Inge Grässle schreibt an EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen

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Die CDU-Bundestagsabgeordnete Inge Grässle schreibt an die EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete fordert eine Reaktion der EU auf die wirtschaftliche Entwicklung. Auch Bosch in Gmünd sei von EU-Wettbewerbsverzerrung betroffen.

Schwäbisch Gmünd/Brüssel. Mit einem eindringlichen Schreiben hat sich die Wahlkreisabgeordnete Dr. Inge Gräßle (CDU) an die EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen gewandt und in Sachen „Transformation“ um Unterstützung gebeten.

Im Mittelpunkt ihrer Kritik an den aktuellen Zuständen stand die erhebliche Wettbewerbsverzerrung durch EU-Ansiedlungsbeihilfen. Auch die aktuelle Entwicklung bei Bosch in Schwäbisch Gmünd sei zu großen Teilen der Tatsache geschuldet, dass Ungarn bis zu 75 Prozent Investitionskostenzuschüsse zahlen kann.

Wörtlich schreibt Gräßle: „Als langjährige Abgeordnete im Europäischen Parlament und jetzige Bundestagsabgeordnete stelle ich eine neue Problemlage fest: Aus der bisherigen 'Arbeitsplatz-Teilung' zwischen alten und 'neuen' Mitgliedstaaten wird eine Vollverlagerung zu Lasten des bisherigen Standorts. Das erzeugt große soziale Verwerfungen, Verbitterung bei den Mitarbeitern und eine Anti-EU-Welle.“

Zusammen mit der Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen und weiteren Steuervorteilen würden die Unterschiede derart gravierend, dass deutsche Standorte kaum noch mithalten könnten. „Die jetzt erreichte bzw. bevorstehende Größenordnung dieser Entwicklung verlangt sofortiges Handeln. Wenn die Werke insbesondere in der Automobil- und Zuliefererindustrie erst einmal verlagert sind, ist ein Zurück sehr unwahrscheinlich“, macht die CDU-Politikerin deutlich.

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