Gründer einer Weltfirma wurde bei Ulm geboren

Einer der bedeutendsten deutschen Industriellen stammt aus einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg

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Einer der bedeutendsten deutschen Industriellen: Robert Bosch wurde in Albeck bei Ulm geboren.
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Knapp 430.000 Mitarbeiter weltweit - und allein im vergangenen Jahr 2023 ein Konzernumsatz von fast 92 Milliarden Euro. Die Robert Bosch GmbH ist eines der größten Unternehmen in Deutschland und wichtigster Zulieferer der Automobilindustrie. Was aber kaum jemand weiß: Unternehmensgründer Robert Bosch ist in einem kleinen Dorf bei Ulm geboren.

Die Autobahnen 7 und 8 sind nur wenige Kilometer entfernt, die Münsterstadt Ulm liegt auch fast um die Ecke. Doch als der Gründer des bis heute weltweit operierenden Unternehmens und wichtigsten deutschen Autozulieferers am 23. September 1861 das Licht der Welt erblickte, gab‘s weder die beiden wichtigen Verkehrsverbindungen, noch war überhaupt das Ulmer Münster in seiner heute bekannten Form fertiggestellt.

Bosch ist einer der führenden Hersteller in der Automotive-Industrie

Entsprechend konnte damals auch niemand ahnen, dass Robert Bosch, der im Örtchen Albeck, das ziemlich exakt zwischen Langenau und Ulm liegt, geboren ist, einst eine Weltfirma gründen würde, die gleich in mehreren Industriesparten bis heute zu den weltweit führenden Herstellern gehören würde.

Die Robert Bosch GmbH beschäftigt knapp 429.000 Mitarbeiter weltweit.

Zum Jahresende 2023 beschäftigte die Bosch-Gruppe als ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen weltweit rund 429.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten des 468 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern zählenden Unternehmens gliedern sich in die vier Bereiche „Mobility“, „Industrial Technology“, „Consumer Goods“ sowie „Energy and Building Technology“. Ziel der Bosch-Gruppe ist es laut dem Unternehmensportrait auf der Bosch-Homepage, „übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitzugestalten“.

Schon als Kind den Geburtsort Albeck verlassen

Robert Boschs Werdegang führte ihn noch im Kindesalter relativ zeitnah weg von seinem Geburtsort. Seinem Vater gehörte das Gasthaus „Zur Krone“, das übrigens auch heute noch existiert. Dennoch verkaufte der Vater 1869 den gesamten Besitz der Familie in Albeck, um nach Ulm umzuziehen – eine Stadt, die ihren eigenen Nationalfeiertag hat. Dort besuchte Robert Bosch die Realschule und absolvierte eine Mechanikerlehre.

Erste unternehmerische Erfolge feierte Robert Bosch dann aber erst in Stuttgart. Dort gründete er seine „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“, wo er 1887 unter anderem seinen ersten Niederspannungs-Magnetzündapparat baute. Die von der Firma Bosch auf den Markt gebrachte Einspritzpumpe für den Dieselmotor bedeutete einen Durchbruch in der Automobilindustrie. Und bis heute ist die Robert Bosch GmbH einer der wichtigsten Automotive-Hersteller weltweit. Es war erst der Anfang einer unternehmerischen Erfolgsgeschichte, die auch 163 Jahre nach der Geburt Robert Boschs noch nicht zu Ende ist.

Augmented Reality: Auf den Spuren Robert Boschs

Zu Robert Boschs Ehren entstand in Albeck der Robert-Bosch-Rundweg. Dieser führt durch seinen Geburtsort - und mit einer AR-App können sogar multimediale Zusatzinhalte erlebt werden.

Mit zwölf Bild- und Schrifttafeln werden Robert Bosch, sein Leben und herausragendes Wirken, seine Familie sowie deren Verbindung zu Albeck auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg vorgestellt. Mit der App „Robert-Bosch-Weg“ (downloadbar im App-Store bzw. Play-Store) taucht der Nutzer in die zeitgeschichtliche Epoche des Unternehmensgründers ein. Vor Ort bekommt man dann Film- oder Fotoaufnahmen, 360-Grad-Ansichten oder animierten 3D-Figuren und Modelle präsentiert.

Start und Ende sind auf dem Parkplatz der Robert-Bosch-Halle, der vor Ort ausgeschildert ist.

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