Am 3. März geht's los: Das große Benefiz-Spinnen für Amely. Im Sommer hat Familie Stelzer eine wahre Tragödie erfahren - aus Freising kommt eine Welle der Solidarität.
Das Leben ist kostbar - und kann innerhalb eines Augenblicks vorbei sein. Familie Stelzer musste das schmerzhaft erfahren.
Aus einem unbeschwerten Urlaub wird ein Schicksalsschlag
Im August sind Franz, Iris und die kleine Amely mit ihrem Mietwagen auf Mallorca unterwegs. Der Verkehr fließt gemächlich dahin - doch auf einmal wird die Familie auseinander gerissen. Ein Betonlaster kommt von seiner Spur ab und kracht in die Gegenfahrbahn. Franz Stelzer lässt bei dem Unfall sein Leben - Tochter Amely erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, mehrere Frakturen im Gesicht und einen beidseitigen Kieferbruch. Das ist aber leider noch nicht alles: Linker Oberschenkel und linker Arm sind ebenfalls gebrochen. Ein tagelanges Koma schließt sich an, die Ärzte tun ihr Möglichstes, um ihr das Leben zu retten. Wie durch ein Wunder übersteht sie die lange Tortur - doch vorbei ist es noch lange nicht.
Amely kämpft sich zurück ins Leben
Amely muss alles neu lernen: Sitzen, schlucken, essen und sogar sprechen. Zweimal wird die Reha sogar unterbrochen, weil unvermeidliche Operationen anstanden. In den folgenden Monaten zeigt sich, wie groß die Anteilnahme ist. Privatpersonen, Firmen - jeder spendet, damit Amely wieder ins Leben zurückfinden kann. Auch das Fitnessstudio Number 1, in dem die Stelzers seit einem Jahrzehnt Mitglied sind, trägt einen großen Teil dazu bei.
Spinning-Aktion für Amely
Die traditionelle Spinning-Aktion, die mit dem Freisinger Tagblatt veranstaltet wird, gilt heuer Amely. Zwei Räume, 82 Räder, dutzende Firmen: Jeder will helfen. Der zweite Raum war ursprünglich eigentlich gar nicht geplant - doch der Run auf die Spinning-Räder war so gigantisch, dass Franz Jungmeier einfach einen zweiten Raum aufmachen musste.
Am 3. März ist es dann endlich so weit im Fitnessstudio Number 1: Es wird gestrampelt, geschwitzt - und vor allem gespendet. Tausende Euro sollen zusammenkommen, um der kleinen Maus und ihrer Mama, die so viel durchmachen müssen, unter die Arme zu greifen. Denn: Amely wird noch lange Zeit eine Betreuung brauchen. Mama Iris wird dann nicht Vollzeit arbeiten können. Auch eine barrierefreie Wohnung muss her.
Firmen und Sponsoren helfen gemeinsam
Möglich machen die Spinning-Aktion neben den vielen teilnehmenden Firmen auch Sponsoren. Die Orange-Veranstaltungstechnik, das Früchtehaus Schweiger, Getränke Hirschmann, die Bäckerei Schweller und Umzug Weber: Sie alle sorgen dafür, dass den vielen Helfern, die für den guten Zweck radeln, selbst geholfen wird - sei es mit Getränken, Obst oder Snacks, oder einfach nur damit, dass alles da steht, wo es stehen soll. Und dann radeln die Freisinger Firmen Seite an Seite – um zu zeigen, dass die Domstadt zusammenhält.

