VonChristiane Mühlbauerschließen
Zum Festival „Bene Culture“ laden Studenten und das ZUK an diesem Samstag in den Maierhof ein. Für alle Generationen wird viel geboten, es gibt zahlreiche Aktionsstände. Auch örtliche Vereine sind beteiligt. Im Kern geht es um biologische Vielfalt, Nachhaltigkei und interkulturelle Begegnung.
Benediktbeuern – Im vergangenen Jahr wurde „Bene Culture“ zum ersten Mal veranstaltet und fand großen Anklang. Aus diesem Grund entschieden sich einige andere Studenten der Katholischen Stiftungshochschule (KSH), das Festival erneut anzupacken. Für die sechs Studierenden im sechsten Semester ist das Festival das vorgeschriebene „Praxisprojekt 3“, das sie selbst auswählen und gestalten dürfen. „Nicht alle Praxisprojekte sind so groß“, sagt Studentin Antonia Erdl lächelnd. Seit September ist die Gruppe mit den Vorbereitungen beschäftigt, „Es ist ein ziemlich großes Projekt mit Veranstaltungsmanagement und Sponsorensuche“, sagt Erdl. „Aber wir sind alle daran gewachsen, und es hat uns als Team zusammengeschweißt.“ Die Studenten müssen es anschließend für die Uni schriftlich reflektieren.
Ausgehend vom vergangenen Jahr, haben die Studenten auch diesmal wieder örtliche Vereine und engagierte Benediktbeurer mit ins Boot geholt. Zwischen 12 und 22 Uhr ist im Maierhof, begleitet von Live-Musik, viel geboten. Alle Mitmach-Angebote sind „rund um die Uhr“, nur wenige Aktionen mit fester Zeitangabe. Im Kern geht es um biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit und interkulturelle Begegnung.
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Hier ein Überblick über die Stände: Studenten der KSH informieren über „Upcycling“, also über das Wiederverwerten von Gegenständen. Der neue „Ois ohne“-Laden aus Bad Tölz gibt Tipps zum plastikfreien Leben. Zu Gast ist auch das Spielemobil des Kreisjugendrings. Der TSV Benediktbeuern betreut einen Streetsoccer-Court. Zudem wird eine Kletterwand aufgebaut, für kleine Kinder gibt es eine Hüpfburg. Zudem können sich Klein und Groß kunstvoll das Gesicht bemalen lassen. Schafkopf-Liebhaber treffen sich um 18 Uhr im Kartler-Eck zu einem Turnier.
Familie Sindlhauser (Abrahamhof) bietet Führungen über ihren nahegelegenen Bauernhof an und informiert über ökologische Landwirtschaft und Viehhaltung (14 und 17 Uhr, Treffpunkt im Maierhof).
Verschiedene Organisationen, etwa die Wasserinitiative „Viva con Agua“ und „FairnEssKultur“, berichten über ihre Arbeit. An anderer Stelle kann man in einer Sammelbox alte Handys für einen guten Zweck spenden. „Wir schließen uns damit der Aktion von Missio und Kolping an“, sagt Studentin Manuela Becker.
Vor Ort ist auch die Stiftung Nantesbuch mit einer Aktion zum Thema Artenvielfalt, zudem informiert die Herzogsägmühle über ihr Angebot. Um 14 Uhr gibt es einen Vortrag über Gemeinwohlökonomie. Die Studenten haben außerdem eine Tombola organisiert und verkaufen Lose.
Auch das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) beteiligt sich an „Bene Culture“. „Wir beteiligen uns mit dem Motto unseres Jahresthemas: ,Vielfalt hat Vorfahrt’“, sagt Bildungsreferent Martin Malkmus. Die Besucher können am Samstag nach ZUK-Anleitung Bienenhotels basteln. „Aber kein Hotel ohne Restaurant“, sagt Malkmus verschmitzt. Deshalb können sich die Besucher über Wildstauden informieren und Saatbomben bauen, also Kugeln aus Erde und Lehm mit Samen.
Zudem gibt es vom ZUK eine Kunstaktion, bei der Kinder und Erwachsene auf großen Leinwänden die Fauna und Flora malen können. Als „sehr großes Puzzle“ soll es ausgestellt werden. Und dann ist für das ZUK noch Künstler Frank Fischer vor Ort, der eine besondere Foto-Aktion zum Thema „Wertschätzung“ veranstaltet. Die Exponate sollen im Dezember im ZUK gezeigt werden.
Fürs leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Die Benediktbeurer Maschkera sorgen für Getränke, am Stand der Feuerwehr wird gegrillt. Die Pfadfinder betreuen den Kaffee- und Kuchenstand und laden in eine Jurte ein. Der Verein Zammlebn organisiert zusammen mit dem Asylhelferkreis Essen aus Eritrea. „Zudem gibt es Eis, Döner und Burger, alles von Produzenten aus der Region“, berichten die Studentinnen.
Am Abend geht’s dann noch mit Musik zur Sache: Ab 17 Uhr spielt der Zither-Manä eine Stunde, ab 20 Uhr tritt „Fenzel“ auf, das ist der ehemalige Bassist von Django3000 mit seiner neuen Band. Mit Einbruch der Dunkelheit, also um zirka 21.30 Uhr, gibt es zum Abschluss eine Feuershow mit dem „Feyadanza“, das ist Andi Waldherr aus Beuerberg.
