VonAndreas Thiemeschließen
Der Terroranschlag in Magdeburg hat Todesopfer und Hunderte Verletzte verursacht. Um die Weihnachtsmärkte in München zu schützen, hat die Polizei nun aufgerüstet.
München – Nach dem Terroranschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt hat die Münchner Polizei ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, um die Bürger der Landeshauptstadt zu schützen. Wie ein Sprecher gegenüber unserer Redaktion erklärt, wurde einerseits „personell aufgerüstet“ sowie auch mobile Sperren verstärkt. Durch Letzteres soll verhindert werden, dass Autos im Rahmen potenzieller Anschläge überhaupt auf das Gelände eines Weihnachtsmarktes durchbrechen können. In Magdeburg war der Täter rund 400 Meter mit hoher Geschwindigkeit über den Weihnachtsmarkt gefahren. Erst danach stoppte ihn die örtliche Polizei.
Massive Durchfahrtssperren an Münchner Weihnachtsmärkten
In München gebe es bereits seit 2016 die massiven Durchfahrtssperren in Form von schweren Absperrgittern und Pollern, die hochgefahren werden können – Besucher kennen das unter anderem auch vom Oktoberfest. Zudem gibt es jetzt auch mehr Polizeiautos an den Zugängen der Weihnachtsmärkte sowie verstärkt Streifen auf den Märkten und rundherum, erklärte der Polizeisprecher. Es solle den Münchner Bürgern damit „ein Gefühl von Anwesenheit vermittelt werden“, so der Sprecher.
Polizei führt verstärkt Personenkontrollen durch
Auf den Weihnachtsmärkten selbst gab es ohnehin schon Personen- und Taschenkontrollen. Diese werden laut Polizei nun ebenfalls noch verstärkt. Alle Beamten seien nach dem Terroranschlag „durch die Führung sensibilisiert“ worden, in der ganzen Stadt gelte ein „erhöhtes Augenmerk“.
Keine konkrete Gefährdungslage in Bayern
Gleichzeitig ist übertriebene Angst aktuell nicht nötig – die Münchner Weihnachtsmärkte sowie die ganze Stadt sind gut geschützt. „Es gibt keine konkrete Gefährdungslage für Weihnachtsmärkte in Bayern“, sagt der Polizeisprecher. Zur Wahrheit gehört aber auch: Personen, die einen Terroranschlag konkret planen, „wird man nicht daran hindern können“, sagt der Sprecher. „Deshalb wird diese Gefahr immer bestehen bleiben.“
