„Skandalös“

Ärger über fehlenden Räumdienst am Mammendorfer Bahnhof

  • schließen

Die Zustände am Mammendorfer Bahnhof seien in diesem Winter nicht mehr hinnehmbar, findet Gemeinderatsmitglied Werner Zauser (Freie Wähler/FW) – und fand allgemeine Unterstützung im Gremium, als er das Nichträumen des behindertgerechten Aufgangs am Bahnhof scharf kritisierte.

Mammendorf   „Da hat kein Rollstuhlfahrer eine Chance“, sagte Zauser. Er fragte an, ob nicht kulanter Weise die Gemeinde den Bereich vom Schnee räumen könnte.

Auch er habe sich das angeschaut und zweimal deswegen mit der Bahn Kontakt aufgenommen, berichtete Bürgermeister Josef Heckl (Bürgergemeinschaft Mammendorf/BGM) dazu. „Nix ist passiert“, so das Fazit des Rathauschefs. Aus Haftungsgründen könne allerdings der Bauhof auf dem Bahngelände nicht räumen, klärte Heckl auf.

„Ich empfinde das Verhalten der Bahn als skandalös“, schimpfte Altbürgermeister Johann Thurner (BGM). Man müsse der Bahn ganz klar sagen: So geht‘s nicht. „Unser Ordnungsamt sollte das mal prüfen und der Bahn Maßnahmen androhen“, schlug Stefan Bauer (FW) vor. Der Zustand müsse beseitigt werden. Man solle auf Kosten der Bahn das Gelände räumen, nachdem die Bahn das nicht zu interessieren scheine.

Dem Ordnungsamt seien die Hände gebunden, so Thurner. Denn es handelt sich nicht um Gemeindegebiet. Zweiter Bürgermeister Peter Muck (CSU) vermutet, dass die Bahn die Räumung an Unternehmen vergeben hat, die allerdings ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Er wisse nicht, ob eine Firma beauftragt sei und die Arbeiten einfach vernachlässige, sagte Bürgermeister Heckl dazu.

Vielleicht würde die Bahn reagieren, wenn sich die vielen Pendler bei der Bahn beschweren würden, meinte Josef Reindl (BGM). „Nur wenn wir an die Öffentlichkeit gehen, kann man der Bahn Druck machen“, meinte Vize-Bürgermeister Muck abschließend. 

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa / Sven Hoppe

Kommentare