„Sollten in München sein“

Söder und OB Reiter machen sich für Münchner Olympia-Bewerbung stark: Darauf soll es jetzt ankommen

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Dieter Reiter (l-r,SPD), Markus Söder (CSU), und Joachim Herrmann (CSU) stehen nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts, im Zuschauerbereich des Olympiastadion.
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Wird München nach 1972 wieder Austragungsort für Olympische Sommerspiele? Geht es nach CSU-Chef Söder und Münchens OB Reiter, sind die Voraussetzungen dafür mehr als gegeben.

München - „Wir finden, die Olympischen Spiele sollten in München sein“, verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag (20. Mai), als er das grüne Licht seines Kabinetts für den Entwurf des Bewerbungskonzepts gab. „Wir halten das für eine exzellente Bewerbung“, äußerte der CSU-Chef im Münchner Olympiastadion. Obwohl der genaue Zeitpunkt für die Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt noch unklar ist, müsse Deutschland entscheiden, ob es sich für 2036 oder 2040 bewerbe, sagte Söder. Die Pläne für „München 20XX“ nehmen jedoch bereits Gestalt an.

Olympische Spiele in München: Söder spricht von Bewerbung – „Es muss nicht viel Neues gebaut werden“

„Es muss nicht viel Neues gebaut werden - fast gar nichts“, erklärte Söder. Fehlende Sportstätten sollen nur temporär errichtet werden. Ein den aktuellen Anforderungen entsprechendes Olympiaschwimmbecken könnte in die geplante Multifunktionsarena am Flughafen integriert werden. Der Bahnradsport würde in einem vorübergehend aufgebauten Velodrom im Olympiapark stattfinden .München setzt stark auf die bestehenden Sportstätten der Olympischen Spiele von 1972. Im Olympiastadion, das derzeit saniert wird, sollen die großen Eröffnungs- und Abschlussfeiern sowie die Leichtathletik-Wettkämpfe ausgetragen werden. In der Olympiahalle sind Turnen und Trampolin vorgesehen, während der Olympiapark unter anderem BMX- und Skateboard-Wettbewerbe beherbergen soll. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach von einem „Nachhaltigkeitspfund“, das kaum eine andere Stadt bieten könne.

Olympia in München: OB Reiter sieht Thema Nachhaltigkeit als besonderen Vorteil

Auch die Regattastrecke in Oberschleißheim, die Schießanlage in Garching und die Reitanlage in Riem sollen wieder genutzt werden. Die Wettbewerbe im Bogenschießen und Reiten könnten aus den Schlossanlagen Schleißheim und Nymphenburg sowie dem Englischen Garten beeindruckende Bilder in die Welt senden .Zwar könnten viele Wettbewerbe in München stattfinden, doch nicht alle Sportarten. Seglerinnen und Segler müssten quer durch die Republik reisen, da der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) vorschreibt, dass der Wettbewerb auf offener See stattfinden muss. Konkrete Orte wurden von Söder und Reiter nicht genannt.

Auch beim Fußball müssten Sportlerinnen und Sportler einige Kilometer zurücklegen. Als mögliche Spielorte nannte Söder Nürnberg, Augsburg und Regensburg. Weitere Optionen wären in Baden-Württemberg Hoffenheim, Stuttgart und Freiburg. „Das Endspiel machen wir dann natürlich in der Allianz-Arena“, sagte Söder .Die Kanuten sollen wie 1972 in Augsburg im Eiskanal starten. Auch im Münchner Umland könnten mehrere Orte auf ein bisschen Olympia hoffen. Im Starnberger See etwa könnte Freiwasserschwimmen stattfinden.

Berge, Seen, und echte Geheimtipps: Diese Traumorte sind nicht weit von München

Von München aus in paradiesische Natur und traumhafte Landschaften: Egal ob für einen Tagesausflug oder ein Wochenende, von der Stadt aus sind es meist nur kurze Wege bis an Orte, für die andere ins Flugzeug steigen. Wie etwa hier am Weßlinger Weiher im Landkreis Starnberg.
Von München aus in paradiesische Natur und traumhafte Landschaften: Egal ob für einen Tagesausflug oder ein Wochenende, von der Stadt aus sind es meist nur kurze Wege bis an Orte, für die andere ins Flugzeug steigen. Wie etwa hier am Weßlinger Weiher im Landkreis Starnberg.  © tz.de
Weniger bekannt als seine berühmten Verwandten: Der Weßlinger Weiher im Landkreis Starnberg. Von München per Auto oder Bahn gut zu erreichen, ist der kleine See meist ruhiger als etwa der Ammersee oder Starnberger See. Zum Baden ist er aber gut geeignet.
Weniger bekannt als seine berühmten Verwandten: Der Weßlinger Weiher im Landkreis Starnberg. Von München per Auto oder Bahn gut zu erreichen, ist der kleine See meist ruhiger als etwa der Ammersee oder der Starnberger See. Zum Baden ist er aber gut geeignet.  © tz.de
Willkommen auf dem Gut Aiderbichl in Iffeldorf. Hier gibt es viele Tiere zu bestaunen, unter anderem Nutzvieh wie Rinder, aber auch Kamele, Esel oder Pferde.
Willkommen auf dem Gut Aiderbichl in Iffeldorf. Hier gibt es viele Tiere zu bestaunen, unter anderem Nutzvieh wie Rinder, aber auch Kamele, Esel oder Pferde.  © tz.de
Das Gut ist direkt an den Osterseen am Südufer des Starnberger Sees gelegen. Nachdem man die Tiere besucht hat, kann man also noch einen Abstecher an die traumhaften Ufer der Seen wagen.
Das Gut ist direkt an den Osterlegen am Südufer des Starnberger Sees gelegen. Nachdem man die Tiere besucht hat, kann man also noch einen Abstecher an die traumhaften Ufer der Seen wagen.  © tz.de
Wer mag, kann sogar entlang von Wäldern vom Gut aus zum Südufer des Starnberger Sees spazieren. Inmitten von unberührter Natur und kleinen Bächen wird der Weg hier zum Vergnügen.
Wer mag, kann sogar entlang von Wäldern vom Gut aus zum Südufer des Starnberger Sees spazieren. Inmitten von unberührter Natur und kleinen Bächen wird der Weg hier zum Vergnügen.  © tz.de
Ja da schau her! Ein Kamel begutachtet sein Revier in der Krone Farm bei Weßling. Der Circus nennt das Areal auch die „Seniorenresidenz“ seiner Tiere. Von München nur 15 Minuten mit dem Auto entfernt können hier Natur und Tiere bestaunt werden.
Ja da schau her! Ein Kamel begutachtet sein Revier in der Krone Farm bei Weßling. Der Circus nennt das Areal auch die „Seniorenresidenz“ seiner Tiere. Von München nur 15 Minuten mit dem Auto entfernt können hier Natur und Tiere bestaunt werden.  © tz.de
Inmitten von kleinen Wäldern und Wiesen erstreckt sich die Krone-Farm nahe Weßling. Überall sind Tiere zu sehen, die teilweise im Freien oder in ihren Gehegen, oder wie hier Zelten, die Ruhe genießen.
Inmitten von kleinen Wäldern und Wiesen erstreckt sich die Krone-Farm nahe Weßling. Überall sind Tiere zu sehen, die teilweise im Freien oder in ihren Gehegen – oder wie hier in Zelten – die Ruhe genießen.  © tz.de
Freuen sich über Streicheleinheiten und Snacks: Die Tiere der Krone-Farm.
Freuen sich über Streicheleinheiten und Snacks: Die Tiere der Krone-Farm.  © tz.de
Im Hochsommer erstrahlt der Starnberger See in tiefem blau, die Wiesen sind saftig grün und der Himmel kaiserlich. Von der Ilka Höhe kann man diese Traumaussicht besonders gut genießen.
Im Hochsommer erstrahlt der Starnberger See in tiefem blau, die Wiesen sind saftig grün und der Himmel kaiserlich. Von der Ilka Höhe kann man diese Traumaussicht besonders gut genießen.  © Imago Plusphoto
Im Winter erstrahlt die Landschaft erblickt von der Ilka-Höhe oft in weiß: Schneebdeckt liegen die Wälder vor dem Starnberger See, dessen Wasser in dunkelgrau fast mystisch anmutet.
Im Winter erstrahlt die Landschaft von der Ilka-Höhe oft in weiß: Schneebdeckt liegen die Wälder vor dem Starnberger See, dessen Wasser in dunkelgrau fast mystisch anmutet. © IMAGO/Photographer: Markus Gann
Auch im Herbst einen Besuch wert: Wenn bunte Farben und Nebel die Landschaft erobern, entfaltet der Blick von der Ilka-Höhe am Starnberger See fast etwas majestätisches.
Auch im Herbst einen Besuch wert: Wenn bunte Farben und Nebel die Landschaft erobern, entfaltet der Blick von der Ilka-Höhe am Starnberger See fast etwas majestätisches.  © 5SeenLandFotografie via imago-im
Wander-Traum in Bayern: Das August-Schuster-Haus ist eine Berghütte der Sektion Bergland des Deutschen Alpenvereins. Sie liegt auf 1564 m ü. NHN Höhe in den Alpen nahe Oberammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und gehört zum Ammergebirge.
Auf 1564 Metern liegt das August-Schuster-Haus. Vor allem im Sommer ist man hier wohl nicht alleine, ein Ausflug lohnt aber dennoch. © Imago xkb-photodesignx via
Wander-Traum in Bayern: Das August-Schuster-Haus ist eine Berghütte der Sektion Bergland des Deutschen Alpenvereins. Sie liegt auf 1564 m ü. NHN Höhe in den Alpen nahe Oberammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und gehört zum Ammergebirge.
Wander-Traum in Bayern: Das August-Schuster-Haus ist eine Berghütte der Sektion Bergland des Deutschen Alpenvereins. Sie liegt auf 1564 m ü. NHN Höhe in den Alpen nahe Oberammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und gehört zum Ammergebirge. © IMAGO/Ulrich Wagner
Fast unwirklich ragt die Skiflugschanze Oberstdorf vor der Alpen-Kulisse hervor. Im Oberallgäu, westlich von München, ist ein Besuch auf das Sport- und Naturparadies nicht weit entfernt.
Fast unwirklich ragt die Skiflugschanze Oberstdorf vor der Alpen-Kulisse hervor. Im Oberallgäu, westlich von München, ist ein Besuch auf das Sport- und Naturparadies nicht weit entfernt.  © IMAGO/imageBROKER/Walter G. Allgöwer
Ein weiteres Highlight: Der Freibergsee unterhalb der Skiflugschanze. Mit Bergen, Sport-Highlight und glasklarem Wasser hat das Auge erst einmal genug zu tun.
Ein weiteres Highlight: Der Freibergsee unterhalb der Skiflugschanze. Mit Bergen, Sport-Highlight und glasklarem Wasser hat das Auge erst einmal genug zu tun.  © imageBROKER/Martin Siepmann via www.imago-images.de
Natur- und Landschaftsspektakel nahe München: Blick über die Burgruine Hohenfreyberg und Eisenberg nach Osten, im Hintergrund in der Mitte der Säuling (2047 m). Die Burg Hohenfreyberg bildet zusammen mit der direkt gegenüber liegenden Burg Eisenberg eine weithin sichtbare Burgengruppe im südlichen Allgäu, etwa vier Kilometer nördlich von Pfronten im Landkreis Ostallgäu.
Natur- und Landschaftsspektakel nahe München: Blick über die Burgruine Hohenfreyberg und Eisenberg nach Osten, im Hintergrund in der Mitte der Säuling (2047 m). Die Burg Hohenfreyberg bildet zusammen mit der direkt gegenüber liegenden Burg Eisenberg eine weithin sichtbare Burgengruppe im südlichen Allgäu, etwa vier Kilometer nördlich von Pfronten im Landkreis Ostallgäu. © IMAGO/imageBROKER/alimdi / Reinhold Ratzer
Burgruine Eisenberg & Hohenfreyberg. Auch mit Bus und Bahn kommt man etwa von München gut an das spektakuläre Landschaftsbild inmitten der Allgäuer Berge.
Burgruine Eisenberg und Hohenfreyberg. Auch mit Bus und Bahn kommt man etwa von München gut an das spektakuläre Landschaftsbild inmitten der Allgäuer Berge.  © IMAGO/Jochen Eckel
Der Landkreis Freising, im Norden Münchens, bietet ein Ausflugsziel, das nur wenige auf dem Schirm haben könnten: Das Freisinger Moos.
Der Landkreis Freising, im Norden Münchens, bietet ein Ausflugsziel, das nur wenige auf dem Schirm haben könnten: Das Freisinger Moos.  © IMAGO/Zoonar.com/Linda Brotkorb
Die durch kleinflächige Torfstiche, Streuwiesen sowie ein enges Nebeneinander verschiedener Feucht- und Naßwiesen geprägte Landschaft bietet einer Vielzahl niedermoortypischer Pflanzen- und Tierarten Lebensraum. Für einen Spaziergang in der Natur ist das Freisinger Moos daher ideal geeignet.
Die durch kleinflächige Torfstiche, Streuwiesen sowie ein enges Nebeneinander verschiedener Feucht- und Naßwiesen geprägte Landschaft bietet einer Vielzahl niedermoortypischer Pflanzen- und Tierarten Lebensraum. Für einen Spaziergang in der Natur ist das Freisinger Moos daher ideal geeignet.  © tz.de
Bayern pur, und das nicht allzu weit weg von München: Wiesen, Felder und Berge. Heraus ragt die Zugspitze, der höchste Berg Deutschlands.
Bayern pur, und das nicht allzu weit weg von München: Wiesen, Felder und Berge. Heraus ragt die Zugspitze, der höchste Berg Deutschlands.  © IMAGO/imageBROKER/Günter Gräfenhain
Ein absoluter Touristen-Magnet: Die Zugspitze im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Besonders im Sommer fahren viele Menschen auf den Gipfel, um die atemberaubende Aussicht zu genießen.
Ein absoluter Touristen-Magnet: Die Zugspitze im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Besonders im Sommer fahren viele Menschen auf den Gipfel, um die atemberaubende Aussicht zu genießen.  © IMAGO/imageBROKER/Mara & Moritz Wolf
Inmitten alpiner Traumlandschaft: Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands, für tausende Touristen alljährlich eine Traum-Destination.
Inmitten alpiner Traumlandschaft: Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands, für tausende Touristen alljährlich eine Traum-Destination.  © IMAGO/imageBROKER/Mara & Moritz Wolf
Die Hoellentalklamm ist ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer. Gelegen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Entlang von teils 150 Meter hohen Schluchten reißt der Hammerbach durch die zeitlose Landschaft. Angenehmer Nebeneffekt: An besonders heißen Tagen bleibt es in der Klamm für gewohnt kühl.
Die Hoellentalklamm ist ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer. Gelegen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Entlang von teils 150 Meter hohen Schluchten reißt der Hammerbach durch die zeitlose Landschaft. Angenehmer Nebeneffekt: An besonders heißen Tagen bleibt es in der Klamm für kühl.  © wenzel via imago-images.de
Sonnenuntergang bei Rottenbuch. Wo andere Urlaub machen, können Münchner oft mit einer Stunde Zugfahrt ankommen.
Sonnenuntergang bei Rottenbuch. Wo andere Urlaub machen, können Münchner oft mit einer Stunde Zugfahrt ankommen.  © IMAGO/imageBROKER/alimdi / Reinhold Ratzer
Die Alm liegt im Landkreis Weilheim-Schongau, Rottenbuch ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab München gut zu erreichen.
Die Alm liegt im Landkreis Weilheim-Schongau, Rottenbuch ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab München gut zu erreichen.  © IMAGO/imageBROKER/alimdi / Reinhold Ratzer

Olympiabewerbung von München: Diese Pläne haben CSU-Chef Söder und OB Reiter

Die Sportlerinnen und Sportler sollen nicht über die Stadt oder das Umland verteilt werden, sondern in einem Olympischen beziehungsweise Paralympischen Dorf wohnen. Dieses soll danach als dringend benötigter Wohnraum für Einheimische zur Verfügung stehen. Nach den aktuellen Plänen soll das Dorf im Münchner Nordosten entstehen, wo zwischen Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen ohnehin eine neue Siedlung geplant ist. Bis 2040 soll dort auf etwa 600 Hektar Wohn- und Lebensraum für 30.000 Menschen entstehen.

Münchens öffentlicher Nahverkehr hat zuletzt viele negative Schlagzeilen gemacht. Unpünktliche S-Bahnen, nicht einsatzfähige U-Bahnen und ein Hauptbahnhof als Bauruine sind nur einige Beispiele. Bis zum Start der Olympischen Sommerspiele soll sich das ändern, durch eine Reihe von Projekten, die teils schon geplant oder im Bau sind .Eine zentrale Frage ist, ob das Milliardenprojekt einer zweiten S-Bahn-Tunnelroute unter der Innenstadt rechtzeitig fertiggestellt werden kann. Der aktuelle Stand für die Inbetriebnahme ist Ende 2036.

Olympia-Bewerbung für München: Zweite Stammstrecke müsste rechtzeitig fertig werden

Das Konzept sieht auch eine Erweiterung des U-Bahn-Netzes um zwei Linien vor, unter anderem in das geplante Olympiadorf, sowie einen S-Bahn-Ringschluss im Norden der Stadt. Letzteres hatte die Staatsregierung nach einer Forderung der Grünen abgelehnt. Auch das Radwegenetz soll ausgebaut werden. Die Verantwortlichen können die konkreten Kosten noch nicht beziffern. Bei den Spielen in Paris 2024 wurden rund 95 Prozent der Gesamtkosten von 4,48 Milliarden Euro über private Quellen wie Sponsoring, Ticketverkauf und Medienrechte gedeckt. Die restlichen fünf Prozent kamen aus öffentlichen Mitteln und wurden zur Finanzierung der Paralympischen Spiele verwendet.

Söder geht für München von ähnlichen Voraussetzungen aus und betonte im Hinblick auf die innerdeutschen Mitbewerber: „Wenn es allerdings wo zwickt, kann ich sagen, dann ist Bayern und München mit der meisten finanziellen Power ausgestattet gegenüber allen anderen.“ Die Kosten für die Bewerbung allein bezifferte Münchens OB Reiter auf sechs bis sieben Millionen Euro, deutlich weniger als beim letzten Versuch, die Spiele nach Bayern zu holen, damals für den Wintersport.

Deutsche Olympia-Bewerbungen: Mehrere Städte fassen Spiele ins Auge

Neben München haben auch Berlin mit Leipzig, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr in Deutschland eine Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele ins Auge gefasst. Für welches Jahr die deutsche Bewerbung gelten soll, ist noch unklar. Es hängt unter anderem davon ab, wann eine Bewerbung Europas aus Sicht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am geeignetsten erscheint. Söder nannte Madrid und Rom als mögliche europäische Konkurrenten.

Am 28. Mai soll der Münchner Stadtrat grünes Licht für den Konzeptentwurf geben, denn bis zum 31. Mai muss das Dokument beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht werden. Dort wird der Entwurf dann sportfachlich samt „Plausibilitätscheck“ geprüft. Parallel wird in München ein Bürgerentscheid über eine Bewerbung für Olympische Sommerspiele vorbereitet. OB Reiter hat mehrfach betont, die Spiele nur bei Zustimmung in die bayerische Landeshauptstadt holen zu wollen. Abgestimmt werden könnte nach derzeitigem Stand am 26. Oktober. Nach Vorgabe des DOSB muss die Abstimmung bis Juni 2026 erfolgen.

Welche Städte oder welche Region für Deutschland ins Rennen um Olympische Spiele gehen soll, will der DOSB im Herbst 2026 bei einer Mitgliederversammlung entscheiden. Das letzte Wort hat das Internationale Olympische Komitee (IOC). Wann das IOC unter der neu gewählten Präsidentin Kirsty Coventry die Spiele für 2036 und darüber hinaus vergibt, ist derzeit noch unklar.

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