VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Mit hohem Tempo geriet ein Mercedesfahrer am Kesselberg auf die Gegenfahrbahn und durchbrach dann eine Steinmauer. Die Retter erwartete eine spektakuläre Szene.
Kochel am See/Walchensee - Mehr als einen Schutzengel hatte ein 28 Jahre alter Autofahrer aus München. Der Mann überstand einen schweren Unfall am Kesselberg mit leichten Blessuren. Wäre der Mercedes allerdings nur ein wenig weiter gerollt, hätte es böse ausgehen können.
Am Kesselberg: Mit hoher Geschwindigkeit geriet der Wagen auf die Gegenfahrbahn
Nach Angaben der Polizei war der Münchner am Sonntag gegen 13.45 Uhr auf der Bundesstraße 11 unterwegs. Der 28-Jährige fuhr mit seinem 500 PS motorisierten Mercedes AMG die berüchtigte Kesselbergstrecke bergauf in Richtung Urfeld. Mit hoher Geschwindigkeit geriet der Wagen auf die Gegenfahrbahn. Auf Höhe der sogenannten „oberen Klammbrücke“ durchbrach der Mercedes eine massive Steinmauer und kam dann zum Stillstand. Glücklicherweise. „Denn nur wenige Schritte weiter wären Pkw und Fahrer viele Meter tief abgestürzt“, so die Polizei im Pressebericht.
Unfallfahrer gibt an, entgegenkommendem Wagen ausgewichen zu sein
Als Ursache gab der Fahrer nach Angaben der Polizei an, einem auf seiner Fahrspur entgegenkommenden silbernen Mercedes SLK ausgewichen zu sein. Deshalb sucht die Polizei nun nach Zeugen. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08041/76106273 zu melden.
Der Fahrer wurde leicht verletzt. Am Wagen entstand ein geschätzter Schaden von 20.000 Euro. Den Schaden an der Mauer schätzt die Polizei auf 3000 Euro.
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Am Kesselberg ereigneten sich in den vergangenen Wochen auch wieder zahlreiche schwere Motorradunfälle: Frau (27) prallt mit Motorrad gegen Felswand, Ein ähnlicher Unfall hatte sich auch wenige Tage zuvor ereignet: Motorradfahrer (19) prallt am Kesselberg gegen Felswand: Schwer verletzt. Ermittelt wird auch gegen einen Biker, der einem Autofahrer den Mittelfinger gezeigt hat und diesen dann ausbremste.
