3 Fragen an Kathi Heilmaier

„Man muss kämpfen“

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Kathi Heilmaier
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Erding - Mit 13 Jahren erkrankte Kathi Heilmaier an Leukämie. Wir sprachen mit ihr.

Mit 13 Jahren erkrankte Kathi Heilmaier an Akuter myeloischer Leukämie (AML), der selteneren der beiden Leukämieformen im Kindes- und Jugendalter. Sie bekam Chemotherapien und vor fünf Jahren eine Knochenmarksspende. Wir sprachen mit der Erdingerin (19), die heuer ihr Abitur am Korbinian-Aigner-Gymnasium macht, über ihr Leben nach dem Krebs.

Kathi, wie geht es Dir heute?

Kathi Heilmaier: Ich brauche nach wie vor Medikamente, da mein Herz durch die Behandlung angegriffen wurde. Außerdem bin ich anfälliger für Infekte als früher. Es gibt immer mal wieder ein paar Baustellen, aber insgesamt geht es mir ganz gut. Ich bin auch wieder sportlich wie eh und je – voriges Jahr habe ich mit der Schule zum Beispiel auf dem Rad die Alpen überquert.

Welche Auswirkungen hat die Leukämie noch heute auf Dein Leben?

Heilmaier: Alle drei Monate muss ich zur Blutabnahme und einmal im Jahr zum großen Check mit EEG, Lungenfunktionstest, Knochenmarkspunktion und mehr. Das steht bald wieder an.

Welche Tipps gibst Du Leukämiekranken?

Heilmaier: Man muss sich reinhängen, kämpfen und das Beste draus machen. Den Mut darf man nicht verlieren, und man muss sich Ziele setzen – selbst wenn sie in dem Moment noch so naiv und blauäugig sind.

Das Gespräch führte Vroni Macht.

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