VonAnke Schwörer-Haagschließen
Polizeiliche Ermittlungen zum Angriff am unteren Marktplatz laufen - derzeit kein Bezug zum Gmünder Stadtfest zu erkennen. Bürgermeister: Sicherheitskonzept hat sich bewährt.
Schwäbisch Gmünd. Auf dem oberen Marktplatz hat der OB gerade das Stadtfest eröffnet - die Menschen feiern fröhlich. Wenige Meter weiter, am unteren Marktplatz, spielt sich fast zeitgleich eine Tragödie ab. Im Spitaldurchgang entbrennt ein heftiger Streit, ein Messer ist im Spiel, es gibt einen Schwerverletzten.
Ermittlungen unter allen möglicherweise Beteiligten
Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot an. Während hinter einem Sichtschutz Sanitäter und Notarzt sich um den am Boden Liegenden kümmern und den Schwerverletzten für den Transport ins Krankenhaus vorbereiten, beginnt mit großer Professionalität die Ermittlungsarbeit. Alle möglicherweise Beteiligten sind erst mal zum Bleiben aufgefordert, werden vorläufig festgenommen. Personalien werden aufgenommen, erste Befragungen beginnen.
Opfer als schwer verletzt eingestuft
Mehr lässt sich auch am nächsten Tag noch nicht sagen, erklärt ein Polizeisprecher, auch nicht, welche Nationalitäten tatsächlich am Geschehen beteiligt sind. Denn zunächst muss nachvollzogen werden, was genau sich ereignet, wer letztlich die Tat begangen hat. Eingestuft sei das Opfer als schwer verletzt, nicht als lebensgefährlich verletzt, erklärt der Polizeisprecher auf Rückfrage.
Stadtfestbesucher nicht betroffen
Als gesichert könne angenommen werden, dass es sich um eine interne Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehandelt hat, die sich im Bereich der Spitalmühle aufhalten, sagt Stadtsprecher Markus Herrmann. Direkt mit dem Stadtfest und seinen Besuchern habe die Tat nichts zu tun gehabt.
"Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt"
Deshalb, sagt Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron, der ebenso wie OB Richard Arnold unmittelbar nach der Tat vor Ort war, habe man auch keine Änderung des Stadtfest-Ablaufs vorgenommen. Zumal sich das Sicherheitskonzept bewährt habe. Da sich die Auseinandersetzung in unmittelbarer Nähe des Stadtfestgeländes abgespielt habe, seien Feuerwehr, Polizei und KOD extrem schnell das gewesen. Glück für das Opfer bedeute zudem die DRK-Station im Torbogen, die eine „supergute Erstversorgung“ geleistet habe.
Christian Baron: Schnelle Aufklärung wahrscheinlich
Keines der vielen Gerüchte, die im Umlauf seien, könne bestätigt werden, sagt der Bürgermeister außerdem. Die Faktenlage sei dafür noch viel zu dünn. Er ist aber überzeugt, dass die Aufklärung schnell vonstatten geht, da sich das Geschehen unter den Augen vieler abgespielt habe.
