Glanz im Ortskern

Ab Dezember soll sie funkeln: So sieht die Winter-Beleuchtung in Holzkirchen aus

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Winterlicher Vorgeschmack: Das Alte Rathaus und der Brunnen sollen in warmem weiß funkeln, wie die Illustration der Firma Licht Concept zeigt.
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Ab Anfang Dezember funkelt der Holzkirchner Ortskern wunderbar winterlich. Eine einheitliche Beleuchtung,  ist gefunden. Einzig der Christbaum am Marktplatz muss sich noch gedulden.

Holzkirchen – Ein Blick auf den Kalender lässt stutzen. Heute in zwei Monaten sitzt der eine Teil mit der Familie bei Plätzchen und Glühwein zusammen, während sich der andere am zweiten Weihnachtsfeiertag vom Festmahl am ersten erholt. Höchste Zeit also, sich Gedanken um Weihnachten zu machen. Im Holzkirchner Rathaus ist das bereits im Sommer passiert. Eine einheitliche Beleuchtung für den Ortskern sollte her. Das auserkorene Konzept wurde nun im Gemeinderat präsentiert.

Es stammt von der Firma Licht Concept aus Übersee am Chiemsee. Sie war die Einzige von acht von der Gemeinde kontaktierten, die ein Angebot abgegeben hat, erklärte Standortförderin Eva-Maria Schmitz in der Sitzung. Mit ihrem Konzept hat die Firma überzeugt. Eines lässt sich auf den ersten Blick sagen: Die selbstauferlegten Anforderungen der Marktgemeinde an die Illuminierung werden erfüllt. Dezent und geschmackvoll, keinesfalls kitschig. Kein farbenfrohes Blinken, sondern gedeckte Lichtelemente.

Am Alten Rathaus, der jetzigen Gemeindebücherei, zeichnen warm-weiße LED-Lichterschläuche die Dachkonturen nach, einzelne „Zapfen“, wie Schmitz sie nennt, baumeln an der Fassade herunter. Den Brunnen nebenan verdeckt der Bauhof im Winter mit einer Holzverkleidung, die mit einem Lichternetz überspannt wird. Die Figur von Abt Ayndorffer, die aus der Verkleidung ragt, wird so von unten beleuchtet.

In den Bäumen am Marktplatz und entlang der Münchner Straße werden jeweils zwölf, unterschiedlich große, leuchtende Kugeln in Silber und dezentem Gold angebracht. In den Baumkronen wird dafür eine Verkabelung installiert, die das ganze Jahr über hängen bleibt. „Sie steht dann auch für andere Fest, im Sommer etwa, zur Verfügung“, erklärte Schmitz. An den Laternen auf dem Abschnitt zwischen der Hafnerstraße und dem Oskar-von-Miller Platz hängt jeweils eine Leuchtkugel.

Verschieden große Kugeln in Gold und Silber schmücken die Bäume am Marktplatz.

Pünktlich am 1. Dezember will die Marktgemeinde die neue Illuminierung – Kostenpunkt: 31 500 Euro – erstmals anknipsen. Hängen bleiben soll sie bekanntlich nicht nur bis kurz nach Weihnachten, sondern bis Mariä Lichtmess. Ein Vorhaben lässt sich heuer dagegen nicht umsetzen. So sollte auch der Christbaum am Marktplatz mit neuen LED-Kerzen geschmückt werden. Das Problem: Licht Concept hat laut Schmitz aktuell keine „typisch-bayerischen“ Schaftkerzen im Angebot. Ergo muss sich der Christbaum noch ein Jahr gedulden.

Dann könnten auch die Gewerbetreibenden in Sachen einheitlicher Winter-Beleuchtung nachziehen. „Wir sind mit den Einzelhändlern im Gespräch und es gibt erste Überlegungen, wie wir es weiterentwickeln“, sagte Schmitz. Aber: „Der Markt geht erstmal voran.“ Im Marktgemeinderat kam das Konzept gut an. Den Tenor fasste Simon Ammer treffend zusammen: „Mir gefällt’s.“

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fp

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