VonLukas Schierlingerschließen
Die Bilanz zum Unwetter in München: Gewaltige Auswirkungen sind am Mittwoch spürbar. Größere Personenschäden gab es glücklicherweise keine.
Update 12. Juli, 9.50 Uhr: „Dann gings auch schon los, die Anrufe kamen im Minutentakt“, blickt die Münchner Feuerwehr in einer Pressemitteilung auf die aufreibende Nacht zurück. Rund 400 Einsätze seien von den Rettern abgearbeitet worden (siehe Ursprungsmeldung). „Als die ersten Sturmböen über die Landeshauptstadt hinwegfegten, reagierte die Führung der Leitstelle prompt. Sie stockte das Personal in der Integrierten Leitstelle von sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf insgesamt 41 auf.“ Auch die Freiwillige Feuerwehr München wurde in Alarmbereitschaft gesetzt.
In der Guardinistraße (Großhadern) drohte ein Gerüst, umzufallen. Einsatzkräfte befestigten die losen Teile wieder ordnungsgemäß. „Gegen ein Uhr wurden weitere Einsatzkräfte zu einem Ast in der Trambahnoberleitung disponiert. Sie konnten den Ast mithilfe von MVG-Mitarbeitern schnell entfernen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Durch herunterfallende Äste seien mehrere Personen leicht verletzt worden. Sie erlitten Schnittverletzungen und Kopfplatzwunden. Zur Höhe der entstandenen Sachschäden lagen zunächst keine Angaben vor.
Bilanz zum Unwetter in München: Gewaltige Auswirkungen am Mittwoch spürbar
Ursprungsmeldung:
München – Es hat gewaltig gekracht in der Landeshauptstadt! Heftige Unwetter zogen in der Nacht auf Mittwoch (12. Juli) über München. Sogar das Warn- und Informationssystem Katwarn löste aus. Am Morgen darauf hat die Isar-Metropole mit den Auswirkungen zu kämpfen. Alle wichtigen Infos finden Sie in unserem News-Ticker.
Zu über 400 Einsätzen sei man ausgerückt, bilanzierte die Berufsfeuerwehr am Mittwochmorgen. In München waren Bäume auf Autos gestürzt, jedoch keine schwerer verletzten Menschen zu beklagen gewesen. Mit den Aufräumarbeiten dürften Betroffene jedoch noch einige Zeit beschäftigt sein. In der Notrufzentrale der Polizei meldeten sich zu später Stunde viele besorgte Bürger. Sie griffen unter anderem aufgrund verwehter Bauzäune und beschädigter Oberleitungen zum Hörer.
Einige Autobahnen rund um München waren während des Unwetters nur eingeschränkt befahrbar. Als besonders kritischen Punkt machte die Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck Streckenabschnitt der A8 zwischen dem Autobahndreieck München-Eschenried und dem Autobahnende München-Obermenzing aus: Einzelne Fahrstreifen waren aufgrund abgebrochener Äste oder sonstiger Gegenstände vorübergehend nicht mehr befahrbar.
S-Bahn- und Regionalverkehr nach Unwetter in München stark eingeschränkt
Auf gewaltige Einschränkungen müssen Sich S-Bahn-Pendler wohl noch den ganzen Mittwoch einstellen. Am Morgen war der Verkehr fast komplett eingestellt. Es werde daran gearbeitet, SEV-Optionen bereitzustellen, hieß es. Auch im Regionalverkehr dürfte es noch für längere Zeit zu Störungen kommen. Die Bayerische Regiobahn (BRB) vermeldete am Morgen: „Die Züge im Oberland verkehren nur von/bis Holzkirchen. Die Züge Holzkirchen in Richtung München entfallen komplett.“
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