VonGerhard Königerschließen
Ab September will die OP Zentrum Ellwangen GmbH die Virngrundklinik für ambulante Operationen nutzen.
Ellwangen. Frohe Botschaft für die St.-Anna-Virngrundklinik: Die OP-Säle werden nicht stillgelegt, sondern in Ellwangen weiter für medizinische Eingriffe genutzt. „Ein Investoren-Konsortium aus erfahrenen, regional verwurzelten Medizinern und Unternehmern gründet derzeit die OP Zentrum Ellwangen GmbH und schafft somit eine tragfähige Sicherstellung der medizinischen, operativen Versorgung für die Menschen in Ellwangen und in der Region“, teilt die in Gründung begriffene OP Zentrum Ellwangen GmbH mit.
Gesellschaft betreibt ambulantes OP-Zentrum
Wer steckt hinter dem neuen OP-Zentrum? Laut Pressemitteilung werden die Anästhesistin Dr. Annelie Völcker und die Fachärztin für plastische Chirurgie Dr. Jutta Zimmerer die medizinische Leitung übernehmen. Als weitere Gesellschafter und Investoren sind die Organisationsentwicklerin Cathrin Sturm, der Unternehmer und Eigentümer der ZMC Unternehmensberatung, Volker P. Zimmerer und die Schaeff Holding AG mit Dr. Alexander und Leonie Schaeff mit dabei.
Was das neue OP-Zentrum konkret leisten soll, erklärt Volker P. Zimmerer am Telefon so: „Wir wollen ein ambulantes OP-Zentrum aufbauen, in dem Eingriffe verschiedenster Fachrichtungen vorgenommen werden können. Wir sind dazu im Gespräch mit vielen potenziellen Belegärzten, auch aus den Bereichen Chirurgie, Proktologie, Urologie, Augenheilkunde, Zahnheilkunde. Meine Schwester Dr. Jutta Zimmerer, die in Wasseralfingen die Praxis für plastische und ästhetische Chirurgie Z aesthetics betreibt und bislang in Ellwangen und Aalen operiert, wird ihre Arbeit in unserem OP Zentrum Ellwangen an der Virngrundklinik konzentrieren und ausbauen.“
Ärztinnen arbeiten bereits mit Ostalb-Kliniken
Jutta Zimmerer arbeitet seit 2022 mit dem Ostalbklinikum mit dem Schwerpunkt Adipositaschirurgie zusammen und bietet auch plastische Chirurgie, Schönheitschirurgie und Handchirurgie an. Dr. Annelie Völcker ist Anästhesistin und als leitende Ärztin am ambulanten OP-Zentrum in Schwäbisch Gmünd tätig. Außerdem arbeitet sie als leitende Ärztin für Anästhesie an der Stauferklinik für den Bereich ambulantes Operieren. Als Notärztin ist sie seit 1995 im Ostalbkreis tätig. Sie wird die Anästhesie im neuen Ellwanger OP-Zentrum abdecken.
Rundum-Service für verschiedene Fachbereiche
Die Gesellschaft will im neuen OP-Zentrum einen Rundum-Service unterschiedlichster Fachbereiche anbieten. „Wir werden für die Belegärzte alles organisieren, die Patientenvorbereitung, die Säle, die Instrumente und bei der Abrechnung unterstützen. Wir wollen insbesondere Ärzte ansprechen, die nicht die Möglichkeiten, das Team und die Ausstattung haben, um selbst die Eingriffe zu organisieren“, sagt Volker P. Zimmerer, der je nach Auslastung die Möglichkeit sieht, sukzessive alle vier OP-Säle in Ellwangen zu übernehmen.
Start im Herbst dieses Jahres
Der Start des OP Zentrum Ellwangen sei bereits im Herbst 2025 geplant. Es soll einen lückenlosen und stufenweisen Übergang des OP-Betriebes vom bisherigen Betreiber, den Kliniken Ostalb, geben. „Die Vorgespräche mit dem Landrat Dr. Joachim Bläse und dem Vorstandsvorsitzenden des Klinikverbundes Christoph Ries laufen bereits seit 2024. Landrat und Klinikchef setzten auf diese zukunftsweisende Lösung“, sagt Zimmerer.
Auf die Frage, ob das neue ambulante OP-Zentrum auch die Notfallversorgung an der Virngrundklinik ergänzen kann, sagt er: „Für die Notfallversorgung ist der Kreis zuständig. Wir unterstützen das im weitesten Sinne aber im Rahmen unserer Möglichkeiten.“
Was Landrat und Klinikchef sagen
„Das ambulante OP-Zentrum zeigt exemplarisch, wie aus Strukturveränderung neue, tragfähige Lösungen entstehen. Dieser Meilenstein zeigt: Als sektorenübergreifender Versorger erhält der Standort Ellwangen eine tragfähige Perspektive und spielt auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die medizinische Versorgung der Menschen in der Region“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse dazu. Klinikchef Christoph Rieß: „Wir haben früh gesagt: Diese modernen Räume sollen weiter für die Versorgung der Menschen in der Region genutzt werden – und genau das passiert jetzt. Mit dem neuen Zentrum bleibt medizinische Infrastruktur erhalten und wird unter neuer Verantwortung zukunftsfähig fortgeführt.“
Transparenzhinweis: Wir haben die Passage über die Tätigkeit von Dr. Annelie Völcker aktualisiert.
