VonJan Sigelschließen
Die Wähler in Essingen vertrauen größtenteils den amtierenden Gemeinderäten, wählen aber auch das eine oder andere neue Mitglied ins Gremium.
Essingen. Nachdem sämtliche Stimmzettel ausgewertet sind, steht fest: Der Essinger Gemeinderat wird zukünftig deutlich größer sein. Hatte er bisher 18 Mitglieder, werden es in den kommenden fünf Jahren 24 Rätinnen und Räte sein. Grund für diesen Zuwachs sind mehrere Ausgleichsitze für die Freie Wählervereinigung, die Grünen und die Liste „CDU/Freie Bürger“ aufgrund der prozentualen Stimmverteilung.
3730 Wähler gaben am Sonntag ihren Stimmzettel ab. Bei 5291 wahlberechtigten Bürgern entspricht das einer Wahlbeteiligung von 70,5 Prozent (2019: 65,5 Prozent). Die meisten Stimmen erhielt dabei die Freie Wählervereinigung (38,69 Prozent), gefolgt von der Liste „CDU/Freie Bürger“ mit 33,5 Prozent. Die Grünen, die erstmals mit einer eigenen Liste in Essingen antraten, erreichten aus dem Stand 16,67 Prozent und somit mehr als die SPD, die auf 11,14 Prozent kam. Stimmenkönig ist Helmut Borst (FWV) mit 3788 Stimmen.
Im Essinger Gemeinderat gibt's nun mehr Frauen
Der Gemeinderat wird aber nicht nur größer, sondern auch weiblicher. Saßen seither nur vier Frauen im Gremium, werden es nach der konstituierenden Sitzung im Juli sieben sein. Somit steigt die Frauenquote von 22,2 Prozent auf etwas über 29 Prozent.
Nicht mehr Teil des Gremiums ist dagegen Dr. Dieter Bolten (CDU/Freie Bürger). Der 82-Jährige hat sich nach 44 Jahren im Gemeinderat dazu entschieden, nicht mehr für zu kandidieren. Auch Gerhard Brüning (SPD) verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Ihre Plätze im Gremium werden andere übernehmen.
Freien Wählervereinigung erzielt neun Sitze
Für die Freie Wählervereinigung in den Gemeinderat gewählt wurden:
- in Essingen: Helmut Borst (3788 Stimmen), Steffen Eisele (2658), Matthias Miske (2378), Margit Huber (2211), Hubert Holz (1332), Julia Holz (1137), Manuel Louis (1094);
- in Lauterburg: Karl Bäurle (690);
- in Forst: Philipp von Woellwarth (2032).
Ferner erhielten Stimmen: Jürgen Kahler (616), Michael Limbach (851), Pierre Tanzer (957), Sascha Proch (346), Nadine Zugenmaier (570) und Martin Seibold (561).
Acht Sitze für die Liste „CDU/Freie Bürger“
Von der Liste "CDU/Freie Bürger" wählten die Bürger:
- in Essingen: Ute Holz-Pfisterer (3384), Martin Holtz (2531), Jürgen Richter (2362), Johannes Blank (2106), Markus Beyeler (1628), Karl Meyer jun. (1238), Tobias Woletz (1021) und Dr. Matthias Krull (1016).
Ferner erhielten Stimmen: Tobias Köhler (350), Helmut Präger (799), Brian Sepin (261), Jens-Werner Thieme (813), Hans Brust (426) und Clems Reitzig (437).
Drei Gemeinderatssitze für die SPD
Die SPD wird auch in den kommenden fünf Jahren drei Sitze im Gemeinderat haben. Gewählt wurden:
- in Essingen: Simone Funk (1606) und Holger Franke (872);
- in Lauterburg: Daniel Buckel (873).
Ferner erhielten Stimmen: Martin Braig (441), Layla Liebe (527), Thomas Fedyna (590), Hermann Lüffe (825) und Albrecht Wentz.
Die Grünen holen bei ihrer Premiere vier Sitze
Erstmals sind die Grünen im Essinger Gemeinderat vertreten. Gewählt wurden:
- in Essingen: Stefanie Endig (1657), Sabrina Holz (959), Leonie Baum (733) und Maximilian Ackermann (697).
Ferner erhielten Stimmen: Dr. Felix Böhnhof (597), Verena Gemperlein (412), Jan Borst (247), Wilfried Gentner (306), Angelika Tittl (144), Gabriel Nentwich (501), Alexander Neugebauer (628), Valentin Scholz (364), Torsten Siems (248), Stefan Wagner (442), Anna Ziegler (668) und Margit Schoffer (539).


