Online schauen, offline shoppen

Kampf gegen Internethandel: Aktive City Freising präsentiert „digitales Schaufenster“

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Läuft: Das Aktive-City-Team, bestehend aus (v. l.) Max-Josef Kirchmaier, Selma Parlar, Geschäftsführerin Julia Bönig, Projektleiter Michael Rattenhuber und Webdesigner Stefan Manhart, freut sich, dass die Seite jetzt online ist.
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Einkaufen, Schlemmen und mehr auf einen Blick: Die Aktive City hat das „digitale Schaufenster“ für Freising vorgestellt. Online schauen, offline shoppen, lautet die Devise.

Freising – Was lange währt, wird endlich gut: „Wir arbeiten schon seit Juni daran, nun ist es uns gelungen“, sagte Max-Josef Kirchmaier von der Aktiven City Freising (ACF). Die Rede ist von der Innenstadt-Freising-Internetseite, dem „digitalen Schaufenster“ der Domstadt, in dem sich Einzelhändler und Gewerbetreibenden präsentieren können. Am Donnerstag wurde die Seite offiziell vorgestellt – noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.

„Jede kleinere Stadt kämpft mit dem Online-Handel“

Projektleiter Michael Rattenhuber hat mit Webdesigner Stefan Manhart von der Firma typneun ein Konzept entwickelt, um die Freisinger Innenstadt online besser zu vermarkten. Die Feinarbeiten übernahmen ACF-Geschäftsführerin Julia Bönig, Selma Parlar und Max-Josef-Kirchmaier. „Jede kleinere Stadt kämpft heutzutage mit dem Online-Handel“, erklärte Rattenhuber. Dass der Aktive-City-Verein dem überbordenden Internet-Angebot etwas entgegensetzen müsse, sei schon länger klar gewesen. Die gängigen Konzepte hätten sich für Freising jedoch nicht als passend herausgestellt. „Die Lösung von der Stange haben wir wieder verworfen – und beschlossen, dass wir selber etwas machen.“ Das Schöne: Im Verein gebe es genügend kreative Köpfe und Engagierte, sodass niemand von extern benötigt worden sei.

Herausgekommen ist das digitale Schaufenster, das einen Gesamtüberblick gibt und sämtliche Informationen über das Angebot in der Innenstadt bündelt – das habe es in dieser Form bisher nicht gegeben, sagte Rattenhuber. Der Kunde soll online informiert werden, was Freising offline zu bieten hat.

Die Menschen hinter den Geschäften zeigen

Wer auf die klar strukturierte, ansprechend aufbereitete Seite schaut, merkt schnell: Hier stehen Emotionen im Vordergrund – und, dass der Nutzer einen übersichtlichen Gesamtüberblick bekommt. „Wichtig ist uns, die Menschen hinter den Geschäften zu zeigen. Das gibt dem Ganzen eine individuelle Note“, erklärte Rattenhuber. Mit starken Fotos wolle man einen positiven Gesamteindruck vermitteln, der Lust auf Freising machen soll.

Gegliedert ist der Auftritt in vier Kategorien: Unter „Einkaufen“ finden sich die Einzelhändler, das Schlagwort „Genießen“ führt zum gastronomischen Angebot. Hinter „Wohlfühlen“ verbergen sich Apotheken, Ärzte und alles rund um das Thema Gesundheit. Der Punkt „Dienstleistung“ listet von A wie Architekten bis W wie Werbung sämtliche Dienstleister auf. Eine interne Stellenbörse sei zudem denkbar. Neben der Startseite mit den vier Schwerpunkten gibt es die Reiter „Aktuelles“, zu Veranstaltungen in der Innenstadt, „Infos“, etwa zur Neugestaltung der Innenstadt, und „Parken + Anfahrt“ – für alle, die mit dem Auto in die Domstadt kommen.

Jetzt, wo das digitale Schaufenster online ist, soll es dazu beitragen, noch mehr Menschen in die Freisinger Innenstadt zu locken. Kirchmaier betonte: „Ich bin überzeugt, dass das gelingt.“

Gut zu wissen

Das digitale Schaufenster findet sich unter www.innenstadt-freising.de.

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