Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Altlasten auf Fursty: Erste Tests laufen

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Unter dem Gelände des Fliegerhorstes könnten gefährliche Chemikalien oder anderes schlummern.
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Welche Altlasten schlummern im Boden des Brucker Fliegerhorsts? Diese Frage wurde unlängst von der CSU in der Stadt und vom Umweltbeirat aufgeworfen. Es wurde auch gefordert, endlich tätig zu werden.

Fürstenfeldbruck

Tatsächlich laufen im Hintergrund bereits Untersuchungen.

Im Auftrag der Bundeswehr erkundet derzeit ein von der Bayerischen Bauverwaltung beauftragtes Ingenieurbüro, ob und welche Altlasten es auf dem Gelände geben könnte. Das berichtet das Landratsamt nach einer entsprechenden Anfrage. Dabei handele es sich um eine Erfassung und Erstbewertung kontaminationsverdächtiger Flächen im Rahmen des Altlastenprogramms der Bundeswehr.

Die Untersuchung werde auch auf die Nutzungsgeschichte des Fliegerhorsts abzielen, erklärte eine Sprecherin. Mit Ergebnissen der Phase-I-Untersuchung – sie umfasst auch eine Feststellung möglicher PFC-Belastung (etwa durch Löschsschaum) – rechne die Bundeswehr bis Ende 2019.

Insgesamt ist klar, dass es in Sachen Fliegerhorst mehrere Akteure gibt. Neben dem Landratsamt und der Bundeswehr sind dies das Wasserwirtschaftsamt und natürlich die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima), der das Areal gehört. Das Gelände des Fliegerhorsts wurde als Altlastenverdachtsfläche in das entsprechende Kataster aufgenommen. Die Bima habe zugesagt, den nördlichen Bereich (Landebahn, Rollfeld, Flugzeugabstellflächen) auf PFC-Quellen untersuchen zu lassen Eine orientierende Untersuchung ohne PCF-Test sei schon im Jahr 2007 erfolgt.

Das Landratsamt seinerseits will sich mit dem Wasserwirtschaftsamt über ein Grundwassermonitoring auf dem Nordteil abstimmen. Das Wasserwirtschaftsamt habe bereits 2018 Proben entnommen. Für die Untersuchung des südlichen Bereichs müsse das Wasserwirtschaftsamt noch Haushaltsmittel beantragen.  st

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