Gleich mehrere Anrufer hatten der Fürstenfeldbrucker Polizei am Sonntagmittag einen verletzten größeren Vogel an der Amper gemeldet.
Fürstenfeldbruck - Die Beamten machten sich auf den Weg, konnten das Tier aber zunächst nicht finden. Schließlich führten sie zwei Spaziergängerinnen, die das Tier ebenfalls im Bereich des Grillplatzes an der Schöngeisinger Straße bemerkt hatten, zu dem Vogel, der augenscheinlich nicht verletzt, aber völlig entkräftet und ausgekühlt war. Ein Unbekannter hatte den Graureiher mittlerweile in eine rosafarbene Decke gehüllt. Dort lag er nun und machte mit seinem erhobenen Köpfchen einen bemitleidenswerten Eindruck.
Der Vogel ließ sich ohne Gegenwehr vom Polizeibeamten Klaus Meissner (r.) und seinen Kollegen in eine Station des Vogelnotdienstes in Olching verbringen. „Wie es dem Tier inzwischen geht, wissen wir nicht. Aber er ist dort in guten Hände“, sagte Meissner am Sonntagabend auf Nachfrage.
Am Montag dann aber stellte sich heraus, dass der Reiher schon so aushungert war, dass jede Hilfe zu spät kam. Das Tier sei zaundürr gewesen, es habe Nahrung nicht mehr verarbeiten können, sagte Vogel-Experte Gerhard Wendl am Montag. Das Tier - es wies keinerlei Verletzungen auf - sei am Montag eingeschlafen.