Übers Urlaubsland informieren

Hepatitis, Typhus & Co. – Gesundheitsamt rät zu diesen Impfungen vor einer Reise

  • schließen

Baden-Württemberg - Zur Hauptreisezeit rät auch das Gesundheitsamt im Rhein-Neckar-Kreis dringend, seinen Impfstatus zu überprüfen und sich über sein Urlaubsziel zu informieren.

Sommerzeit, Reisezeit. Für Millionen Menschen in Deutschland steht der wohlverdiente Urlaub an. Doch welche Schutzmaßnahmen gilt es zu beachten? Vor jeder Reise sollte man sich dringend vorab über mögliche spezielle gesundheitliche Risiken im Urlaubsland informieren, rät das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist.

LandkreisRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl548.233 (31. Dez. 2020)
Fläche1.062 km²

Hepatitis, Gelbfieber, Typhus – Gesundheitsamt rät zu Impfungen in Reisezeit

Mit dem Beginn der Haupturlaubs- und Reisezeit im Juni gibt es neben den gängigen Vorbereitungen (Wie komme ich hin, was möchte ich mir anschauen, was muss in den Koffer?) noch eine wichtige Frage, die unbedingt geklärt sein sollte: Habe ich alle empfohlenen Impfungen? In Baden-Württemberg etwa beginnen die Sommerferien am 27. Juli (bis 9. September) und viele Familien gehen in den Urlaub.

Sind vor der Einreise ins jeweilige Urlaubsland vielleicht sogar Impfungen vorgeschrieben? Einen guten ersten Überblick bieten die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes im Internet.

An alles gedacht? Wer in den Urlaub fliegt, sollte einige Dinge vorher prüfen.

Vor Abreise über Impf-Vorschriften im Urlaubsland informieren

Die Basis bilden immer die empfohlenen Standardimpfungen für die jeweilige Altersgruppe, denn oft sind bei uns bereits seltene, durch Impfung verhinderbare Erkrankungen im Reiseland noch deutlich häufiger. Wer unsicher ist, ob alle Impfungen auf dem neusten Stand sind, bekommt vom Hausarzt kompetent Auskunft.

Für viele Reiseziele ist zusätzlich zu den Standardimpfungen auch eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen, gelegentlich auch eine Impfung gegen Typhus oder Tollwut. „Manchmal sind zusätzliche Impfungen gegen Meningokokken oder Gelbfieber sogar verpflichtend und werden bei der Einreise überprüft“, erklärt Dr. Anne Kühn, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes.

Gegen diese Reisekrankheiten gibt‘s keine Impfung

Aber nicht nur der Impfstatus sollte aktuell sein. Insbesondere bei Fernreisen bestehen oft besondere gesundheitliche Risiken, gegen die man sich nicht vorab durch eine Impfung schützen kann. Hierzu zählen zum Beispiel Reisedurchfallerkrankungen oder durch Mücken übertragbare Krankheiten, wie etwa Malaria.

Hier sind je nach Reiseland, Aufenthaltsdauer und Art der Reise weitere Maßnahmen sinnvoll: So sollte man in vielen Ländern kein Leitungswasser trinken und nur gekochte oder frisch geschälte Lebensmittel zu sich nehmen. Auch auf sorgfältige Händehygiene muss noch mehr als Zuhause geachtet werden.

Gut versorgt unterwegs: Das gehört in die Reiseapotheke

Verschiedene Medikamente, Verbandszeug und Sonnencreme liegen ausgebreitet auf einem Tuch.
Im Urlaub in wärmeren Gegenden ist es am schönsten, die meiste Zeit barfuß zu laufen. Da hat man sich leicht eine kleine Verletzung zugezogen. Denken Sie also unbedingt an den Verbandskasten. © Imago
Eine Frau gibt sich Augentropfen in die Augen.
Zu viel Zug von der Klimaanlage und schon droht eine Bindehautentzündung. Dem beugen Augentropfen vor. © Imago
400mg Filmtabletten von der Firma Zentiva.
Schmerztabletten helfen gegen Kopfweh und andere Leiden. © Bernd Feil/Imago
PWeiße Tabletten in der Packung.
Etwas falsches am üppigen Buffet erwischt? Mit einem Mittel gegen Übelkeit vermeiden Sie unschöne Urlaubsmomente. © Sven Weber/Imago
Eine Frau hält sich mit einer Hand den Bauch und in der anderen Hand eine weiße Pille.
Das Gleiche gilt für Durchfallerkrankungen. Als Mittel gegen Durchfall sind vor allem Kohletabletten ratsam. Sie befördern durchfallerregende Keime aus dem Darm. © Andriy Popov/Imago
Ein Mann erhält eine Impfung in den rechten Oberarm.
Impfungen sind schon vor der Abreise wichtig. Gehen Sie auf Nummer sicher und nehmen Sie Ihren Impfpass mit auf die Reise. © Michael Bihlmayer/Imago
Eine Frau in Sandalen trägt an jeder Ferse ein Pflaster.
Blasenpflaster für unterwegs sind gerade dann sinnvoll, wenn Sie längere Touren und Wanderungen unternehmen. Es empfiehlt sich auch, ein kleines Päckchen Pflaster für Kratzer und Abschürfungen einzustecken. © Imago
Flüssige Medizin wird auf einen Löffel gegeben.
Halspastillen und Hustensaft sind ebenso wichtige Begleiter auf Reisen. Vor allem dann, wenn es im Urlaubsland kälter als erhofft ist. © Imago
Junge Frau trägt Sonnenschutz auf ihre Haut auf.
Kühlendes Spray und Mittel gegen Sonnenbrand gehören zu den Basics im Urlaub. © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Eine Mücke befindet sich der Haut.
Mittel gegen Juckreiz sind wichtig, ebenso ein Spray gegen Mücken und andere Insekten. © Imago
Taschentücher und ein Nasenspray befinden sich auf einem Tisch.
Ein Nasenspray verschafft bei Schnupfen  Erleichterung. © Sascha Steinach/Imago

Es gibt übrigens Statistiken, an welchen Urlaubszielen sich Touristen am häufigsten eine Krankheit einfangen, wie merkur.de berichtet.

So schützen Sie sich vor lästigen und gefährlichen Mückenstichen

Schutz vor Mückenstichen bietet unter anderem das Tragen von langer, körperbedeckender Kleidung, Schlafen unter dem Mückennetz sowie die Verwendung von Mückenschutzmitteln auf Kleidung und Haut. In manchen Gegenden mit besonders hohem Malariarisiko sollte man zusätzlich vorbeugend regelmäßig Malariatabletten einnehmen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

„Lassen Sie sich deshalb bei einer geplanten Fernreise am besten mindestens 8 Wochen vor Reisebeginn von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner beraten – damit die einzigen Reisemitbringsel diejenigen bleiben, die Sie sich vor Ort aussuchen“, rät Dr. Anne Kühn. (pek mit PM)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/picture alliance/dpa

Kommentare