Wo Schnitzel auf Souvlaki trifft

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Inhaberin Petra Krajisnik serviert den Gästen Spezialitäten aus dem Balkan und Schwäbisches.
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In der Lämmerei im Böbinger Schweizerhof serviert das Küchenteam schwäbische Gerichte und Spezialitäten aus dem Balkan.

Böbingen

Die Spätzle sind selbst gemacht, der Kartoffelsalat ebenso, Schnitzel werden doppelt paniert, der griechische Feta ebenfalls. Petra Krajisnik führt seit vier Jahren mit viel Leidenschaft die Lämmerei in Böbingen, die angeschlossen ist ans Hotel Schweizerhof. Ihre Gäste dürfen sich im Restaurant auf eine ganz besondere Mischung freuen: schwäbische Küche und Balkan-Spezialitäten. 

„Wir können beides“, sagt Petra Krajisnik lachend und serviert knusprig gebratenes Gyrosfleisch mit selbst gemachtem Djuvecreis. Sehr lecker. Dazu gibt's hausgemachtes Tsaziki - ein Genuss. „Wir müssen uns aber auch nicht verstecken, was die schwäbische Küche angeht“, findet die Inhaberin der Lämmerei. Soßen setzt ihr Koch mit Fleisch an, die Schnitzel werden mit Liebe doppelt paniert und frisch ausgebacken. „Den Unterschied schmeckt man“, schwärmt die Chefin und serviert ein leckeres Rahmschnitzel mit viel Soße. Die Calamares bereite das Küchenteam ebenfalls frisch zu. Große Oktopus-Tuben werden hierfür in Ringe geschnitten und mit Mehl ummantelt. So würden sie besonders kross - kein Vergleich mit Fertigprodukten, findet die Gastronomin.  

Die Karte der Lämmerei im Schweizerhof ist zweigeteilt: Da finden sich Grillplatten - beispielsweise die Atlantis-Platte mit Oktopus, die Kreta-Platte mit Gyros, Schweinefilet, Souvlaki, Reis und Pommes, aber auch schwäbische Klassiker wie das Rahmschnitzel Jäger Art mit Pommes und Salat, Zwiebelrostbraten mit Spätzle oder Kässpätzle. Besonders umfangreich ist auch die Vorspeisen-Karte: Taramas-Fischcreme, gegrillte Paprika, Blätterteigtaschen mit Spinat, Fetakäse, Pitabrot und Tsaziki. Der Koch ist Grieche, einige Mitarbeiter stammen aus Jugoslawien, alle sprechen deutsch.

„Unsere Gäste schätzen die große Auswahl“, ist sich Petra Krajisnik sicher. Jeder und jede finde auf ihrer Karte etwas. Fischgerichte gingen sehr gut. Lachs, Seehecht, Oktopus und Scampi bezieht sie von  einem Fischhändler aus Schnaitheim. Die Platten mit Grillspezialitäten aus dem Balkan seien ebenfalls beliebt, aber auch Schwäbisches. „Wir haben schon versucht, die Karte zu verkleinern“, gesteht sie. Beim Versuch sei's allerdings geblieben, weil einfach alle Gerichte guten Absatz fänden. „Wir verzichten dafür auf Wildgerichte im Herbst oder Spargel im Frühling. Das suchen die Kunden bei uns auch nicht.“

In der Lämmerei - eine Anlehnung ans Mutlanger Lamm, das Petra Krajisnik zuvor mit ihrem Mann geführt hatte - gehen viele Stammgäste ein und aus, Im Sommer ist der Biergarten am Haus bei Radfahrern und Wandersleuten sehr beliebt. Zudem kocht das Team für viele Hochzeiten, runde Geburtstage, Taufen und andere Familienfeiern. „Wir können große Gesellschaften gut bewirten“, freut sich die Chefin, denn sie könne auf ein hervorragendes Team in der Küche und dem Service zählen. „Darauf bin ich richtig stolz.“

Die Stammgäste und ihr Team hätten sie auch durch die schwierigen Pandemie-Jahre getragen. „Wir arbeiten hier alle sehr viel, aber sehr gerne und mit Herzblut. Das ist mir wichtig“, beschreibt es Petra Krajisnik, bevor sie sich zu ihrem Team an den Tisch gesellt. Wenn die Lämmerei schließt und alle Gäste gegangen sind, setzen sie sich zum Essen zusammen. „Ich bin sehr dankbar, ein so tolles Team zu haben. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit.“

Hier schmeckt's - die Lämmerei in Böbingen

Besonders beliebt: die Mixplatten, zum Beispiel die Poseidon-Platte mit Seehecht, Seezunge, Calamares, Scampi, Rosmarinkartoffeln und Salat für 19,90 Euro.Das Schmankerl: die Akropolis-Platte für zwei Personen mit Oktopus, Scampi, Calamares, Lachsfilet, Grillgemüse, Rosmarinkartoffeln und Salat für 42,90 Euro.Günstige Hauptgerichte: Kässpätzle für 9,90 Euro, paniertes Schnitzel mit Pommes und Salat für 12,90 Euro, wechselnde Tagesessen für 9,90 Euro - zum Beispiel Gyros mit Reis, Pommes und Salat oder Calamares mit Rosmarinkartoffeln und Salat.Sitzplätze: innen: 120, außen 140.Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch von 17 bis 21 Uhr, Donnerstag und Freitag von 11.30 bis 14 und von 17 bis 21 Uhr, Samstag von 11.30 bis 14 und von 17 bis 22 Uhr, Sonntag von 11.30 bis 15 und von 17 bis 21 Uhr.

Die Lämmerei im Schweizerhof bietet Plätze innen und außen.
In der Lämmerei feiern viele Hochzeit, runde Geburtstage und andere Familienfeste.

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