Hier rollt der Rubel

Großer Gehaltscheck: In diesen Städten in Baden-Württemberg verdienen Arbeitnehmer am meisten

  • schließen

Je nach Region und Stadt können Gehälter recht unterschiedlich ausfallen. Die Bundesagentur für Arbeit hat ermittelt, in welchen Städten in Baden-Württemberg das Einkommen am höchsten ist.

Stuttgart - Wie hoch ein Gehalt ausfällt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Berufserfahrung, Qualifikation, Ausbildung, Branchen und Unternehmensgröße spielen dabei genauso eine Rolle, wie der Standort der Firma. Je nach Region können Gehälter sehr unterschiedlich ausfallen. Sowohl zwischen den einzelnen Bundesländern, als auch zwischen den Städten innerhalb der Länder können die Gehaltsunterschiede enorm ausfallen. So auch in Baden-Württemberg. Eine Ergebung der Bundesagentur der Arbeit zeigt, in welchen Städten im Südwesten sich am meisten verdienen lässt und welche im Vergleich überhaupt nicht gut abschneiden.

Die Landeshauptstadt Stuttgart landet in Sachen Einkommen auf dem zweiten Platz.

Bis zu 4.400 Euro: In diesen Städten in Baden-Württemberg verdient es sich gut

Baden-Württemberg ist nicht nur bekannt für seine florierende Wirtschaft, sondern auch für seine attraktiven Arbeitgeber. Zudem ist Baden-Württemberg das Bundesland mit der zweitgeringsten Arbeitslosenquote in Deutschland (4,1 Prozent, Stand 2020). Auch das Gehaltsniveau ist hierzulande äußerst hoch. Im Gehaltsranking belegt Baden-Württemberg sogar den zweiten Platz hinter Hessen. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt das monatliche Durchschnittseinkommen im Südwesten zwischen 3.554 Euro und 4.373 Euro brutto. Diese Berufe in Baden-Württemberg locken mit hohen Gehältern.

Eine Rolle hierbei spielt auch die Region, in der man lebt und arbeitet. Das Bundesland im Südwesten Deutschlands hat eine Vielzahl von Städten, in denen Arbeitnehmer überdurchschnittlich gut verdienen können. Auf Platz eins liegt die Universitätsstadt Heidelberg mit durchschnittlich 4.422 Euro brutto, dicht dahinter folgt die Landeshauptstadt Stuttgart mit 4.373 Euro, wie t-online.de berichtet. Auch im deutschlandweiten Vergleich ist die baden-württembergische Landeshauptstadt ganz vorne mit dabei. In diesen deutschen Städten verdient man am besten. Böblingen folgt ebenfalls dicht dahinter mit 4.331 Euro.

In diesen Städten und Regionen in Baden-Württemberg verdient man am meisten:

PlatzStadtMedianentgelt
1.Heidelberg4.422 Euro
2.Stuttgart4.373 Euro
3. Böblingen4.331 Euro
4. Ludwigsburg 4.180 Euro
5.Esslingen4.079 Euro
6. Tübingen4.073 Euro
7.Karlsruhe 4.034 Euro
8. Bodenseekreis 4.022 Euro
9. Rems-Murr-Kreis3.971 Euro
10. Ostalbkreis 3.955 Euro

Auf Platz vier findet sich die Barockstadt Ludwigsburg. Im Schnitt liegt das Einkommen hier bei 4.180 Euro. Einen großen Sprung hinab zu 4.079 Euro im Schnitt gibt es im Vergleich in Esslingen, dicht gefolgt von Tübingen mit 4.073 Euro sowie Karlsruhe mit 4.034 Euro.

Diese baden-württembergischen Städte und Regionen sind die Verlierer

Pforzheim hat mit 3.298 Euro am schlechtesten abgeschnitten. Laut einer Umfrage ist Pforzheim auch eine der hässlichsten Städte Deutschlands. Etwas mehr verdienen Arbeitnehmer in Waldshut mit im Durchschnitt 3.384 Euro und im Main-Tauber-Kreis mit einem Einkommen von 3.484 Euro. Wer anstatt aufs Gehalt mehr Wert auf ein gutes Arbeitsklima oder Work-Life-Balance legt, sollte sich die Rankings der besten Arbeitgeber in Mannheim, in Freiburg oder in Karlsruhe ansehen.

Woher stammen die Daten für den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit?

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) weist ein Medianentgelt und keine „Durchschnittsgehälter“ aus. Dabei werden nur Vollzeitbeschäftigte berücksichtigt. Die Daten basieren auf der Meldung der Arbeitgeber zur Sozialversicherung. Da Löhne und Gehälter nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung gemeldet werden, die im vergangenen Jahr bei 7.100 Euro in Westdeutschland und 6.700 Euro in Ostdeutschland lag, ist nicht für alle Beschäftigten bekannt, wie hoch das tatsächlich erzielte Entgelt war. Die BA weist deswegen das Medianentgelt aus, das heißt, die eine Hälfte der Beschäftigten erzielt ein Entgelt, das unter diesem Medianentgelt liegt, die andere Hälfte liegt darüber. Die BA erhebt die Entgelte immer zum Stichtag 31. Dezember für alle Vollzeitbeschäftigten.

Rubriklistenbild: © imago images/Werner Dieterich

Kommentare