Abitur-Noten bekannt gegeben

Schülerinnen stechen beim Abitur hervor -  „Begabt, fleißig und trotzdem normal“

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Symbolbild Abitur-Prüfung
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Seit Freitag wissen die Abiturienten im Landkreis, wie sie bei den Prüfungen abgeschnitten haben. Bei einem Blick auf die Noten fällt auf: Die Schülerinnen aus Hohenburg stechen hervor.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Etwas zittrig mag wohl manch ein Schüler am Freitag zu einem seiner letzten Schulbesuche angetreten sein: Die Bekanntgabe der Abitur-Noten stand an den Landkreis-Gymnasien an. Herausragende Leistungen erzielten heuer vor allem die Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums.

„Von 37 Absolventinnen haben bis jetzt elf Mädchen eine Eins vor dem Komma“, berichtet Schulleiter Christoph Beck. Zwei Schülerinnen hätten einen Schnitt von 2,0, seien jedoch punktemäßig so nah an der Note 1,9, dass beide in der Nachprüfung den Einserschnitt wohl noch erreichen. Die Leistungen an der Mädchenschule sind in diesem Schuljahr herausragend. Der Abiturjahrgang kann wohl nach den Nachprüfungen nicht nur eine Quote von 30 bis 35 Prozent Einserschülerinnen aufweisen. Zudem haben drei Schülerinnen einen Schnitt von 1,1, drei weitere erreichten sogar eine glatte 1,0. „Das ist bei uns nicht jedes Jahr der Fall“, sagt Beck. Diese jungen Frauen seien begabt, fleißig „und trotzdem ganz normal, also keine Nerds“, sagt Beck.

Der Schulleiter ließ die Mädchen am Freitag nicht lange auf die Bekanntgabe warten – offiziell darf man das erst „am Nachmittag“. Beck definiert das ab 12.01 Uhr. Für die Bekanntgabe versammelten sich alle Schülerinnen im Hohenburger Jagdsaal, der an das Direktorat anschließt. „Dann sind die Mädchen einzeln hereingekommen, um die Noten entgegen zu nehmen“, schildert Beck die Situation.

Deutlich mehr Abiturienten als in Hohenburg gibt es am Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasium. Hier traten heuer laut Schulleiter Alexander Göbel 134 Jugendliche an. Der Gesamtschnitt liegt voraussichtlich bei 2,33 – erst die Nachprüfungen bringen das finale Ergebnis. „Der Spitzenwert liegt bei der Note 1,1“, sagt Göbel. 30 Abiturienten sind besser als 2,0. Wer in einer Prüfung durchgefallen sei, könne dies mithilfe der Nachprüfungen aktuell noch ausbügeln.

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Das bundesweit als zu schwer beklagte Mathe-Abitur sei nicht durchgehend schlecht ausgefallen, sagt Göbel. „Die Prüfungen waren vielleicht einen Tick schwieriger, aber Mathe ist erfahrungsgemäß ein Fach, in dem standardmäßig immer Schüler durch die Prüfung fallen“, sagt der Schulleiter.

Am Max-Rill-Gymnasium in Reichersbeuern ist Schulleiterin Carmen Mendez ebefalls sehr zufrieden mit den 16 Jugendlichen, die heuer zum Abitur antraten. Sieben von ihnen waren besonders gefordert, denn sie haben Deutsch nicht als Muttersprache. Trotzdem: Zwei Jugendliche des Abiturjahrgangs haben sogar Klassen zuvor übersprungen, darunter sogar ein junger Erwachsener, der Deutsch nicht als Erstsprache lernten.

An der Max-Rill-Schule erreichten drei Schüler einen Einserschnitt, die beste Leistung liegt laut Mendez bei der Note 1,5. „Diese könnte sich aber in der mündlichen Prüfung noch um ein Zehntel verbessern“, sagt die Schulleiterin. Zudem müssen drei Jugendliche in die Nachprüfung, um das Abitur noch zu bestehen. Und wie fiel in Reichersbeuern das Mathe-Abi aus? „Das war entsprechend der Tendenzen der vorher erbrachter Leistungen aus“, sagt auch Mendez über die Prüfung.

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Am St. Matthias-Gymnasium in Waldram freuten sich am Freitag 33 junge Erwachsene über das bestandene Abitur. Sechs von ihnen erreichten einen Einserschnitt. Über die vermeintlich anspruchsvollen Matheaufgaben wollte an diesem Freudentag dort keiner mehr sprechen.

Am Gymnasium in Geretsried schafften drei Schülerinnen eine Eins vor dem Komma: Alexandra Seebauer, Elena Pavlas und Sophie Loipholder sind dort die besten Absolventinnen. Insgesamt unterzogen sich dort 80 Schüler den Prüfungen.

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