Heidelberg ist bekannt für seine malerische Altstadt. Die Ruprecht-Karls-Universität gilt als eine der ältesten Hochschulen Deutschlands. Darum ist die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt auch noch heute als Studentenstadt bekannt.
- Heidelberg war bereits in vorchristlicher Zeit von Kelten besiedelt.
- Als Universitätsstadt mit zahlreichen Forschungseinrichtungen ist Heidelberg zum Mekka für Studenten geworden.
- Die Schlossruine inspirierte die Dichter und Denker der Romantik.
Heidelberg – Mit einer Einwohnerzahl von über 162.000 Menschen ist Heidelberg die fünftgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Das malerische Erscheinungsbild der Stadt mit Schlossruinen, Brücke und historischem Stadtkern brachte ihr den Namen „Stadt der Romantik“ ein. Heidelberg besitzt eine der ältesten Universitäten Europas und gilt bis heute noch als wichtiger Standort für Wissenschaft und Forschung – gerade auf dem medizinischen Sektor.
Heidelberg: Geografie, Lage und Stadtgliederung
Heidelberg liegt im Nordwesten Baden-Württembergs zwischen dem Neckar und der Oberrheinischen Tiefebene. Die Stadt befindet sich größtenteils am linken Ufer des unteren Neckars vor dessen Ausfluss aus dem Odenwald. Da sich Heidelberg in einer der wärmsten Regionen der Republik befindet, gedeihen neben Wein hier auch Mandel- und Feigenbäume. Knapp ein Prozent des Stadtgebietes steht unter Naturschutz.
Heidelberg gehört außerdem zur Metropolregion Rhein-Neckar, die etwa 2,35 Millionen Einwohner umfasst und zu der auch Mannheim und Ludwigshafen am Rhein gehören. In der Neckarstadt ist auch der Sitz des Landratsamtes des Rhein-Neckar-Kreises. Die Stadt selbst ist innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe kreisfrei und ist in 15 Stadtteile sowie 47 Stadtbezirke unterteilt.
Heidelberg: Geschichte und Stadtentwicklung
Wie historische Funde belegen, lebten auf dem Gebiet des heutigen Heidelbergs bereits Urmenschen, von denen der spätere Neandertaler abstammte. Um etwa 500 vor Christus errichteten die Kelten auf dem Heiligenberg größere befestigte Siedlungen. Vom 1. bis 3. Jahrhundert bestand das römerzeitliche Heidelberg. Die älteste schriftliche Erwähnung von Heidelberg aus dem Jahr 1196 lässt vermuten, dass die Stadt bereits im Laufe des 12. Jahrhunderts gegründet worden war.
Ab dem 13. Jahrhundert bis in das Jahr 1720 war Heidelberg die Residenz der Pfalzgrafen bei Rhein und Hauptstadt der Kurpfalz. Im Jahr 1386 wurde nach Prag und Wien die Universität Heidelberg als dritte Hochschule im Heiligen Römischen Reich von Ruprecht I. gegründet. 1693 zerstörten im Pfälzischen Erbfolgekrieg französische Truppen die Stadt. Sie wurde im Stil des Barock wiederaufgebaut. Im Jahr 1803 ging Heidelberg an Baden.
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Als geistiger und kultureller Standort erblühte Heidelberg im 19. Jahrhundert vor allem in den Werken von Dichtern und Denkern. Sie erhielt den Beinamen „Stadt der Romantik“. Bauprojekte und Eingemeindungen sorgten im 19. und 20. Jahrhundert dafür, dass die Stadt sich vergrößerte. Während des Zweiten Weltkriegs blieb Heidelberg weitgehend unversehrt. Noch bis ins Jahr 2013 war die Stadt am Neckar Standort des Hauptquartiers der amerikanischen Landstreitkräfte in Europa.
Heidelberg: Standort für Wissenschaft und Forschung
Über Jahrhunderte hinweg galt die Universitätsstadt als die „Residenz des Geistes“. So hat sich die Heidelberg in der Rhein-Neckar-Region im Lauf der Zeit zu einem wichtigen Standort für Wissenschaft und auf dem Dienstleistungssektor entwickelt. Die Universität sowie das Universitätsklinikum sind somit auch die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Aber auch internationale Technologie-Konzerne sind hier ansässig.
Heidelberg: Kultur und Sehenswürdigkeiten
Ein beachtlicher Wirtschaftssektor ist der Tourismus. Allein im Jahr 2014 besuchten 11,9 Millionen Touristen die Stadt am Neckar und sorgten für einen Bruttoumsatz von rund 535 Millionen Euro. Da Heidelberg eine der wenigen Städte in Deutschland ist, die unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, sind die historischen Bauwerke zu absoluten Touristenmagneten geworden.
Dazu zählt unter anderem das Heidelberger Schloss, das am Nordhang des Königstuhls über der Altstadt emporragt. Die berühmten Ruinen sind zum Wahrzeichen der Stadt geworden und wurden in der Romantik zum überzeitlichen Symbol menschlichen Strebens stilisiert. Ebenso von Bedeutung ist die Alte Brücke, die zu den ältesten Brückenbauten Deutschlands zählt und 1284 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Die zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt im Überblick
- Heidelberger Schloss
- Kornmarkt
- Alte Brücke
- Philosophenweg
- Universität Heidelberg
- Altstadt
- Königstuhl
- Heiliggeistkirche
- Deutsches Apotheken-Museum
- Schloss Schwetzingen
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