Münchner Forscher präsentieren ihre Arbeit in Japan

Assistenz-Roboter Garmi der TU München wird dank KI noch schlauer

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Assistenzroboter Garmi lernt dank Künstlicher Intelligenz schnell dazu. Er kann bereits mit Menschen kommunzieren oder Frühstück ans Bett bringen.

Garmisch - Die Stimme fehlt Garmi noch – aber hören kann er. Und auf seinem Display Antworten formulieren. Oder einfach Befehle entgegennehmen. Der humanoide Roboter ist auf dem besten Weg, ein guter Pflegeassistent zu werden. Daran arbeitet er schon eine ganze Weile fleißig – nun hat er aber durch die Künstliche Intelligenz noch mal einige Fähigkeiten dazubekommen.

Garmi trainiert in Garmisch: Der Assistenzroboter bringt einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin eine Einkaufstasche.

Der Roboter kann bereits Frühstück servieren, ärztliche Gespräche vermitteln oder beim Aufstehen helfen

„Die Sprachsteuerung funktioniert über Chat GPT“, erklärt Martina Kohlhuber, die wissenschaftliche Leiterin des Forschungscampus in Garmisch-Partenkirchen, wo Garmi entwickelt wird. Für die Interaktion mit dem Menschen hat das KI-Tool einen riesen Schritt bedeutet, berichtet die Wissenschaftlerin. Der Roboter versteht nun diverse Kommandos und setzt sie autonom um. Er kann Patienten das Frühstück servieren oder ein Glas Wasser ans Bett bringen, ohne etwas zu verschütten. Er kann für sie Gespräche mit Ärzten vermitteln und telemedizinische Untersuchungen in die Wege leiten. Er kann beim Aufstehen helfen oder sogar bei Reha-Übungen. Und eines Tages wird er wohl sogar mit Stimme antworten können, sagt Kohlhuber.

Momentan ist Garmi noch unbezahlbar.

Martina Kohlhuber

Roboter Garmi soll eine Pflegeassistenz werden

Garmi lernt in einer Testwohnung in Garmisch-Partenkirchen. Als Nächstes steht die Weiterentwicklung seiner Hände an, sie sollen immer feinere Aufgaben übernehmen. Dafür haben die Wissenschaftler Garmis Roboterarm und -hand mit Künstlicher Intelligenz zusammengebracht. Um die Bewegungen des Roboters vor der realen Interaktion mit Menschen in einer Simulation durchzuproben, nutzen die Forscher einen digitalen Zwilling von Garmi.

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Er bewegt sich in einer digitalen Welt, in der die Testwohnung mit allen Möbeln und Objekten nachgebildet ist. Zunächst macht seine Kamera ein Bild von einem Objekt, das er greifen soll, und identifiziert es als Tasse, Flasche oder Ball. Da die Kamera das Objekt nur von einer Seite sieht, ergänzt das System nichtsichtbare Bereiche und rekonstruriert ein vollständiges 3-D-Objekt. So lässt sich die ideale Position für die Hand ermitteln, erklärt der Projektleiter Abdeldjallil Naceri. „Wenn es mit einer Tasse klappt, kann unser System das für alle Tassenformen übertragen.“

Künstliche Intelligenz hilft bei der Weiterentwicklung des Roboters

Dank KI kann Garmi seine Umgebung so exakt wahrnehmen und navigieren, dass er sogar fliegenden Bällen ausweichen kann. Der Roboter verarbeitet Informationen mit einer Taktung von einer Millisekunde. Die Kraftsensoren seiner Arme registrieren geringste Berührungen und reagieren sofort. Über seine Sensoren kann er auch wahrnehmen, wenn sich eine Person in seiner Nähe befindet, dann bewegt er sich langsamer, um Unfälle zu vermeiden.

Ein Entwickler beobachtet, wie Garmi am Tisch serviert.

Mittlerweile hat Garmi über Chat GPT 15 bis 20 Kommandos gelernt. „Das lässt sich beliebig erweitern“, sagt Naceri. Das Institut für Robotik und maschinelle Intelligenz der TU gehört zu den ersten Instituten weltweit, in denen Roboter und Menschen mithilfe von Chat GPT miteinander interagieren. Ihre Erfolge präsentieren die Forscher aktuell auf einer Robotikmesse in Japan. Dort werden von Garmi Videos gezeigt – der Assistenzroboter lernt unterdessen in seiner Garmischer Wohnung fleißig weiter.

Freier Blick auf Wildtiere, Auszeit in ursprünglicher Natur: Die schönsten Spaziergänge in München

Für einen längeren Spaziergang ideal: Die Blutenburg im Münchner Westen. An der Würm entlang von Naherholungsgebieten bis hin  zum Schloss kann man hier eine Reise in die Vergangenheit der Stadt erleben. Wer Glück hat, kann sogar einen der Märkte auf der Anlage entdecken.
Für einen längeren Spaziergang ideal: Die Blutenburg im Münchner Westen. An der Würm entlang von Naherholungsgebieten bis hin zum Schloss kann man hier eine Reise in die Vergangenheit der Stadt erleben. Wer Glück hat, kann sogar einen der Märkte auf der Anlage entdecken. © IMAGO / Peter Widmann
Sie ist der vielleicht größte Natur-Schatz Münchens: Die Isar. Der Charakter der „Reißenden“ kommt besonders dann zur Geltung, wenn viel Regen gefallen ist. Doch unabhängig von Witterung und Wasserstand ist ein Spaziergang am Alpen-Fluss wie ein Ausflug in die freie Natur. Dabei kann man auch, wie hier im Bild, den Isar-Kanal Richtung Süden aufsuchen: Weniger Trubel als etwa an der Fraunhoferstraße ist garantiert.
Sie ist der vielleicht größte Natur-Schatz Münchens: Die Isar. Der Charakter der „Reißenden“ kommt besonders dann zur Geltung, wenn viel Regen gefallen ist. Doch unabhängig von Witterung und Wasserstand ist ein Spaziergang am Alpen-Fluss wie ein Ausflug in die freie Natur. Dabei kann man auch, wie hier im Bild, den Isar-Kanal Richtung Süden aufsuchen: Weniger Trubel als etwa an der Fraunhoferstraße ist garantiert. © Lucas Sauter Orengo
Es ist vielleicht sein großes Glück: Nicht jeder kennt den Bavaria Park im Rücken der Mama Bavaria auf der Theresienwiese. Der ruhige Park lädt ein, um mitten im Stadt-Trubel durchzuschnaufen. Uralte Baumbestände und Tiere wie Igel, Eichhörnchen und Rabe begleiten einen gemütliche Auszeit.
Es ist vielleicht sein großes Glück: Nicht jeder kennt den Bavariapark im Rücken der gleichnamigen Mama Bavaria auf der Theresienwiese. Der ruhige Park lädt ein, um mitten im Stadt-Trubel durchzuschnaufen. Uralte Baumbestände und Tiere wie Igel, Eichhörnchen und Rabe begleiten einen bei einer gemütlichen Auszeit. © Lucas Sauter Orengo
Mitten in München Wildtiere beobachten? An der Schlossmauer im Nymphenburger Park nicht unmöglich. Wenn‘s ruhig ist und man Glück hat, kann man Rehe beobachten, die hier daheim sind. Und wer Pech hat, genießt die prächtige Parkanlage, die einen Eintauchen lässt, in Zeiten der Könige in Bayern.
Mitten in München Wildtiere beobachten? An der Schlossmauer im Nymphenburger Park nicht unmöglich. Wenn‘s ruhig ist und man Glück hat, kann man Rehe beobachten, die hier heimisch sind. Und wer Pech hat, genießt die prächtige Parkanlage, die einen eintauchen lässt, in Zeiten der Könige in Bayern. © Lucas Sauter Orengo
München als Großstadt: Ein Spaziergang im Olympiapark gibt einem den Hauch von Central-Park-Gefühlen. Der Blick auf die altehrwürdigen Sportstätten und den Olympiaturm fügt sich wie angegossen zu der überall vorhandenen Natur. Und wer es sportlich mag, kann auf den Hügel hinauf und den Ausblick genießen.
München als Großstadt: Ein Spaziergang im Olympiapark gibt einem den Hauch von Central-Park-Gefühlen. Der Blick auf die altehrwürdigen Sportstätten und den Olympiaturm fügt sich wie angegossen zu der überall vorhandenen Natur. Und wer es sportlich mag, kann auf den Hügel hinauf und den Ausblick genießen. © IMAGO / imagebroker
Wie ein Streifen zieht sich der Westpark in München zwischen Schwanthalerhöhe bis nach Sendling. Weite Wiesen, kleine Seen und Bäche erzählen noch heute von der Gründung des Parks: Die Gartenausstellung 1983. Sogar eine kleine Fernreise kann man dabei erleben, wenn man das Ostasien-Ensemble mit China- und Japangarten, der Nepalesischen Pagode und der Thailändischen Sala mit Buddha-Statue als Ziel ausmacht.
Wie ein Streifen zieht sich der Westpark in München zwischen Schwanthalerhöhe bis nach Sendling. Weite Wiesen, kleine Seen und Bäche erzählen noch heute von der Gründung des Parks: Die Gartenausstellung 1983. Sogar eine kleine Fernreise kann man dabei erleben, wenn man das Ostasien-Ensemble mit China- und Japangarten, der Nepalesischen Pagode und der Thailändischen Sala mit Buddha-Statue als Ziel ausmacht. © IMAGO / Val Thoermer
Es ist ein Spaziergang der etwas anderen Art, und doch ein echter Klassiker: Zwischen den Ruinen der gefühlt weit entfernten Wiesn, und den Bauarbeiten für das Winter-Tollwood mutet ein Herbst-Spaziergang auf der Theresienwiese wie eine Reise durch die Zeit an. Alleine ist man dabei selten: Gassi-Geher oder Windsurfer geben dem urbanen Bild ein lebendiges Flair.
Es ist ein Spaziergang der etwas anderen Art, und doch ein echter Klassiker: Zwischen den Ruinen der gefühlt weit entfernten Wiesn, und den Bauarbeiten für das Winter-Tollwood mutet ein Herbst-Spaziergang auf der Theresienwiese wie eine Reise durch die Zeit an. Alleine ist man dabei selten: Gassi-Geher oder Windsurfer geben dem urbanen Bild ein lebendiges Flair. © IMAGO / Michael Westermann
Er war der erste seiner Art in Europa: Der Waldfriedhof in München. Wie ein Nationalpark mutet die urige Natur an, zwischen die sich Grabstätten ihren Platz geschaffen haben. Die Wege sind geschwungen und haben teilweise den Charakter von Waldpfaden. Biotopbereiche und ein kleiner See geben einen schönen Rahmen für einen Herbst-Spaziergang mitten in der Stadt.
Er war der erste seiner Art in Europa: Der Waldfriedhof in München. Wie ein Nationalpark mutet die urige Natur an, zwischen der sich Grabstätten ihren Platz geschaffen haben. Die Wege sind geschwungen und haben teilweise den Charakter von Waldpfaden. Biotopbereiche und ein kleiner See geben einen schönen Rahmen für einen Herbst-Spaziergang mitten in der Stadt. © IMAGO / Jürgen Schwarz
Man muss schon ganz genau hinsehen, um ihn nicht zu übersehen: Der alte Südfriedhof. Zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel macht sich der wie ein Urwald anmutende Grünstreifen breit. Eichhörnchen springen über jahrhunderte Alte Gräber, historische Persönlichkeiten Münchens verbringen ihre letzte Ruhe. Ein ideale Oase um den Stadt-Trubel in prächtigen Herbst-Farben zu vergessen.
Man muss schon ganz genau hinsehen, um ihn nicht zu übersehen: Den alten Südfriedhof. Zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel macht sich der wie ein Urwald anmutende Grünstreifen breit. Eichhörnchen springen über jahrhundertealte Gräber, historische Persönlichkeiten Münchens sind hier beerdigt. Eine ideale Oase um den Stadt-Trubel in prächtigen Herbst-Farben zu vergessen. © IMAGO / Heinz Gebhardt
Es ist der Spaziergangs-Klassiker in München: Der Englische Garten. Mit seiner 375 Hektar großen Grünanlage gehört er zu den größeren Parkanlagen der Welt. Zwischen Monopteros und Eisbach tummeln sich im Sommer Sonnenanbeter und Badefreunde, im Herbst verwandelt sich der Park dann in einen Ort zum Krafttanken. Wer fernab von Trubel die Seele baumeln lassen möchte, dem sei der Nordteil des Englischen Gartens empfohlen - hier hört man das Rauschen des Eisbachs und das Fallen der Blätter ohne Störung.
Es ist der Spaziergangs-Klassiker in München: Der Englische Garten. Die 375 Hektar große Grünanlage gehört zu den größeren Parkanlagen der Welt. Zwischen Monopteros und Eisbach tummeln sich im Sommer Sonnenanbeter und Badefreunde, im Herbst verwandelt sich der Park dann in einen Ort zum Krafttanken: Wer fernab von Trubel die Seele baumeln lassen möchte, dem sei der Nordteil des Englischen Gartens empfohlen - hier hört man das Rauschen des Eisbachs und das Fallen der Blätter fast ganz ohne Nebengeräusche. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Das Ziel: Der Roboter soll in Pflegeheimen zum Einsatz kommen

Ziel ist es, dass er irgendwann in Pflegeheimen oder für die häusliche Pflege im Einsatz ist, sagt Martina Kohlhuber. Das ist natürlich eine Vision, die noch in ferner Zukunft spielt. „Roboter wie Garmi könnten irgendwann dabei helfen, dass Menschen länger zu Hause leben, bevor sie in ein Heim ziehen müssen.“ Dafür müsste der Assistenzroboter allerdings bezahlbar werden. Auch das wird noch Jahre dauern. „Momentan ist er unbezahlbar und unser wertvollster Mitarbeiter“, sagt Kohlhuber.

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