Der Amperverband berichtet, dass die Abwasserreinigung sicher gestellt ist. Der Verband richtet aber einen dringenden Appell an die Bevölkerung.
Fürstenfeldbruck - „Wir bitten Sie dringend, uns zu unterstützen. Werfen Sie bitte nichts in die Toilette was dort nicht hinein gehört“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. „Vermeiden Sie es unbedingt, Feucht-Toilettentücher, Küchenrolle, Taschentücher, Babyfeuchttücher oder ähnliches auf diesem Weg zu entsorgen.“ Die Kanalisation sei ein weit verzweigtes System aus Rohren und Pumpwerken. Die Gefahr der Verstopfung sei groß. „Wir versuchen, den Betrieb so reibungslos zu gestalten als irgend möglich.“ Die Mitarbeiter seien Tag und Nacht im Einsatz - sie kommen aber an ihr Limit. „Gerade diese eigentlich vermeidbaren Einsätze zu Pumpstationen halten extrem auf und erschweren die Arbeit zusätzlich“, so der Amperverband. „Davon abgesehen sind sie mit hohen Kosten verbunden, welche in einem gebührenfinanzierten System wieder ausgeglichen werden müssen.“ Dabei sei diese Arbeit leider absolut notwendig, denn funktionieren die Pumpstationen nicht, läuft das Abwasser auch nicht mehr zur Kläranlage – was das bedeutet, möge sich jeder selbst denken. Dann sei auch die Frage nach dem mangelnden Klopapier sehr schnell obsolet. Die Wasserversorgung im Verbandsgebiet des AmperVerband sei trotz des neuartigen Coronavirus sichergestellt und selbstverständlich auch die Qualität des Wassers. Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich.
Der AmperVerband hat eine langjährige Tradition. Seit seiner Gründung im Jahr 1960 kümmern sich die Mitarbeiter um die Schmutzwasserentsorgung von zehn Städten und Gemeinden.
In der Kläranlage in Geiselbullach wird das Schmutzwasser gründlich gereinigt, aufbereitet und schließlich sauber in die Amper zurückgeführt. Im Jahr 2000 übernahm der Verband zusätzlich die Betriebsführerschaft für den „Zweckverband zur Wasserversorgung der Ampergruppe (WVA)“, im Jahr 2017 für die Gemeinde Alling, und ist seitdem auch für die Trinkwasserversorgung von fünf Städten und Gemeinden zuständig.
Das Verbandsgebiet erstreckt sich mit teils unterschiedlichen Aufgaben auf Olching, Puchheim, Eichenau, Germering, Maisach, Bergkirchen, Gilching und Weßling.