- VonHans Kürzlschließen
Auch wenn Silvester noch einige Monate weg ist: In Eichenau steht schon fest, dass es dieses Jahr etwas anders ausfallen wird. Es soll eine zentrale Veranstaltung geben.
Eichenau – Beantragt hatte dies die Fraktion der Grünen mit dem thematisch passenden Datum vom 31. Dezember 2018. Man will sich dabei an den Nachbarn in der Stadt Puchheim orientieren, wo es so etwas bereits seit zwei Jahren gibt. Angedacht ist eine Licht- oder Laserinstallation. Dafür sollen nun Angebote von verschiedenen Anbietern eingeholt werden.
Verbot privater Feuerwerke?
Für das allgemeine Verbot privater Feuerwerke gebe es allerdings keine rechtliche Handhabe, hieß es. Nur in der Nähe des Pflegezentrums sei das möglich. „Wir wären dann wohl weltweit in die Medien gekommen, wenn wir es verboten hätten“, so Andreas Knipping (SPD). Es sei sowieso nur eine schöne Illusion, durch irgendwelche Anordnungen auch nur eine Rakete weniger und damit weniger Feinstaubbelastung zu haben. Zudem bekannte sich die Zweite Bürgermeisterin Gabriele Riehl (SPD) dazu, ein Fan von Feuerwerken zu sein. „Eine Lichtinstallation, bei allem Respekt vor den Künstlern, ist keine Alternative“, sagte Riehl.
Feuerwerk ist so etwas wie Brauchtum
Ähnlich äußerte sich Michael Wölfl (CSU), der Lichtinstallationen bei Sommerfesten besser platziert sieht. Eine zentrale Veranstaltung könne er sich aber schon vorstellen. Silvester-Feuerwerk sei so etwas wie Brauchtum, fügte Elmar Ströhmer (FW) hinzu. Solange keiner gefährdet werde, sei das in Ordnung.
Grüne beharren auf raketen- und böllerfreies Silvester in der Gemeinde
Rike Schiele (Grüne) beharrte aber auf einem raketen– und böllerfreien Silvester in der Gemeinde. „Die Lichtinstallation ist auf jeden Fall ein richtiger Weg.“ Schiele schlug noch vor, die Vereine an der zentralen Silvesterfeier zu beteiligen. Grundsätzlich wurde das befürwortet. Doch zumindest SPD-Sprecher Martin Eberl zeigte sich skeptisch: „Auch noch an Silvester Ehrenamtliche zu finden, dürfte sehr schwierig werden“, sagte er.
Zusammengehen mit Puchheim eher unwahrscheinlich
Ein Zusammengehen mit Puchheim schloss Bürgermeister Peter Münster (FDP) eher aus. Es bestehe dort vor allem in der Bevölkerung der Wunsch, die dortige Veranstaltung auf der Wiese beim PUC zu belassen. Bei einem ist sich Münster aber sicher – unabhängig, in welcher Form Silvester in Eichenau in diesem Jahr abläuft: „Unser Bauhof wird am 1. Januar wieder mächtig viel Arbeit haben, alle Spuren zu beseitigen.“
Der Eichenauer Umweltbeirat will noch Stellung nehmen. Dessen Germeringer Kollegen waren bereits vor zwei Jahren mit der Bitte an die Öffentlichkeit gegangen, zumindest weniger zu böllern. Durch ein zentrales Feuerwerk ließen sich private nicht verhindern, hatte es da geheißen.
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