- VonEdwin Hüglerschließen
Musik, Tanz und historische Kostüme verzaubern Besucher beim Stadtfest in Neresheim. Gekrönt wird das Fest von einer besonderen Auszeichnung für die Stadt.
Neresheim. Beim 28. Stadtfest hat sich Neresheim am Wochenende von seiner besten Seite gezeigt: Vor Freude strahlende Besucher, Musik und Tanz auf den beiden Bühnen auf dem Marienplatz und im Stadtgraben, ein farbenprächtiger Umzug und das historische Lagerleben im Stadtgarten mit 30 Gruppen und 560 Aktiven sorgten für ein Fest, das auf dem Härtsfeld seinesgleichen sucht und das auch ein gelungener Beitrag zu den baden-württembergischen Heimattagen war.
Bürgermeister Thomas Häfele und das engagierte Team der Stadtverwaltung haben ganze Arbeit geleistet, denn die Organisation klappte wie am Schnürchen. Ein Erfolgsgarant waren aber auch die Neresheimer Vereine, die mit allerlei Vorführungen für gute Laune sorgten. Mit von der Partie waren die Stadtkapelle Neresheim, die Klosterstadt-Musikanten, das Akkordeonorchester Dorfmerkingen, der Musikverein Elchingen, der Kampsportverein Härtsfeld, der Sportverein, die Narrenzunft und die Faschingsfreunde Kösingen.
Die Rathausmannschaft in historischen Kostümen
Ein erster Höhepunkt war am Samstag der von der Bürgerwehr angeführte Umzug. Die Damen und Herren der Stadtverwaltung präsentierten sich in historischen Kostümen, die Trachtengruppe Elchingen war eine Augenweide und auch die Jungen und Mädchen der Neresheimer Kindergärten waren voller Begeisterung dabei. Teilnehmer des Umzugs waren darüber hinaus 30 historische Gruppen, die teilweise von Ungarn, Tschechien und Polen aufs Härtsfeld gekommen waren.
Beim Bieranstich auf dem Marienplatz freute sich Bürgermeister Thomas Häfele unter den Gästen auch den Oberbürgermeister von Stuttgart, Dr. Frank Nopper begrüßen zu können. Wie dieser in einem kleinen Interview preisgab, stammt seine Frau von der Ostalb und er sei sehr gerne nach Neresheim gekommen, denn die Stadt sei einfach spitze.In diesem Sinne äußerte sich auch der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter. Am Samstagabend herrschte beim Public Viewing auf dem Marienplatz, im Stadtgraben und im Stadtgarten beste Stimmung.
Der Stadtgarten verwandelte sich beim Stadtfest drei Tage lang in eine riesige Zeltstadt, in der vor allem Landsknechte das mittelalterliche Leben inszenierten. Es gab ein vom RV Ohmenheim organisiertes Bogenschießturnier, Gefechtsdarstellungen, Kanonenschießen, Märchenerzählungen, Landknechtsdrill, die Darstellung der Schlacht um Nördlingen und Übungen mit langen Spießen. Den 560 Aktiven machte es großen Spaß, in Neresheim ihre Leidenschaft für das mittelalterliche Leben präsentieren zu können.
Härtsfeldmuseum mit neuer Ausstellung
Eingebunden in die Festtage war auch die Wiedereröffnung des aus dem Jahr 1767 stammenden Härtsfeldmuseums. Für 85 000 Euro hatte man die Außenfassade und die Fenster des Gebäudes originalgetreu restauriert. Nach der musikalischen Einleitung durch Hans-Peter Blank an der Klarinette hob Bürgermeister Thomas Häfele bei einem Festakt die Bedeutung des Museums hervor. Sein besonderer Dank galt Dr. Holger Fedyna und Alfons Kinzler, die aus Anlass der Wiedereröffnung eine Sonderausstellung konzipiert hatten.
Am Sonntag stand zunächst ein von Pfarrer Klaus Wolfmaier und von Pfarrerin Rebecca Scheck gehaltener ökumenischer Gottesdienst auf dem Marienplatz im Vordergrund, mitgestaltet von der Stadtkappelle und dem Liederkranz sowie vom Südwestdeutschen Gauverband. Danach ging das bunte Festtreiben weiter.
Am Nachmittag gab es dann auf dem Marienplatz eine Feier, bei der Neresheim als Fairtrade Town ausgezeichnet wurde. Der Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland, Manfred Holz aus Neuss, lobte das Engagement in Neresheim für fairen Handel. Die Verwaltung, Institutionen, Schulen, Geschäfte und Betriebe seien an diesem Prozess beteiligt. Die Initiatorin der Fairtrade-Bewegung in Neresheim, Margret Eder, nannte Körbe aus Ghana, Schokolade aus Westafrika und getrocknete Mangos von den Philippinen als besonders positive Beispiele. Bürgermeister Thomas Häfele dankte den Mitgliedern des Steuerungskreises für ihren Einsatz und nahm voller Freude das Sozialsiegel entgegen.


