die Liste an Chören ist beachtlich.
Auch die einen Quadratkilometer große Altstadt lockt mit ihren Sehenswürdigkeiten jährlich über drei Millionen Besucher an. Neben dem Münster gilt auch das Freiburger Bächle als eines der Wahrzeichen der Stadt. Dabei handelt es sich um künstlich angelegte Wasserläufe, die der Dreisam entspringen und sich durch die Straßen und Gassen der Altstadt ziehen.
Die zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt im Überblick:
- Freiburger Münster
- Freiburger Bächle
- Schwabentor
- Historisches Kaufhaus
- Martinstor
- Universitätsbibliothek
- Münstermarkt
- Augustinermuseum
- Schlossberg
- Schauinsland
