VonSascha Karowskischließen- Thomas Gautierschließen
Die traditionellen Faschingsfeiern auf dem Viktualienmarkt fallen 2025 aus. Grund: der schreckliche Anschlag mit zwei Toten und 39 Verletzten.
Erst die Damischen Ritter – jetzt die Marktfrauen!
Die Stadt München hat ihre Faschingsfeiern auf dem Viktualienmarkt abgesagt. Das betrifft den Unsinnigen Donnerstag (27. Februar) und den Faschingsdienstag (4. März) mit dem traditionellen Tanz der Marktfrauen.
Der Grund ist natürlich der furchtbare Anschlag auf den Demonstrationszug von ver.di am 13. Februar. Dabei raste ein Attentäter (24) mit seinem Mini in der Seidlstraße in den Zug, verletzte 39 Menschen und tötete die Mutter Amel (37) und ihre Tochter Hafsa (2).
In einer Mitteilung der Markthallen und des Kommunalreferats heißt es: „Als Stadtfamilie erscheint es uns im Angesicht des Anschlags und insbesondere aufgrund des gewaltsamen Todes unserer Kollegin aus der Stadtverwaltung und ihrer kleinen Tochter unvorstellbar, unbeschwert auf dem Viktualienmarkt Fasching zu feiern. Als Stadtfamilie können wir im Angesicht unserer zahlreichen vom Anschlag körperlich und psychisch betroffenen Kolleginnen und Kollegen nicht einfach den Hebel wieder umlegen. Als Stadtfamilie sind wir tief betroffen, traurig und fassungslos ob des unermesslichen Leids, das über unsere Heimatstadt hineingebrochen ist.“
Weiter: „Deswegen bitten wir alle, die seit Wochen und Monaten auf die beiden Veranstaltungen hingearbeitet und hin gefiebert haben, um Verständnis, dass beide städtischen Faschingsveranstaltungen auf dem Viktualienmarkt hiermit abgesagt werden.“
Fasching in München: Auch die „Damischen Ritter“ haben ihren Zug abgesagt
Am Montag hatten schon die Damischen Ritter ihren traditionellen Faschingsumzug abgesagt. „Uns ist einfach derzeit nicht nach Feiern zumute!“, teilte der Verein Gesellige Vereinigung der Turmfalken mit. „Die ganze Stadt trauert.“
Die Stadt München war in die Entscheidung der Damischen Ritter mit eingebunden. Die sei „in enger Abstimmung“ mit den Sicherheitsbehörden und der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla als Kooperationspartnerin erfolgt, so ein Stadtsprecher. Ein Faschingszug sei „zwar möglich“, könne „unter den gegebenen Umständen aber nicht fröhlich und unbeschwert veranstaltet werden“.
Die Logische Folge: Nun sagte auch die Stadt ihre eigenen Veranstaltungen auf dem Viktualienmarkt ab.
Rubriklistenbild: © Peter Kneffel


