Kritik wegen geplanter AfD-Veranstaltung im Kubaa

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Der Kulturbahnhof in Aalen.
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Aalener Bündnis Aufstehen gegen Rassismus will "Aalener Europatag" im Kulturbahnhof verhindern.

Aalen. "Aalener Europatag" ist eine Veranstaltung betitelt, die im Aalener Kulturbahnhof für Sonntag, 18. Juni, angekündigt ist. Mehrere Funktionsträger der AfD sowie die EU-Abgeordneten Guido Reil und Joachim Kuhs (beide AfD) sind dabei als Redner angekündigt.  Die "Bewahrung des Mittelstands in Zeiten von Inflation und Green Deal" soll das Thema dieser Veranstaltung sein, für die unter anderem der AfD-Kreisverband Heidenheim wirbt. Gegen die Veranstaltung am Sonntag regt sich jetzt der Widerstand.

Bündnis ist irritiert

"Wir sind irritiert, zu hören, dass die Stadt Aalen den Aalener Kulturbahnhof der AfD für deren geplante Veranstaltung 'Europatag Aalen' zur Verfügung stellt", schreibt etwa das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" in  Aalen. Zur Begründung führt das Bündnis aus, der Kulturbahnhof stehe für viele Aalenerinnen und Aalener als "Symbol für eine bunte und vielfältige Gesellschaft, mit ansonsten gesellschaftsoffenen und demokratiefördernden Veranstaltungen, wie beispielsweise die Georg-Elser-Ausstellung Anfang des Jahres."  Dies seien Veranstaltungen, "die ganz im Gegensatz zu den Vorstellungen und Zielen der AfD

stehen".

Bitte an die Stadt

Die AfD "mit ihrer ausgrenzenden, rassistischen und fremdenfeindlichen Politik hat unserer Meinung nach nichts im Kulturbahnhof und unserer Gesellschaft zu suchen", schreibt das Bündnis weiter. So sei es "mehr als zynisch, dass die AfD gerade am Georg-Elser-Platz 1 auftreten darf, einem Platz, der nach einem Menschen benannt ist, der sich aus tiefster Überzeugung gegen Faschismus, Hass und Mord gestellt hat und dafür auch mit seinem Leben bezahlte". Daher bittet das  Bündnis Aufstehen gegen Rassismus, die Verantwortlichen bei der Stadt, die Veranstaltung der AfD am Sonntag im Kulturbahnhof abzusagen.

Keine Möglichkeit, kein Bedarf

Bei der Stadt sieht man das anders: "Zur Veranstaltung am Sonntag im Kulturbahnhof kann ich sagen, dass wir als öffentliche Verwaltung zu strikter politischer Neutralität verpflichtet sind", erklärt Stephan Dürr vom Presseamt der Stadt.  Deshalb gebe es "vorliegend überhaupt keine Möglichkeit und auch keinen Bedarf, Versammlungen gleich welcher politischen Herkunft, zu untersagen".

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