München - Er befällt Laubbäume und bringt sie zum Absterben: Nun hat der Asiatische Laubholzbockkäfer nach Informationen des Münchner Merkur erstmals das Stadtgebiet erreicht.
Er ist klein und sieht niedlich aus. Aber wo er gesichtet wird, verbreitet er Schrecken. Denn der Asiatische Laubholzbockkäfer befällt Laubbäume und bringt sie zum Absterben. Im Münchner Osten hat es bereits mehrere große Abholz-Aktionen gegeben, nun hat der Baum-Schädling erstmals das Münchner Stadtgebiet erreicht.
Wie das Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Ebersberg dem Münchner Merkur bestätigte, wurden Fraßspuren eines
Laubholzbockkäfers unweit der Messe München im Riemer Wald entdeckt. Nun müssen rund um den Fundort in einem Umkreis von 100 Metern alle Laubbäume gefällt und verbrannt werden.
Bisher gibt es keine milderen Bekämpfungsmittel, allein Abholzen könne den Käfer ausrotten, sagen Experten. In München herrscht seit Jahren die Angst, der Käfer könne ins Stadtgebiet vorrücken. Sollte er den Englischen Garten erreichen, könnte dies das Aus für den gesamten Bestand an Laubbäumen bedeuten.
Der Käfer ist vermutlich über unbehandeltes Verpackungsholz aus Asien nach Bayern gelangt. In mehreren Gemeinden im Münchner Osten kam es seit Ende 2012 zu wiederholten Funden, tausende Bäume auch auf Privatgrund mussten gefällt werden. Den Käfer aber hat das bisher nicht gestoppt. Er kann fliegen und legt seine Larven in Laubbäumen ab. Die Larven durchlöchern den Baum, der in der Folge unweigerlich abstirbt.
Carmen Ick-Dietl
