HGV setzt auf Gäste

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Oberbürgermeister Richard Arnold und Markus Herrmann informieren die Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins.
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Bei der Mitgliederversammlung gibt‘s Lob für „Gmünder Gutschein“.

Schwäbisch Gmünd. Eine schwierige Ausgangslage, Lichtblicke am Horizont und Zuversicht für 2024: So sieht sich der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Schwäbisch Gmünd vor dem Endspurt für 2023. Vorstandssprecher Dr. Christof Morawitz sieht trotz derzeitiger Konsumzurückhaltung „Lichtblicke, die uns auch für das Weihnachtsgeschäft zuversichtlich machen.“ Nicht zuletzt könne die Einkommensentwicklung mit den höheren Tarifabschlüssen dazu beitragen.

Der HGV, berichtet Geschäftsführerin Simone Klaus bei der Mitgliederversammlung in der Villa Hirzel, hat auch ein neues Erfolgsmodell: Der „Gmünder Gutschein“ läuft besser als in allen Städten, die ein ähnliches System anbieten. 3763 Gutscheine wurden innerhalb eines Jahres verkauft, der Wert entspricht mehr als 110 000 Euro. Das bedeute eine Steigerung um mehr als 50 Prozent.

Die Gutscheine können in mehr als 100 Gmünder Geschäften eingelöst werden, auch im i-Punkt oder in der Gastronomie. Weil die Gutscheine ebenso online zur Verfügung stehen, gibt es Käuferinnen und Käufer weit über die Stadt hinaus. Inzwischen gebe es Unternehmen, die größere Stückzahlen der Gutscheine kauften. „Der Gmünder Gutschein läuft sehr gut an“, sagt auch Andreas Schoell, zusammen mit Martin Röttele Mitglied im dreiköpfigen HGV-Vorstand.

Noch mehr Gäste locken

Eine Entwicklung, die Oberbürgermeister Richard Arnold gefällt. Er will mit seinen Plänen für 2024 auch den Handel stärken, „der es zur Zeit nicht leicht hat“. Mit dem für 2024 geplanten „Rendezvous in Schwäbisch Gmünd“ will er noch mehr Menschen in die Stadt holen. „Wir möchten vom Gartenschau-Jubiläum – zehn Jahre Landesgartenschau, fünf Jahre Remstal-Gartenschau – profitieren“, sagt er.

Den Auftakt sieht Arnold am 13. April vor dem verkaufsoffenen Sonntag. Schon jetzt werde auf das Ziel hingearbeitet: „In einer Woche erleben wir die große Tulpen-Pflanzaktion“, so der Oberbürgermeister. Mit Tulpen will er die Menschen des „Rendezvous“ im Frühjahr begrüßen. Ein blühender Stadtrundgang soll dann bis zum Abschluss am 13. Oktober möglich sein. Vom Bahnhof mit der neuen Einhorn-Fußgängerampel bis hin zum Zeiselberg mit dem neuen Gastronomiegebäude, das im Mai fertig sein soll.

Arnold will alle Gartenschau-Höhepunkte in Tallage, auch den Schmuckgarten unterm Königsturm, zum Blühen bringen. „Die Höhepunkte sollen sich die Hand reichen.“ Von der Tulpentaufe – zwei neue Sorten sollen auf die Namen Einhorn und Staufer getauft werden – bis zum großen Blumenteppich an Fronleichnam vor dem Rathaus.

Pläne bis zum Herbst

Ins Konzept passt da die neue Alois-Skulptur von Andreas Futter, die rechtzeitig zu den Altersgenossen-Festen im Sommer stehen soll. Aufs Kirchenmusik-Festival folgt im Oktober das Internationale Schattentheater-Festival mit einer Open-Air-Aufführung vor dem „Schattenreich“-Museum. Eingebettet ist „eine Großveranstaltung im August, die wir vielleicht der Stadt Stuttgart wegschnappen konnten.“ Was sich dahinter verbirgt, lässt Richard Arnold noch offen.

Der Geschäftsführer der Touristik- & Marketing GmbH, Markus Herrmann, nennt weitere Ideen, etwa ein Kinofestival, dazu die neuen Bäume und sogenannte Gradierwerke. Wasser, das an einer Wand herunterläuft und dabei verdunstet, soll auf natürliche Art Abkühlung schaffen.

HGV-Mitglieder schätzen die Initiativen, „die Stadt lädt seit den Gartenschauen so richtig zum Flanieren ein“, sagt ein Geschäftsmann. Es gibt auch Wünsche an die Stadt: etwa mehr Licht im Buhlgässle, um dort die Aufenthaltsqualität zu steigern. Der Oberbürgermeister nimmt‘s mit in die Verwaltung und lässt offen, ob es im Buhlgässle „vielleicht auch zusätzliche Tulpen geben kann“.

Wahlen

Am Ende gibt‘s noch personelle Veränderungen im HGV-Beirat. Gewählt sind: Susanne Dietrich, Hatice Eykan, Gaby Haberkern, Christiane Losert, Hannes Barth, Markus Herrmann, Thomas Jenak, Sridevan Sriskandarajah, Thomas Zehnder, Katja Gatter, Arian Röhrle und Susanne Baumhauer. ⋌Kuno Staudenmaier

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