Trotz aller Bemühungen ist immer noch unklar, wo und wie man dauerhaft des Olympia-Attentats gedenken wird. Der Landkreis wendet sich jetzt an den Bund. Ziel ist die Schaffung eines Gedenkorts im alten Tower.
Der Bundesrepublik wird aufgefordert, das Towergebäude auf dem Fliegerhorst mit einem geeigneten Umgriff im Besitz zu erhalten. Außerdem ergeht die Aufforderung an den Bund, den alten Tower als Erinnerungsstätte in eigener Trägerschaft zu zur Verfügung zu stellen. Diese Formulierungen beschloss unlängst der Kreistag. Vorangegangen war ein entsprechender Antrag des Brucker Kreisrats Andreas Lohde (CSU).
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Anlässlich des 50. Jahrestags sei es nicht zu früh, dass sich auch der Bund seiner Rolle und seiner Verpflichtung bewusst werde, heißt es in der Begründung. Der Bund solle seinen Beitrag bei der Schaffung eines Gedenkorts leisten. Mit einem Engagement würde der Bund deutlich machen, wie wichtig ihm Erinnerungsarbeit ist. Lohde erinnert in seinem Antrag daran, dass der Landkreis sich seit langem um Gedenkarbeit bemühe.
Keine Eigeninitiative
„Nach wie vor bedauerlich und fast schon beschämend ist, dass die Bundesrepublik und namentlich das für den Sport zuständige Innenministerium bisher kaum Eigeninitiative bei der Schaffung eines Erinnerungsortes gezeigt hat“, so Lohde. Die Kreispolitiker unterstützten den Antrag einstimmig. Ebenfalls aus Bruck kommend auf dem Weg nach Berlin ist außerdem die Idee, eine Stiftung für den Gedenkort zu schaffen. Der Landkreis hat außerdem eine virtuelle Erinnerungsstätte geschaffen. st
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