Weihnachtsmarkt Schwäbisch Gmünd: Budenbetreiber ziehen Fazit

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Der Gmünder Weihnachtsmarkt kommt an diesem Donnerstag zum Ende. Viele Budenbetreiberinnen und -betreiber berichten von einem reibungslosen Austausch mit den Veranstaltern. Hier und da gibt es Wünsche fürs kommende Jahr.
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Nach vier Wochen endet der Gmünder Weihnachtsmarkt an diesem Donnerstag (21.12.). Viele Betreiber finden lobende Worte. Vereinzelt gibt es Wünsche für das kommende Jahr.

Schwäbisch Gmünd. Der bis dato größte und längste Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Gmünd geht an diesem Donnerstag zu Ende. Doch was halten die Macherinnen und Macher hinter den einzelnen Buden vom Rekordweihnachtsmarkt? 

Wo sich viele Betreiber einig sind: An manchen Tagen war’s mit der Kundschaft schwierig. „Aber das lag am Wetter“, sagt Martin Schadock, der zum sechsten Mal auf dem Weihnachtsmarkt Spielwaren anbietet, „das hat nichts mit dem Veranstalter zu tun.“ Im Gegenteil - das städtische Unternehmen Touristik und Marketing (T&M) sowie die gute Zusammenarbeit seien "ein Grund, warum ich hier bin“.

Für Martin Schadock ist der Veranstalter T&M einer der Gründe, warum er gern auf dem Gmünder Weihnachtsmarkt Spielwaren anbietet.

19 Uhr würde reichen

Auch andere Betreiberinnen und Betreiber, wie etwa Beate Frey aus Aalen, die auf dem Weihnachtsmarkt Mineralien verkauft, lobt die Organisation und den Austausch mit der T&M. „Das war alles super organisiert“, sagt sie.

Allerdings hätte sie die Verlängerung der Kernöffnungszeiten bis 20 Uhr nicht unbedingt gebraucht, sagt Frey. Die meisten Kundinnen und Kunden habe sie tagsüber empfangen, „zwischen 17 und 18 Uhr ist es dann, als würde man einen Schalter umlegen“. Wäre um 19 Uhr Schluss gewesen und der Betrieb danach auf freiwilliger Basis, „würde uns das auch reichen“. Dennoch kann sie ein positives Fazit ziehen: „Die Gmünder halten uns die Treue.“

Beate Frey aus Aalen handelt mit Mineralien. Wie sie berichtet, seien in den Abendstunden weniger Kunden unterwegs gewesen als tagsüber.

Dass Stände ohne Getränke und Speisen gegenüber solchen mit Bewirtung in den Abendstunden den Kürzeren ziehen, wundert Martina und Siggi Horn von der Sternenschänke nicht. Trotzdem betonen die beiden: „Jeder, der hier Essen und Getränke verkauft, sollte froh sein.“ Denn es seien gerade die Stände, die mit anderen Waren handeln, „die uns den Markt interessant machen“ und auf die man bei der Planung eingehen sollte.

Geht es um die Mischung aus Handel und Bewirtung an den insgesamt 79 Ständen des diesjährigen Weihnachtsmarkt, „haben wir eine gute Mischung“, findet Wenshuo Zhang, der zum dritten Mal unter anderem Glühwein und asiatische Speisen auf dem Weihnachtsmarkt anbietet.

Wenshuo Zhang bietet zum dritten Mal auf dem Gmünder Weihnachtsmarkt unter anderem Glühwein und asiatische Spezialitäten an.

Einen guten Mittelweg dürfte Julian Durchdenwald von der gleichnamigen Imkerei aus Gaildorf gefunden haben. Neben Produkten rund um Honig, Bienen und Wachs hat er unter anderem auch Met ausgeschenkt. "Für mich ist es okay mit der Uhrzeit." Auch er zeigt sich trotz verregneter Tage zufrieden: "Ich fand es in Ordnung, es hat trotzdem Spaß gemacht."

Lob an Kommunikation

Wenshuo Zhang und Martina und Siggi Horn berichten von einem reibungslosen Austausch mit der Stadt. „Die machen einen super Job“, sagt Siggi Horn. Komme es einmal zu Problemen, würden sie möglichst schnell gelöst. Per Chat werde kommuniziert, bei Problemen schnell gehandelt. „Da ist die Reaktionszeit sehr schnell“, sagt Zhang. Fürs kommende Jahr, findet der Standbetreiber, könne die Stadt gerne noch etwas mehr die Werbetrommel für den Weihnachtsmarkt rühren.

Martina und Siggi Horn in ihrer Sternenschänke. Das paar ist seit Jahren auf dem Gmünder Weihnachtsmarkt vertreten.

Ein Wunsch, den neben anderen Martina und Siggi Horn äußern, ist der nach mehr und besser ausgestatteten Toiletten. „Als Mann ist es machbar“, meint Siggi Horn. Aber für Frauen und Kinder hält er einen Toilettenwagen mit fließend Wasser und Waschbecken für angebracht. „Und da geht es nicht einmal um uns“, betont Martina Horn. Viel mehr denke das Paar, das seit Jahren zum Gmünder Weihnachtsmarkt gehört, da an ihre Gäste. „Das ist das einzige, was fehlt.“

Die Stadtverwaltung wolle noch warten, bis der Weihnachtsmarkt final beendet ist. „Erst danach können wir ein rundes Statement abgeben“, sagt dazu Stadtsprecherin Ute Meinke.

Handel profitiert vom Markt

Aktuell „verzeichnet der Einzelhandel in Gmünd eine zurückhaltendere Kaufkraft“, sagt Simone Klaus vom örtlichen Handels- und Gewerbeverein (HGV). Dennoch habe der Weihnachtsmarkt geholfen, Kunden in die Gmünder Geschäfte zu locken. Das viele Publikum um den Weihnachtsmarkt habe eine „optimale Gelegenheit“ für Händler geboten, um von mehr Kundschaft zu profitieren. Der Weihnachtsmarkt sei dadurch nicht nur ein festlicher Höhepunkt in der Stadt, sondern stärke nachhaltig den Gmünder Handel.

Gerade an den Adventssamstagen hätten die Gmünder Händler steigende Umsätze im Weihnachtsgeschäft verzeichnet. Zum Endspurt zu den Feiertagen, freuen sich die Gmünder Einzelhändler noch einmal darauf, Kundinnen und Kunden mit Rat und Tat in ihren Geschäften zur Seite zu stehen.

Julian Durchdenwald dürfte mit seinem Stand einen guten Mittelweg zwischen Handel und Bewirtung gefunden haben.

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