Blick auf das ehemalige Union-Areal am Tage der Grundsteinlegung für die zweite Verwaltungsstelle des Landratsamters in Aalen.
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VonJürgen Steckschließen
Ein historischer Schritt für Aalen und den Ostalbkreis: Der Grundstein für das neue Soziallandratsamt auf dem ehemaligen Union-Areal ist gelegt. Die Redaktion bietet Zahlen, Daten und Fakten.
Aalen. Ein historischer Moment: die offizielle Grundsteinlegung für das neue Soziallandratsamt, das auf dem ehemaligen Union-Areal an der Wilhelm-Merz-Straße gebaut wird. Die Redaktion hat dazu ein paar Zahlen zusammengestellt.
- 2021 hat der Kreistag den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefasst. Der Aalener Gemeinderat genehmigte den Bebauungsplan Union-Areal einstimmig im September vergangenes Jahr. Im Juni 2023 war der Bauantrag für den zweiten Verwaltungsstandort des Landratsamts bei der Stadt Aalen eingereicht worden, am 21. Dezember wurde die Baugenehmigung an Landrat Dr. Joachim Bläse übergeben. Der Neubau besteht aus zwei, durch einen gemeinsamen Eingangsbereich im Erdgeschoss verbundene Verwaltungsgebäude.
Mit drei symbolischen Hammerschlägen versiegelt Landrat Dr. Joachim Bläse die Kassette, die später im Grundstein eingefügt wird.
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- 3 Schläge mit dem Zimmermannshammer waren es, mit denen Landrat Bläse am Montag, 7. Oktober, die Grundstein versiegelte.
- 4 Zeitungen sind in der Kassette, die zur Grundsteinlegung vorbereitet wurde, darunter die aktuelle Ausgabe der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost. Ebenso enthält die Kassette eine Urkunde zur Grundsteinlegung, Informationen zum Bau des Gebäudes, mehrere Dokumentationen sowie ein Modell des Kunstwerkes von Jessica Rühmann zum Jubiläum 50 Jahre Ostalbkreis. Die Kassette kommt ins Gebäude, damit künftige, vielleicht forschende Generationen wissen, für was das Gebäude gedacht war.
- 15.641 Quadratmeter groß ist die Grundfläche, auf der das neue Verwaltungsgebäude entstehen soll. Es wird das Soziallandratsamt werden, in dem Kunden eine persönliche Vor-Ort-Beratung bekommen können.
Unter anderem kommt in die Kassette der Grundsteinlegung eine Ausgabe der Schwäbischen Post.
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- 2 große Gebäudeteile bilden das neue Soziallandratsamt – das eine mit fünf, das andere mit sechs Vollgeschossen. Während der fünfgeschossige Teil keinen Keller hat, ist das zweite Gebäude unterkellert für Technik- und Nebenräume sowie Duschmöglichkeiten für Beschäftigte.
- 5 Geschäftsbereiche des Landratsamtes sind dort künftig untergebracht: die Bereiche Soziales, Jugend und Familie, Integration und Versorgung, Gesundheit und das Jobcenter.
- 22 Meter hoch wird der höhere Gebäudeteil, der mit den sechs Geschossen.
Gemeinsamer Blick in das Untergeschoss eines der beiden aktuell im Bau befindlichen Gebäude.
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- 100 Jahre halte das neue Landratsamt, sagt Landrat Bläse auf die Frage, für wie lange das Gebäude geplant sei.
- 473 PC-Arbeitsplätze befinden sich im neuen Soziallandratsamt.
- 326 Autostellplätze hat die Park- und Mobilitätsstation auf dem Union-Areal. Zudem gibt es Platz, um Fahrräder abzustellen und Kurzzeitparkplätze für Besucher.
- 2027 soll der Gebäudekomplex fertiggestellt sein, und zwar in der Jahresmitte. Derzeit sei man „voll im Zeitplan“, wie Tobias Landwehr sagte. Er ist der Bauleiter für das Großprojekt. Derzeit würden die Bodenplatten hergestellt, und es könne mit den Rohbauarbeiten begonnen werden.
- 106 Millionen Euro sind die Kosten für das Projekt. Darin eingerechnet sind Preissteigerungen, eine Rate für Unvorhergesehenes sowie Kosten fürs Grundstück, Abbrucharbeiten und für die Planung und den Wettbewerb.
- 40 Jahre ist es her, dass das heutige Landratsamt, das Ostalbkreishaus, in der Stuttgarter Straße in Aalen in den Betrieb gegangen ist. Das Gebäude wird weiterhin gebraucht – für alle Bereiche, die nicht mit dem Sozialwesen zu tun haben.
- 216 Kilowatt Nennleistung hat die Photovoltaikanlage, die für das Dach des Verwaltungsgebäudes geplant ist. Was darüber hinaus benötigt wird, das bezieht das Landratsamt aus zertifiziertem Ökostrom. Das neue Landratsamt soll an das Fernwärmenetz der Stadt Aalen angeschlossen werden. Dort soll CO2-neutrale Abwärme aus der Industrie verwendet werden, sodass vonseiten der Wärmeversorgung kein CO2 ausgestoßen wird.



